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Innovative Filmproduktion : LED-Wand ersetzt fast jeden Drehort

Ina Beyer steht vor der LED-Wand auf der Ledermesse in Offenbach. Bild: Frank Röth

Die Messe Offenbach kann jetzt ein kleines bisschen mit Hollywood mithalten. Denn sie hat eine ihrer Hallen für ein Filmstudio der besonderen Art geöffnet und verfügt über besondere Technologie.

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          Die große Welt ist in Offenbach ohnehin zu Hause, nun reicht die Realität noch ein bisschen weiter: Extended Reality, kurz XR, heißt die Technik, die die Kreativbranche aktuell umtreibt. Und der Eingang in diese erweiterte Wirklichkeit steht seit Anfang September im Atrium der Offenbacher Messe.

          Inga Janović
          Wirtschaftsredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          90 Quadratmeter ist die wie ein halbes Zimmer aufgebaute LED-Wand groß, die das Frankfurter Unternehmen Satys&Fy gemeinsam mit der Offenbacher Kommunikationsagentur CPP Studios in die Messehalle gestellt hat. 8,382 Millionen Pixel passen auf die 4,50 Meter hohe Riesenfläche. Das genügte für grandiose Kino- und Fußballabende, der Zweck aber ist ein anderer. Der riesige LED-Bildschirm ersetzt die Greenscreen-Technik in der Filmproduktion und ist ihr vermutlich um Längen voraus: Während beim Greenscreen der Schauspieler oder Redner vor einer leeren grünen Studiowand auftritt und die gewünschte Umgebung später am Computer digital eingefügt werden muss, wird an der LED-Wand diese Umgebung gleich eingespielt. Die Darsteller haben die Szenerie, in die sie sich hineinversetzen sollen, tatsächlich vor beziehungsweise hinter sich. Zudem sind Realität und virtuelle Welt über interaktive Kameras und Software gekoppelt: "Soll die Person etwa in Paris sein und geht los, ändert sich das Straßenbild mit", erklärt Marina Gänßle von der CPP Studios GmbH, die das neue Studio nun für Kunden anbietet.

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