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Fernbusse : Neue Linien entfachen Diskussion über Busbahnhöfe

  • Aktualisiert am

Neue Fernbuslinien sorgen für mehr Andrang auf Busbahnhöfen - besonders in Frankfurt ist es bisweilen sehr eng Bild: dpa

Fernbusse machen zunehmend der Bahn Konkurrenz. In Hessen besonders von Frankfurt aus, aber auch ab Kassel und Darmstadt. Allerdings gibt es bei den Haltepunkten für die Busse noch Nachholbedarf.

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          Die wachsende Zahl neuer innerdeutscher Fernbuslinien hat eine Diskussion über Busbahnhöfe entfacht. In Frankfurt wird der Ruf nach einem attraktiven Busbahnhof lauter. Kassel hat ein Problem mit der Lage seines ICE-Bahnhofs. „Eine ähnliche Debatte haben aber viele Städte“, sagte der Geschäftsführer der Flixbus GmbH, André Schwämmlein. Sein Unternehmen, das rund 25 Städte verbindet, steuert in Kassel einen Parkplatz am Autobahnring im Süden an, der Bahnhof liegt dagegen im Norden der Stadt.

          Der Stadt Darmstadt sind keine Klagen oder Probleme bekannt. Die Fernbusse kämen sich nicht mit den städtischen Bussen ins Gehege, weil sie an verschiedenen Seiten des Bahnhofs abfahren.

          Mehrere neue Fernbuslinien

          Während München und Hamburg eine ideale Situation für Fernbusse hätten mit zentraler Lage, Infrastruktur und Anbindung an Geschäfte, sei das in Hessen und anderen Regionen nicht immer der Fall, sagte Schwämmlein. „Richtig glücklich sind wir deshalb nicht, aber wir mussten uns entscheiden zwischen ICE-Anbindung und nahe gelegener Autobahn.“

          In Frankfurt gilt das Gelände an der Südseite des Hauptbahnhofs bei Busveranstaltern als Nadelöhr. Deshalb wird in der Stadt darüber nachgedacht, wie und wo mittel- bis langfristig ein besser geeigneter Busbahnhof entstehen könnte.

          In dieser Woche starten mehrere Fernbuslinien ihre Fahrten zwischen deutschen Großstädten, darunter auch ab Frankfurt. Ende Februar folgt auch eine neue Verbindung von Kassel aus.

          Länger unterwegs als mit der Bahn

          Von Donnerstag an können Reisende mit dem Bus von Frankfurt über Leipzig nach Berlin fahren, wie das Unternehmen Meinfernbus ankündigte. Der Preis ist günstiger als mit der Bahn, die Fahrzeit mit 7,5 Stunden laut Plan aber deutlich länger. Über Darmstadt nach Zürich fährt Meinfernbus bereits.

          Unter den ersten Verbindungen, mit denen Flixbus an diesem Mittwoch nach eigenen Angaben startet sind die Strecken Frankfurt-Würzburg-Nürnberg in 3,5 Stunden sowie Köln-Hahn-Frankfurt in 2,5 Stunden. Vom 28. Februar an fährt Flixbus auch von Kassel in sieben Stunden nach Dresden sowie von Kassel nach Köln.

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