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FAZ.NET-Hauptwache : Unkonzentriert, quotiert, wachstumsfeindlich

Angst vor Veränderung durch Zuzug: Doch den „Ist-Zustand“ beizubehalten ist eine Sache der Unmöglichkeit – vor allem in großen Städten wie Frankfurt. Bild: Jana Mai

Immer mehr Fahrschüler fallen bei der Prüfung durch und Hessen ist kein Befürworter der Frauenquote auf Landeslisten. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der FAZ.NET-Hauptwache.

          Guten Morgen!

          Matthias Alexander

          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Die Durchfallquoten bei den theoretischen und praktischen Fahrprüfungen sind in den vergangenen Jahren in Hessen deutlich gestiegen. Und das ist gut so, denn viele Fahrschüler sind nach den Beobachtungen von Fahrlehrer Spyro Giannakapoulos im Kopf oft abwesend und könnten sich auf das Fahren nicht richtig konzentrieren. Nachsichtige Zeitgenossen halten den Prüflingen zugute, dass sie heute mehr Stress haben in der Schule und dass der Verkehr dichter und unübersichtlicher geworden sei. Kulturpessimisten werden sagen, das hat mit der allgemeinen Zerstreutheit aufgrund der Smartphone-Seuche zu tun. Wie auch immer, als Verkehrsteilnehmer, die mit einem Auto bewaffnet sind, möchte man diesen Fahrernachwuchs jedenfalls nicht um sich haben.

          Der Brandenburger Landtag hat bekanntlich beschlossen, dass die Parteien ihre Landeslisten zur Hälfte mit Frauen besetzen müssen. In Hessen zeichnet sich noch keine Mehrheit für eine entsprechende Initiative ab. Aber auch hierzulande wird die Debatte wohl anhalten, erst recht, falls das Brandenburger Verfassungsgericht den Beschluss bestätigen sollte. Anna-Lena Niemann hat mit zwei hessischen Wissenschaftlerinnen gesprochen, die sich für die Parität einsetzen. Eine von ihnen sagt, wenn in dieser Hinsicht im Jubiläumsjahr des Frauenwahlrechts nichts passiere, dann werde es auch in den nächsten hundert Jahren nichts. Schön wär’s.

          Es gibt Leute, die würden auch gern den Zuzug ins Rhein-Main-Gebiet quotieren. Sie wollen, dass alles so bleibt, wie es ist. Für sie sind die Grenzen des Wachstums erreicht. Mechthild Harting hat mit Bürgern und Politikern gesprochen, die die Dinge so sehen. Die Frankfurter unter ihnen schlagen vor, dass die dringend benötigten Wohnungen im Umland entstehen. Und im Umland sagen sie, dass es bei ihnen doch auch schon voll sei. Im Kommentar werden die Argumente gewogen.

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          So beginnt der Tag in Frankfurt und Rhein-Main: das Wichtigste in Kürze, mit Hinweisen auf mobile Blitzer, Straßensperrungen, Gaststätten.

          Und außerdem mahnt der hessische FDP-Vorsitzende Stefan Ruppert den hessischen Innenminister Peter Beuth zur Mäßigung im Streit mit der Eintracht aufgerufen, hat der Motorradclub „Black Devils“ sein Clubheim in Taunusstein eröffnet, ist die Zahl der Brauereien in Hessen um sechs auf 88 Prozent gestiegen, der Absatz von Bier aber nur um 0,6 Prozent.

          Einen angenehmen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Matthias Alexander

          Wetter

          Heute startet der Tag kühl, aber sonnig. Später kann es von Nordosten ein paar Schleierwolken geben. Die Höchstwerte liegen um 15 Grad. Nachts bleibt es gering bewölkt, um 3 Grad.

          Verkehr

          Frankfurt: Die Kreuzung Berger Straße und Eichwaldstraße im Stadtteil Bornheim wird saniert. Die Arbeiten beginnen heute und sollen bis Anfang März abgeschlossen sein. Die Kreuzung wird bis zum 1. März voll gesperrt. Auf der Berger Straße und der Eichwaldstraße werden die Einbahnstraßen aufgehoben. Die Zufahrt zur Tiefgarage des Saalbaus Bornheim bleibt über die Arnsburger Straße gewährleistet. Fußgänger und Radfahrer können die Baustelle passieren.

          Frankfurt: Wegen Beseitigung eines Unfallschwerpunkts in Sachsenhausen wird die Schweizer Straße zwischen Gartenstraße und Schweizer Platz von heute bis Mittwoch in Fahrtrichtung Südbahnhof voll gesperrt. Der Verkehr wird ab Otto-Hahn-Platz über Holbeinstraße, Oppenheimer Landstraße und Mörfelder Landstraße sowie ab der Untermainbrücke über Schaumainkai, Sachsenhäuser Ufer, Deutschherrnufer, Frankensteiner Platz, Dreieichstraße und Textorstraße in Richtung Südbahnhof umgeleitet. Wegen der Arbeiten können die Straßenbahnen der Linien 15, 16 und 19 bis Donnerstag gegen 3 Uhr in Richtung Südbahnhof nicht den gewohnten Weg durch die Gartenstraße und die Schweizer Straße nehmen. Sie werden über Stresemannallee und Mörfelder Landstraße umgeleitet. Die Haltestellen „Otto-Hahn-Platz“, Schweizer-/Gartenstraße und Schwanthaler Straße können nicht bedient werden. Vom Südbahnhof Richtung Niederrad (Linie 15), Ginnheim (Linie 16) und Schwanheim (Linie 19) fahren die Bahnen hingegen planmäßig. Fahrgäste mit dem Ziel Schweizer Straße können die U-Bahnlinien U1, U2, U3 und U8 oder die Straßenbahnlinien ab Südbahnhof nutzen.

          Geburtstag haben heute

          Klaus Ring, ehemaliger Präsident der Goethe-Universität Frankfurt, Ehrenmitglied der Polytechnischen Gesellschaft, Träger der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt (85); Wanda Pratschke, Frankfurter Bildhauerin (80); Michel Friedman, Publizist und Moderator, Geschäftsführender Direktor des Center for Applied European Studies, Frankfurt (63); Manfred Krupp, Intendant des Hessischen Rundfunks (63); Annette Reschke, Vorsitzende der Frankfurter Autorenstiftung (55); Rolf Richter (CDU), Bürgermeister der Stadt Bensheim (53); Thorsten Muntermann, Geschäftsführer des Design- und Haushaltswarenherstellers Koziol, Erbach, Vizepräsident der IHK Darmstadt (49); Christian Mühlhäuser, Geschäftsführender Vorsitzender der Industrievereinigung Odenwaldkreis, Bad König (45).

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