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Neuer Erscheinungstag : Sonntagszeitung für Deutschland

In ganz Deutschland schon samstags am Kiosk: Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung Bild: Kolb, Marie-Luise

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung erscheint nun am Samstag. Somit ist das Blatt zum ersten Mal als Wochenzeitung in ganz Deutschland erhältlich.

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          Inzwischen erscheint die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung auch in unserer Heimat, dem Rhein-Main-Gebiet, schon am Samstag. Am Kiosk ist sie am Samstag in der Früh erhältlich; zum Download steht sie von Freitagabend an im Netz bereit. Die Sonntagszeitung wird damit zu einer echten Wochenzeitung. Denn das Vorziehen der Erscheinungsweise führt dazu, dass das journalistische Konzept jetzt nicht mehr Aktualität und Analyse gleichermaßen abbilden muss, sondern sich konsequent von dem einer Tageszeitung abheben kann. Das ist sowohl für die Sonntagszeitung eine Chance als auch für die weiterhin von Montag bis Samstag erscheinende Frankfurter Allgemeine Zeitung. Die jeweiligen Konzepte sind klarer voneinander getrennt. Die Vorteile von Wochenzeitung einerseits und Tageszeitung andererseits kommen deutlicher zur Geltung.

          Carsten Knop
          Herausgeber.

          Der reine Wochenzeitungscharakter der Sonntagszeitung führt auch dazu, dass sie demnächst selbstverständlich die ganze Woche über am Kiosk erhältlich ist. Dazu gehört in der Konsequenz, dass auch die Abonnenten in der Rhein-Main-Region vom kommenden Frühjahr an die Sonntagszeitung am Samstag im Briefkasten finden werden, im Zweifel gemeinsam mit der Samstagsausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. In anderen Regionen Deutschlands ist das schon heute der Fall. Und auch das kommt in den allermeisten Fällen sehr gut an. So steht über das Wochenende mehr Zeit zum Lesen zur Verfügung – für beide Titel.

          Die Lesegewohnheiten verändern sich

          Dennoch: Die Entscheidung, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung schon am Samstag zu liefern, haben wir uns nicht leicht gemacht. Denn natürlich ist eine Änderung von Lesegewohnheiten nichts, was ein Verlag und eine Zeitungsredaktion auf die leichte Schulter nehmen. Mehrmonatige Tests in ausgewählten Gebieten, die sorgfältige Auswertung der Reaktionen unserer Abonnentinnen und Abonnenten sowie der Händler darauf haben aber gezeigt, dass die Sonntagszeitung sich einer insgesamt hohen Wertschätzung erfreut und der vorgezogene Erscheinungs- und Liefertermin eine höhere Akzeptanz erfährt, als wir dies zunächst selbst vermutet hatten.

          Für die Umstellung gibt es zudem einen ganzen Strauß von Gründen. Ein wichtiger ist in der Tat, dass sich die Lesegewohnheiten der Menschen verändern und der Faktor Zeit eine immer größere Rolle spielt. 95 Prozent der in unseren Tests Befragten schätzen es, die Sonntagszeitung über das gesamte Wochenende lesen zu können. Aber es geht uns nicht nur um die Leser, die sich mehr Zeit für die F.A.S. wünschen, sondern auch um jene, die die Sonntagszeitung im Abonnement lesen möchten, dies bisher aber nicht konnten. Denn vor allem auf dem Land hat sich die Zustellsituation am Sonntag in den vergangenen Jahren erheblich verschlechtert.

          Qualitätsjournalismus muss Unabhängigkeit bewahren

          In vielen Gebieten ist am Sonntag keine Auslieferung mehr möglich, da Zustellpartner fehlen, die die Zeitung in die Briefkästen oder an Tankstellen und Bäckereien bringen. Und wenn, übersteigt der Preis für die Auslieferung nicht selten den Verkaufspreis der Zeitung. Nach der Umstellung auf den Erscheinungstag Samstag wird die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung zum ersten Mal seit ihrer Gründung in ganz Deutschland im Abonnement erhältlich und in vielen zusätzlichen Verkaufsstellen wie Supermärkten und Kiosken vertreten sein. Zuvor war dies nur in zwei Dritteln Deutschlands möglich. Nun ist die Sonntagszeitung eine echte Wochenzeitung für Deutschland geworden.

          Damit sind natürlich auch wirtschaftliche Gründe eng verbunden. Denn auf lange Sicht Zeitungen herauszugeben funktioniert nur dann, wenn sich dies auch wirtschaftlich trägt. Qualitätsjournalismus muss seine Unabhängigkeit bewahren – und das hat seinen Preis. Zugleich hört unsere Redaktion nicht früher auf zu arbeiten, nur weil die Sonntagszeitung nun schon etwas früher gedruckt wird.

          Tatsächlich arbeitet die Redaktion der F.A.Z und damit auch der Sonntagszeitung im digitalen Zeitalter rund um die Uhr, um die aktuellen Meldungen so schnell wie möglich im digitalen Angebot von FAZ.NET und den daraus abgeleiteten Apps anbieten zu können. Und über in der Sonntagszeitung abgedruckte QR-Codes, die im Zuge der Corona-Pandemie zu alltäglichen Wegbereitern geworden sind, können unsere Leser direkt und bequem via Smartphone oder Tablet die aktuellsten Berichte und Meldungen verfolgen. Verzichten muss man also auf nichts. Entdecken aber kann man vieles neu: die Sonntagszeitung selbst, die Berichterstattung im Netz, eine neue Zeiteinteilung am Wochenende, an dem wir für Sie jederzeit am Ball bleiben, versprochen.

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