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„Fehlt an Realitätssinn“ : Linke wehrt sich gegen rot-grüne Vorwürfe

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Jeder hat seine Realität: Der hessische Linken-Vorsitzende Ulrich Wilken und die Spitzenkandidatin der Partei Janine Wissler. Bild: dpa

Bei der Suche nach einer neuen Regierung in Hessen vermissen SPD und Grüne bei der Linken Realitätssinn. Deren Landeschef Ulrich Wilken gab den Vorwurf nun an die SPD zurück.

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          Bei der Suche nach einer neuen Regierung in Hessen vermissen SPD und Grüne bei der Linken Realitätssinn. Deren Landeschef Ulrich Wilken gab den Vorwurf am Donnerstag an die SPD zurück. Bisher habe die Partei keine Vorschläge gemacht, wie sie ihre eigenen Wahlversprechen umsetzen wolle. „Das ist genauso teuer“, sagte Wilken der Nachrichtenagentur dpa in Wiesbaden mit Blick auf die von seiner Partei geforderten Reformen.

          Die Linke kommt mit SPD und Grünen am 25. Oktober zu einem erneuten Sondierungstreffen zusammen. SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel hatte am Mittwoch die finanzielle Lage des Landes zur Messlatte für alle möglichen Bündnisse gemacht. Jetzt sei ein Kassensturz notwendig.

          Rot-rot-grün habe noch immer eine Chance

          Die ab 2020 in Hessen geltende Schuldenbremse dürfe nicht auf Kosten von Sozialabbau und Bildung gehen, betonte Wilken. Über die Jahre bis 2020 müsse realistisch geredet werden. „Unser Weg, die Schuldenbremse einzuhalten, ist für Mehreinnahmen in der öffentlichen Hand zu sorgen“, sagte Wilken. Da sei die SPD auch in der immer wahrscheinlicher werdenden großen Koalition im Bund gefordert.

          Für eine rot-rot-grüne Einigung in Hessen gebe es immer noch eine Chance, meinte Wilken. Allerdings sehe er bei SPD und Grünen bereits „Absetzbewegungen“, um im Falle des Scheitern der Sondierungen der Linken den Schwarzen Peter zuzuschieben.

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