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FAZ.NET-Hauptwache : Vorgarten, Hinterzimmer, Mittelfeld

Für Bienchen nichts zu holen: Steingarten Bild: ddp Images

Wieso steinreiche Vorgärten für Bienen und andere Insekten ein Tal des Todes sind, weshalb ein Gold-Ankäufer des Edelmetall vor den Augen des Kunden testen sollte und was dem Kultusministerium zu aufwendig ist, steht in der FAZ.NET-Hauptwache.

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          Guten Morgen!

          Ohne Moos nix los, und nur mit Kies ist fies. Nein, es geht nicht um Ihren Geldbeutel, sondern um Vorgärten. Die sehen immer häufiger aus wie ein Japan-Mini-Wunderland. Schon klar, Schotter muss man nicht schneiden und Mulch nicht mähen, aber für Insekten und Vögel sind solche Gärten wie das Tal des Todes. Stellen Sie sich vor, Sie gehen hungrig ins Wirtshaus, und das Einzige, was Sie bekommen, ist eine blanke Resopalplatte. So geht es Bienen auf der Suche nach Nahrung in unseren Reihenhaussiedlungen. Doch jetzt frühstücken Sie erst einmal und lesen dabei Mechthild Hartings Bericht und ihren Kommentar in der Rhein-Main-Zeitung.

          Weil nicht alles Gold ist, was glänzt, hat schon manche Elster auf Blech gebissen. Das erleben auch Erben, die das vermeintlich wertvolle Collier der verstorbenen Großmutter zu Geld machen wollen und erfahren: alles nur Kupferschmuck. Der unvergleichliche Ulrich Roski besang solche Ent- und Selbsttäuschungen in seinem unvergessenen Lied „Hoch schlug die Gischt“ so: „Die Perlen war‘n aus Glas, die Schlangenhaut war Skai.“ Tabea Stock hat sich bei Edelmetallhändlern in der Region umgehört und einen guten Rat mitgebracht: „Wenn ein Händler in ein Hinterzimmer verschwindet, ist das sehr unseriös.“ Alles Weitere heute auf der Rhein-Main-Verbraucherseite.   

          Sie wolle „von der Zukunft Europas träumen“, sagte eine Debattenrednerin bei den Frankfurter Römerberggesprächen. Eine andere forderte eine „emotionalisierte Leidenschaft“. Genau das ist eines der Probleme Europas: Während die Skeptiker mit ätzender Schärfe Missstände benennen (können), lassen die Befürworter Luftballons steigen und flüchten sich in Träumereien. Haben sie denn keine Argumente? Claudia Schülke berichtet über die Diskussionsveranstaltung, bei der es so leer war wie lange nicht. 

          Und außerdem droht Eintracht Frankfurt nach dem 0:2 gegen Mainz ins Mittelfeld der Tabelle zu fallen, wenn auch das Spiel in München noch verlorengeht +++ hielte es das Kultusministerium für zu aufwendig, 800.000 Akten von Schülern auf deren Teilnahme an „Fridays for Future“ zu prüfen +++ waren in der Frankfurter „Nacht der Museen“ 35.000 Kunstinteressierte auf den Beinen, siehe dazu unsere Bilderseite heute in der Rhein-Main-Zeitung.

          Einen angenehmen Wochenbeginn wünscht Ihnen

          Ihr Werner D'Inka

          Wetter

          Zunächst sonnig, später ziehen einige Wolken auf, begleitet von einem böig auffrischenden Nordwind. Höchstwerte bis 15 Grad. Nachts klar und trocken bei 3 Grad.

          Verkehr

          Die Baustelle auf der Bundesstraße 3a, die zwischen Bad Vilbel-Massenheim und dem Preungesheimer Dreieck jeden Morgen kilometerlange Staus hervorruft, besteht noch bis Mittwoch.

          Wegen Kanalbauarbeiten für die IGS Kalbach-Riedberg ist die Graf-von-Stauffenberg-Allee von heute Montag, bis Ende Mai gesperrt. Umleitungen sind beschildert, Fußgänger und Radfahrer können die Baustelle passieren.
          Weil die Fahrbahn der Straße Alte Fahrt im Frankfurter Stadtteil Nieder-Erlenbach ziemlich alt ist, muss eine neue her. Deshalb wird die Straße von heute an in Etappen von 50 bis 70 Metern nach und nach gesperrt. Fußgänger erreichen aber jederzeit die Häuser, Geschäfte und Grundstücke. Die Bauarbeiten dauern bis Ende November.

          Geburtstag haben heute Harald Müller, Politikwissenschaftler, ehemaliges geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung, Frankfurt, Träger der Wilhelm-Leuschner-Medaille (70); Andreas Hedwig, Präsident des Hessischen Landesarchivs, Marburg (60); Uwe Trautmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Helaba Invest Kapitalanlagegesellschaft mbH, Frankfurt (60); Melody Harris-Jensbach, Geschäftsführerin der Bekleidungsmarke Jack Wolfskin, Idstein (58); Michael Madeja, Neurowissenschaftler, Ko-Vorstand der Else Kröner-Fresenius-Stiftung, Bad Homburg (57); Matthias Leder, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Gießen-Friedberg (56); Dirk Widuch, Geschäftsführer des Unternehmerverbands Südhessen, Darmstadt (53); Holger Reuter, Geschäftsführer der Spielbank sowie der Kur- und Kongreß GmbH Bad Homburg (49); Achim Neyer, Geschäftsführer des Gesundheits- und Pflegezentrums Rüsselsheim (46); Christopher Fiori, scheidender Geschäftsführer beim OFC Kickers Offenbach (39).

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