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FAZ.NET-Hauptwache : Streit über Stickoxid, Uneinigkeit über Logistikzentrum, Diskussion über Abschiebungen

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Wie schädlich sind Stickoxide? Darüber streiten Lunegnärzte in Deutschland. (Symbolbild) Bild: dpa

Lungenärzte wehren sich gegen einen politischen Missbrauch von Gesundheitsstudien und Rewe darf nun doch ein Logistikzentrum bauen. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main steht in der FAZ.NET-Hauptwache.

          Guten Morgen!

          Es gibt auch noch Tage voller Helligkeit und Durchblick. Am Mittwoch war so einer. Die Industrie- und Handelskammer Frankfurt stellte eine Studie vor, wonach ein Drittel der Besucher der Innenstadt mit dem Auto anreist. Bei einer Umfrage vor fünf Jahren war es nur ein Viertel gewesen. Das Auto steht mithin nicht kurz vor dem Aussterben, wie manche hoffen, es trägt nach wie vor entscheidend dazu bei, dass Stadtzentren nicht sterben, und seine Bedeutung wächst sogar. Ist es dann klug, in der Frankfurter Innenstadt Tempo 30 einzuführen und Parkgebühren zu erhöhen oder betreibt man auf diese Weise nur das Geschäft von Amazon? Diese Frage darf man auch deshalb stellen, weil zunehmend Zweifel am EU-Grenzwert für Stickoxid laut werden, der Maßstab für die nach wie vor drohenden Fahrverbote ist. Interessant, dass sich nun 100 Lungenfachärzte gegen einen politischen Missbrauch von Gesundheitsstudien wehren, darunter auch solche aus der Region. Die Rhein-Main-Zeitung berichtet heute über beide Themen ausführlich, und weil sie ausgewogen ist, auch über die, die sich wiederum gegen diese 100 Ärzte stellen.

          Besonders wenig umweltbelastend ist der Autoverkehr natürlich dann, wenn er ruhig dahinfließt. Auf der Autobahn 66 in Höhe Wiesbaden kann davon keine Rede sein, seit die Salzbachtalbrücke wegen einer Panne bei Bauarbeiten nur noch eingeschränkt befahrbar ist. Immerhin kennt nun jeder den Salzbach, einen 15,1 Kilometer langen Zufluss des Rheins, der unter dem Namen Rambach im Wiesbadener Stadtwald entspringt. Sie als kluger Leser wussten das natürlich und auch, dass der Salzbach das Zentrum der Landeshauptstadt entwässert, alle anderen haben etwas gelernt. So hat auch der Engpass auf der A 66 sein Gutes, sonst ist er nur ärgerlich, der Verkehr in Wiesbaden schien gestern zeitweise zusammenzubrechen. In der Rhein-Main-Zeitung lässt sich dazu ein kundiger Fahrbericht unseres Korrespondenten Oliver Bock lesen.

          Eine der Vorzeigebranchen der Region ist die Logistik, das Rhein-Main-Gebiet liegt halt im Herzen Deutschlands und hat Anbindung zu Wasser, zu Lande und in der Luft. Die Makler von BNP Paribas melden, der Umsatz in dieser Branche sei auf Rekordniveau. Dazu passt die Nachricht, dass Rewe nun wohl ein Logistikzentrum in Wölfersheim bauen kann. Gegen das Vorhaben des Handelsriesen, der im Rhein-Main-Gebiet einen großen Marktanteil hat und folglich beachtliche Teil der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln versorgt, hatte der Bund für Umwelt und Naturschutz geklagt. Das Gießener Verwaltungsgericht wies die Klage nun zurück.

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          So beginnt der Tag in Frankfurt und Rhein-Main: das Wichtigste in Kürze, mit Hinweisen auf mobile Blitzer, Straßensperrungen, Gaststätten.

          Und außerdem ist im Mordfall Susanna nun Anklage gegen den mutmaßlichen Täter erhoben worden, ihm wird vorgeworfen, die junge Frau am 23. Mai vergangenen Jahres vergewaltigt und ermordet zu haben +++ teilt die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) nicht die Ansicht des Bundesinnenministers, dass Abschiebekandidaten in Haftanstalten untergebracht werden sollen +++ berichtet das Kulturressort der Rhein-Main-Zeitung heute über den Alltag in der Paul-Hindemith-Orchesterakademie, in der junge Musiker auf den Alltag unter Berufsmusikern vorbereitet werden.

          Einen angenehmen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Manfred Köhler

          Heute in „Leben in Rhein-Main“

          Das Festival „Frankfurter Positionen“ gibt Künstlern den Auftrag, neue Werke zu aktuellen Fragen zu schaffen. Aber was ist denn nun zu sehen? Das ist heute in „Leben in Rhein-Main“ nachzulesen und auch, was sich sonst noch alles in den nächsten sieben Tagen in der Region unternehmen lässt.

          Wetter

          Heute ist es meist wolkig mit einigen sonnigen Momenten. Dazu bleibt es bei Dauerfrost mit Temperaturen um minus zwei Grad. In der Nacht klart es auf, wodurch sich die Luft auf minus fünf Grad abkühlt.

          Geburtstag haben heute

          Bob Degen, in Frankfurt lebender Jazz-Pianist (75); Roland Hotz, Gründer und Leiter des Kikeriki-Theaters, Darmstadt (67); Johan Andersson, Deutschland-Chef der schwedischen Bank SEB, Frankfurt (62); Hubertus Väth, Geschäftsführer der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance (59); Alissa Walser, in Frankfurt lebende Schriftstellerin (58); Veit Salzmann, Geschäftsführer der Hessischen Landesbahn, Frankfurt (54); Birgit Büttner, Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Rentenversicherung Hessen, Frankfurt (51); Gero Furchheim, Vorstand des Möbelversenders Cairo AG, Groß-Umstadt (48).

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