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FAZ.NET-Hauptwache : Mietshaus, Fertighaus, Holzhaus

Ungenutzt: Die Stadt Frankfurt wünscht sich von der Landesregierung eine Handhabe, um gegen „spekulativen Leerstand“ vorgehen zu können. Bild: Carlos Bafile

In Hessen wird über ein Verbot der Zweckentfremdung von Wohnungen diskutiert und in Frankfurt entsteht eine Schule nach Baukasten-System. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main steht in der FAZ.NET-Hauptwache.

          Guten Morgen!

          Ein volles Glas ist besser als ein leeres, zumal im Karneval. Anders ist es bei Häusern, so paradox es auch klingt: Ein leeres Haus ist wertvoller als ein vermietetes, jedenfalls aus Sicht von Spekulanten, denn leerstehende Häuser sind einfacher zu sanieren und können leichter in Eigentumswohnungen umgewandelt werden. Dagegen gäbe es das Instrument des Verbots der Zweckentfremdung. Eine Kommune hätte so eine Handhabe, Eigentümern eine Frist zu setzen und ihnen aufgeben, die Wohnungen zu vermieten. München und Hamburg verfahren so. Wer in München seine Wohnung länger als drei Monate ohne Genehmigung leerstehen lässt, riskiert ein Bußgeld von bis zu 500.000 Euro. Und in Frankfurt? Rainer Schulze präsentiert heute in der Rhein-Main-Zeitungen Argumente dafür und dagegen.

          Ein Fertighaus ist eine drollige Sache. Da senkt ein Kran komplette Hauswände mit Türen und Fenstern an die richtige Stelle und an einem Tag ist das Haus fertig. So ähnlich, nur etwas komplizierter verhält es sich mit der weltweit größten aus Holzmodulen zusammengesetzten Schule, die an der Miquelallee in Frankfurt entsteht. Auch das geht fix und ist zudem flexibler und nachhaltiger. Eine Schwäche hat das Material Holz allerdings, wie Matthias Trautsch beobachtet hat.

          „Darmstadt einer der besten Plätze für Kernphysik weltweit“, sagt Alexandre Obertelli. Der 40 Jahre alte Franzose ist seinerseits einer der renommiertesten Kernphysiker weit und breit, bedacht mit dem höchstdotierten internationalen Forschungspreis Deutschlands, der Alexander-von-Humboldt-Professur. An der TU Darmstadt und in Hessen ist Obertelli der erste Humboldt-Professor. Seine wissenschaftliche Arbeit könnte verstehen helfen, wie die Elemente im Universum entstanden sind. Dafür werden im Ringbeschleuniger des GSI-Helmholtz-Zentrums für Schwerionenforschung Teilchen auf eine unvorstellbare Geschwindigkeit gebracht, schon kurz nach dem Start sind sie 47.000 Kilometer in der Sekunde schnell. Astrid Ludwig berichtet heute auf der Hochschulseite der Rhein-Main-Zeitung.

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          So beginnt der Tag in Frankfurt und Rhein-Main: das Wichtigste in Kürze, mit Hinweisen auf mobile Blitzer, Straßensperrungen, Gaststätten.

          Und außerdem hat das Verwaltungsgericht Gießen der Stadt Bad Vilbel einen verkaufsoffenen Sonntag am 17. März untersagt, ist in der Bad Sodener Innenstadt ein Schwerlastkran außer Kontrolle geraten und hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen, beginnen chinesische Handwerker demnächst damit, die vor knapp zwei Jahre bei einem Feuer beschädigten Holz-Pavillons im Frankfurter Bethmannpark wiederaufzubauen.

          Einen unbeschwerten Tag wünscht Ihnen

          Ihr Werner D’Inka

          Wetter

          Heute wechseln sich Regenschauer und kurze sonnige Phasen ab. Dazu ist es weiterhin recht windig und die Höchstwerte liegen um 10 Grad. Nachts trockener bei 5 Grad.

          Geburtstag haben heute Franz Josef Jung (CDU), ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestags (Wahlkreis Groß-Gerau), früherer Verteidigungs- und Bundesarbeitsminister (70); Wolfram Wrabetz, scheidender stellvertretender Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt, Honorarkonsul der Republik Ecuador, langjähriger Deutschland-Chef der Helvetia Versicherungen (69); Norbert Södler, Präsident des hessischen Landesverbands des Deutschen Roten Kreuzes, Wiesbaden (67); Paul Gardner, von 2016 bis März 2018 Trainer des Eishockeyklubs Löwen Frankfurt (63); Friedrich Grimminger, Ärztlicher Direktor des Gesundheitszentrums Wetterau, Bad Nauheim (61); Arnd Festerling, von 2012 bis Februar 2019 Chefredakteur der "Frankfurter Rundschau" (58); Ramona Buxbaum, Darmstädter Architektin (57); Dirk Gaw (AfD), Mitglied des Hessischen Landtags, Eschborn (47); Erol Peker, alias Credibil, in Frankfurt lebender Rapper (25).

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