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Gesundheitsschutz : „Feinstaub-Wirkung von Umweltzonen kaum messbar“

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Mainz hat seit gut einem Jahr eine Umweltzone ausgewiesen Bild: dpa

Umweltzonen sollen Städte von Feinstaub entlasten. Ob sie das aber schaffen, ist kaum messbar, wie es beim Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie. Gleichwohl hält das Amt Umweltzonen für sinnvoll.

          Dass Umweltzonen die Feinstaubwerte in den Städten senken, ist nach Angaben des Hessischen Landesamts für Umwelt und Geologie (HLUG) messtechnisch kaum nachzuweisen. Es gebe zu große Schwankungen, sagte HLUG-Experte Stefan Jacobi am Dienstag.

          Dennoch seien die Umweltzonen sinnvoll: „Die Idee ist die richtige.“ Denn Ziel müsse sein, die Luftbelastung zu senken. Umweltzonen müssten so groß wie möglich sein und konsequent überwacht werden. In Hessen haben Frankfurt und Wiesbaden eine Umweltzone.

          Kassel schon über Niveau von 2013

          Feinstaub kann in die Lunge gelangen und Entzündungen, Asthma oder Krebs auslösen. Die feinen Staubpartikel stammen vor allem aus Verkehrsabgasen, Heizungen und Industrieanlagen.

          Eine durchschnittliche Tagesbelastung von über 50 Mikrogramm Feinstaub je Kubikmeter Luft darf es nur an 35 Tagen im Jahr geben. In Kassel registrierte das Landesamt bis zum Sonntag bereits 20 Tage mit einer Überschreitung dieses Werts, im ganzen vergangenen Jahr waren es dort 19.

          Schadstoffe in Bodennähe

          In den ersten beiden Märzwochen habe es viele Tage mit wenig Luftaustausch gegeben, so Jacobi. Bei solchen Wetterlagen sammeln sich die Schadstoffe in Bodennähe, weil kein Wind sie wegbläst.

          Laut Jacobi ist noch nicht ausgemacht, dass in diesem Jahr die 35 Tage-Grenze in Hessen überschritten wird. Im vergangenen Jahr habe die Hauptbelastung in den ersten Monaten gelegen, im Sommer gebe es generell weniger Überschreitungen, und der milde Herbst habe ebenfalls relativ wenige Tage mit Überschreitungen gebracht.

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