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Zu viele Kaffeebecher : Frankfurt will eigenes Pfandsystem

Massenware: 25 Millionen Einwegbecher fallen jährlich in Frankfurt an. Bild: Stefanie Silber

Kaffeebecher sind in Frankfurt Massenware. Etwa 25 Millionen Coffee-to-go-Behälter wandern jährlich in den Müll. Jetzt soll ein stadtweites Pfandsystem den Abfall reduzieren.

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          Um die enormen Mengen an einmalig benutzten Coffee-to-go-Bechern zu reduzieren, die nicht selten auf Wegen und Wiesen landen, will die Stadt jetzt ein Mehrwegbecher-Pfandsystem einführen. Allein in Frankfurt sollen jährlich rund 25 Millionen Becher anfallen. Die Stadt will auf die Erfahrungen der gemeinnützigen Initiative „Cup2gether“ zurückgreifen, die vor gut einem Jahr an der Berger Straße eine Mehrwegbecher-Aktion mit Pfandsystem ins Leben gerufen hat.

          Mechthild Harting

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Mittlerweile beteiligen sich daran laut Marlene Haas von „Cup2gether“ rund 40 Cafés in Bornheim und im Nordend. Fast 1000 Bürger haben sich registrieren lassen: Sie nehmen Getränke nicht mehr in Papp- oder Plastikbechern entgegen, sondern in einem Gefäß, das ausgeliehen, zurückgenommen, gewaschen und wiederverwendet werden kann.

          „Haben ein gutes Stück geschafft“

          Mit der stadtweiten Einführung des Mehrwegbecher-Systems hat Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Die Grünen) nun die Entsorgungs- und Service-GmbH (FES) beauftragt. Sie soll das Konzept aus Bornheim so weiterentwickeln, dass es in größerem Maßstab funktioniert – mit Zustimmung der Initiative, die formal ihr Pfandsystem an die FES übergeben hat.

          „Wir wollten in Frankfurt nachhaltig etwas bewegen und verbessern und haben jetzt ein gutes Stück geschafft“, sagt Claudia Schäfer. Sie ist Inhaberin der Kommunikationsagentur „Von Wegen“, die gemeinsam mit der gemeinnützigen GmbH „Lust auf besser leben“ hinter der Initiative „Cup2gether“ steht. Beide Unternehmen werden die FES beraten und ihre Erfahrungen einbringen. Auch künftig, so hat man verabredet, soll das ehrenamtliche Engagement eine wichtige Rolle spielen.

          Die FES betritt mit einer solchen Art der Wiederverwertung Neuland. Das mehrheitlich städtische Unternehmen sei jedoch überzeugt, dass es gelingen werde, „den Mehrwegbecher für die Stadt zu einer Erfolgsgeschichte zu machen“, teilte FES-Geschäftsführer Benjamin Scheffler mit. Schließlich habe das Unternehmen „große Expertise“, wenn es darum gehe, Bürger über die Müllvermeidung zu informieren, und es kenne sich mit Logistikprozessen aus.

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