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FAZ.NET-Hauptwache : Schief gegangen, Schuld zugewiesen, Rücksichtsvoll kommentiert

Loch, Krater, Kloschüssel: Der unbeliebte Treppenabgang neben der Hauptwache. Bild: Ly, Martin

Die Neugestaltung der Frankfurter Hauptwache verzögert sich und Züge der Deutschen Bahn und des RMV sollen pünktlicher werden. Das und was sonst noch wichtig ist in der Region, steht in unserem Newsletter FAZ.NET-Hauptwache.

          Guten Morgen!

          Matthias Alexander

          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Was schief gehen kann, geht irgendwann auch schief, heißt es. In der Donnerstagsausgabe hat es auch die Rhein-Main-Zeitung erwischt. Im Team des Zulieferers, der für den Veranstaltungskalender in unserem schönen „Leben in Rhein-Main“ verantwortlich ist, hat jemand die falschen Tasten bedient. Dadurch sind in den Rubriken Ausstellungen, Klassik, Pop, Familie, Literatur, U99 und Ü18 veraltete Hinweise erschienen. Mit anderen Worten: Wer im Vertrauen auf die Korrektheit unserer Angaben zu einem Konzert aufbrach, stand entweder vor verschlossenen Türen oder sah sich mit einem unerwarteten Künstler konfrontiert. Nur die Angaben für Bühnen und Kino waren korrekt. Wir bitten herzlich um Nachsicht und Entschuldigung. Korrekte Angaben finden Sie in unserem täglichen Veranstaltungskalender. Und wir versprechen, dass wir mit dem nächsten Fehler eines Dritten, der uns unterkommt und den wir normalerweise in einem Kommentar kritisieren würden, nachsichtig umgehen.

          Den Frankfurter Magistrat nehmen von dieser Rücksichtnahme allerdings aus. Dafür sind die Fehlleistungen der Stadtregierung einfach zu zahlreich. Um einen Fall ging es am Mittwoch Abend in einer Podiumsdiskussion des Urban Future Forums. Sie drehte sich um die Frage, warum sich die B-Ebene der Hauptwache immer noch in einem derart erbärmlichen Zustand präsentiert. Im Jahr 2000 – ja, genau, vor sage und schreibe 19 Jahren – war ein Wettbewerb zur Verschönerung des berüchtigten „Lochs“ in der Stadtmitte ausgelobt worden. Geschehen ist seither nichts. Rainer Schulze berichtet von der Debatte, die typisch Frankfurterisch ausfiel: Nach gegenseitigen Schuldzuweisungen kam wenig Hoffnung auf, dass sich in den nächsten 19 Jahren irgendetwas zum Besseren wenden könnte.

          Vielleicht sollten wir stattdessen mit dem RMV und der Deutschen Bahn nachsichtig sein? Die beiden haben ein sogenanntes Intensivprogramm vorgestellt, damit S-Bahnen und Regionalzüge wieder pünktlicher unterwegs sind. Dafür sollen mehr Personal und mehr Züge eingesetzt werden, und auch die Fahrgastinformation soll verbessert werden. Unser Verkehrsredakteur Hans Riebsamen berichtet. Nun hat er in seinen vielen Berufsjahren schon oft derartige Versprechungen gehört. In seinem Kommentar lässt er gleichwohl Hoffnung vor Skepsis walten. Womit, wenn wir es recht bedenken, die Rhein-Main-Zeitung ihr Quantum an rücksichtsvoller Kommentierung schon in der heutigen Ausgabe erfüllt hat.

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          So beginnt der Tag in Frankfurt und Rhein-Main: das Wichtigste in Kürze, mit Hinweisen auf mobile Blitzer, Straßensperrungen, Gaststätten.

          Und außerdem: soll die Fliegerbombe, die in der Nähe der Alten Brücke in Frankfurt entdeckt worden ist, am Sonntag entschärft werden, rechnet die Straßenverwaltung weniger für heute Abend denn für morgen mit einem hohen Verkehrsaufkommen aufgrund der Osterferien, haben sich der scheidende Frankfurter IHK-Präsident Mathias Müller und der Wiesbadener CDU-Politiker Bernhard Lorenz nach den Ermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft nicht der Bestechung und Untreue schuldig gemacht.

          Einen angenehmen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Matthias Alexander

          Der Tipp zum Wochenende

          Natürlich gibt es auch Köttbullar, das schwedische Nationalgericht, das die meisten Deutschen aus dem Möbelhaus kennen. Dass die Küche der Nordländer aber noch viel mehr zu bieten hat als Hackbällchen in Rahmsoße mit Kartoffelpüree und Preiselbeeren, will Lasse Johansson in Frankfurt-Sachsenhausen mit seinem Restaurant „Svea“ beweisen. Dass er sich damit einen langgehegten Traum erfüllt hat, ist schon der bemerkenswert stilsicheren, skandinavisch inspirierten Einrichtung anzusehen – ein schöner Rahmen für die schwedische „husmanskost“.

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