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FAZ.NET-Hauptwache : Mondfahrt, Salat, Glyphosat

Warum wird in Deutschland heftig über Glyphosat gestritten, während es in anderen Ländern das Mittel der Wahl ist? Bild: dpa

Wie war die Nacht vor 50 Jahren, als die ersten Menschen den Mond betraten und was spricht eigentlich für das Pflanzenschutzmittel Glyphosat? Was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, lesen Sie in der FAZ.NET-Hauptwache.

          Guten Morgen!

          „Ein kleiner Schluck für Menschheit…“ Nein, wir wollen Neil Armstrong nichts in den Mund legen, denn wir wissen nicht, was der erste Mensch auf dem Mond sagte, als er bei einem Besuch im Jahr 1970 in Frankfurt einen Bembel geschenkt bekam. Deswegen wollen wir auch nicht behaupten, dass seine ersten Worte nach der Rückkehr nach Amerika lauteten: „The Bembel Has Landed.“ Wort für Wort wahr ist aber, was Manfred Köhler heute in der Rhein-Main-Zeitung über die Nacht vor 50 Jahren schreibt, in der niemand schlief.

          Wir dürfen freilich annehmen, dass Armstrong sich freute, wenn er noch erlebte, dass jetzt wieder ernsthaft über Flüge zum Mond geredet wird und dass sich sein Neu-Isenburger Astronautenkollege Thomas Reiter vorstellen kann, auf unserem Trabanten Salat anzupflanzen. Reiter, der Esa-Astronaut Matthias Maurer sowie Wissenschaftler von Rang erklärten F.A.Z-Lesern im Raumfahrtkontrollzentrum in Darmstadt, was wir nur deswegen wissen, zum Beispiel über die Entstehung der Welt, weil die Menschheit das grenzenlose All erkundet. Unser Darmstadt-Korrespondent Rainer Hein berichtet.

          Ein bisschen düngen müsste man den Lollo lunare wahrscheinlich schon. Und gegen Unkraut? Glyphosat? Warum nicht, sagt Stefan Wagner. Der Bauer aus Bad Homburg lebt nicht hinter dem Mond, im Gegenteil. Er sät für die Insekten mehr Blühstreifen als er muss, und er nutzt Satelliten, um mit Dünger und Pflanzenschutzmitteln richtig zu geizen. Er sagt, die Äcker, auf denen er Glyphosat einsetzt, seien voller Leben, und überhaupt sei Glyphosat in vielen Ländern das Mittel der Wahl, nur in Deutschland werde so ein Bohei gemacht. Thorsten Winter hat mit ihm gesprochen.

          Und außerdem wird Frankfurt ausweislich der Übernachtungszahlen immer mehr vom Geschäftsreiseziel zum Urlaubsort, entsteht im Rodgauer Stadtteil Jügesheim das erste Hospiz im Kreis Offenbach, feiert die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft in Wiesbaden den 70. Jahrestag ihrer Gründung.

          Einen angenehmen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Werner D’Inka

          Heute in „Leben in Rhein-Main“

          Das Wort Grillgemüse ist ein Widerspruch in sich, so wie Ameisenbär. Auf einen Grill gehört nämlich Fleisch. Weil man am Rost aber auch viel falsch machen kann, nennt Peter Badenhop die fünf Grundregeln für gelingendes Grillen. Und außerdem: die Frankfurter Sommerwerft, das größte deutsche Thai-Festival, Ferienkurse im Bad Homburger Sinclair-Haus, Kurzfilme bei „Shorts at Moonlight“ und und und…

          Wetter

          Nach wolkigem Tagesbeginn gewinnt die Sonne die Oberhand bei maximal 27 Grad. Am Abend ziehen dann Schauer auf, nachts wird es bei 17 Grad wechselnd bewölkt.

          Geburtstag haben heute Axel Honneth, von 2001 bis Dezember 2018 Direktor des Instituts für Sozialforschung an der Goethe-Universität Frankfurt (70); Stefanie Dimmeler, Direktorin des Instituts für Kardiovaskuläre Regeneration an der Goethe-Universität Frankfurt, Leibniz-Preisträgerin (52); Johann-Dietrich Wörner, ehemaliger Präsident der Technischen Universität Darmstadt, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation Esa, Paris (65); Hartmut Michel, Direktor am Max-Planck-Institut für Biophysik, Frankfurt, Nobelpreisträger für Chemie (71); Clemens Kaiser, von 2016 bis Dezember 2018 Vorsitzender der Geschäftsführung der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt (63); Friedemann Schrenk, Professor für Paläobiologie der Wirbeltiere an der Goethe-Universität Frankfurt, Sektionsleiter für Paläoanthropologie des Forschungsinstituts Senckenberg (63); Hans-Jörg André, Inhaber des Offenbacher Musikverlags und Musikhauses André (58); Roger Winter (Die Grünen), Bürgermeister der Stadt Obertshausen (50).

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