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FFC Frankfurt : FFC holt den Hallenpokal - Ali Krieger verletzt

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Rückschlag: Ali Krieger zieht sich in der Heimat einen Kreuzbandriss zu. Bild: picture alliance / dpa

Der FFC Frankfurt entwickelt langsam wieder Routine im Stemmen von Siegestrophäen.

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          Der FFC Frankfurt entwickelt langsam wieder Routine im Stemmen von Siegestrophäen. Nachdem der DFB-Pokalsieg im vergangenen März eine dreijährige Dürrezeit ohne Titelgewinne beendet hatte, sicherten sich die einstigen Seriensiegerinnen am Wochenende in Magdeburg zum siebten Mal in der Vereinsgeschichte den DFB-Hallenpokal. Das Turnier, an dem traditionell alle zwölf Bundesligavereine teilnehmen, war in früheren Jahren, als es noch keinen Europapokalwettbewerb und noch weniger Resonanz auf die Bundesligaspiele gab, ein durchaus begehrter Wettbewerb. In den vergangenen Jahren bewies aber gerade der FFC, der beim Hallenpokal 1999 seinen ersten Titel überhaupt errungen hatte, immer weniger Motivation beim Kick in der Halle. „In diesem Jahr haben aber gerade unsere jungen Spielerinnen darauf gedrängt, dass wir uns ernsthaft auf das Turnier vorbereiten“, sagte Trainer Sven Kahlert. „Deshalb hatten wir in der Vorwoche auch das ebenfalls auf Kunstrasen ausgetragene Turnier in Kiel zum Einspielen genutzt.“ An der Ostsee unterlagen die Frankfurterinnen freilich noch dem FCR Duisburg im Neunmeterschießen des Endspiels.

          In Magdeburg, wohin die Routiniers wie Sandra Smisek, Nadine Angerer oder Kerstin Garefrekes nur zum Autogrammeschreiben angereist waren, gelang die Revanche. Im Finale bezwang der FFC die Duisburgerinnen deutlich 4:0 nach Toren von Saki Kumagai, Svenja Huth und der doppelt erfolgreichen Lira Bajramaj. „Das war eine Ia-Vorstellung“, sagte Kahlert. Der FFC nahm neben dem Siegespokal auch noch die Auszeichnungen für die beste Spielerin und die beste Torschützin mit zurück nach Hessen, die beide an Dzsenifer Marozsan verliehen wurden. „Das hat unserem Team gut getan“, sagte Manager Siegfried Dietrich, der aus seinem Winterdomizil in Südafrika direkt nach Magdeburg gereist und zum zweiten Auftritt gegen Jena in der Halle angekommen war. „Einem Sieg beim Hallen-Cup haben wir meist eine gute Rückrunde folgen lassen.“

          Der Sieg schmälerte beim FFC zudem den Frust über eine Hiobsbotschaft aus den Vereinigten Staaten. Dort hatte sich Ali Krieger beim 14:0-Sieg ihres amerikanischen Nationalteams im Olympia-Qualifikationsspiel gegen die Dominikanische Republik das Kreuzband im Knie gerissen. Die Rechtsverteidigerin wird ihrem Klub bis zum Saisonende nicht mehr zur Verfügung stehen. „Das ist traurig für uns, aber vor allem tragisch für Ali, die mit großer Wahrscheinlichkeit Olympia verpassen wird“, sagte Dietrich. „Aber sie wird dank ihres positiven Wesens gestärkt aus der Sache herauskommen.“

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