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FAZ.NET-Hauptwache : Masern, Blaues Auge, Psychosen

Ließe sich durch Impfung ausrotten: Das Masern-Virus Bild: dpa

Hessen diskutiert über die Impf-Pflicht, die von der Berliner Koalition vorgeschlagen wurde. Die Fans der Eintracht kommen mit einem blauen Auge davon. Sie dürfen zum Spiel nach Lissabon fahren. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der FAZ.NET-Hauptwache.

          Guten Morgen!

          Heftpflaster dürfte das sicherste Arzneimittel sein. Nicht weit dahinter rangieren Impfstoffe, dennoch lehnen etwa drei Prozent der Zeitgenossen Impfungen grundsätzlich ab. Man wird sie unvernünftig nennen dürfen, denn zum Beispiel das Masern-Virus könnte durch konsequente Impfungen ausgerottet werden, weil es sich nur von Mensch zu Mensch überträgt. Dazu wäre ein Impf-Pflicht von Kindern in Schulen und Kitas ein wichtiger Schritt. Wie wird die entsprechende Initiative von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Hessen aufgenommen? Matthias Trautsch hat sich umgehört und berichtet heute in der Rhein-Main-Zeitung.

          Mit einem blauen Auge ist Eintracht Frankfurt davongekommen. Zum Spiel nach Lissabon am 11. April dürfen Eintracht-Fans mitfahren, obwohl während der Partien in Rom und in Mailand einige Hirnlose mit gefährlichen Feuerwerkskörpern gezündelt hatten. Allerdings muss der Klub, der seit den Pyro-Vorkommnissen auf Bewährung spielt, eine Strafe von 50.000 Euro zahlen. Ralf Weitbrecht schreibt, warum der Europäische Fußballbund so viel Nachsicht zeigte.

          Es war und ist vieles nicht gut in der Psychiatrie am Klinikum in Frankfurt-Höchst, und es ist richtig, wenn die Zustände dort untersucht und möglichst schnell verbessert werden. Unangemessen, um das Mindeste zu sagen, ist aber der sogenannte Shitstorm im Internet. Die Hobby-Psychiater, die sich da äußern, könnten einmal eine Wochenendschicht auf der geschlossenen Station übernehmen und erleben, wie es ist, wenn die Polizei bis zu 16 Patienten mit Psychosen und Suchtkrankheiten bringt. Die um sich schlagen, schreien, mit Gegenständen werfen. Das führt Pflegekräfte an Grenzen, wie Ingrid Karb kommentiert.

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          So beginnt der Tag in Frankfurt und Rhein-Main: das Wichtigste in Kürze, mit Hinweisen auf mobile Blitzer, Straßensperrungen, Gaststätten.

          Und außerdem hat die Deutsche Flugsicherung die Schwachstellen in ihrer Lotsen-Software behoben, wartet das Festival Tanzmainz mit großen Namen auf, ist in Frankfurt der Spielplatz in der Eschenheimer Anlage gesperrt worden – er ist nicht der erste – nachdem Stadtpolizisten zahlreiche Glasscherben, zum Teil im Sand vergraben, entdeckt hatten.

          Einen heiteren Wochenausklang wünscht Ihnen

          Ihr Werner D‘Inka

          Der Tipp zum Wochenende

          Vom Pferdestall zur Werkstatt, dann zum Pförtnerhaus und schließlich zur Botschaft: Eine solche Karriere wie der Fachwerkbau am Eingang der Kelterei Possmann machen nicht viele Gebäude. Aber Peter Possmann, Firmenchef in der fünften Generation, hat das historische Haus sanieren und als rustikale Ebbelwei-Wirtschaft herrichten lassen. Am schönsten ist es allerdings nicht drinnen, sondern draußen im Garten, wo die Gäste im Schatten eines großen Walnussbaums sitzen und Possmannschen Schobbe und frankforderische Speisen wie Grie Soß, Rippchen und den deftigen Handkäs‘-Salat genießen.

          „Frankfurter Apfelwein-Botschaft“, Eschborner Landstraße 154, 60489 Frankfurt, Telefon 0 69 / 74 30 56 77, Internet www.frankfurter-apfelwein-botschaft.de. Geöffnet montags bis freitags von 11 Uhr an, samstags von 16 Uhr an, sonntags von 12 Uhr an.

          Viele weitere Anregungen für genussvolle Stunden und Ausflüge finden sich in dem Buch „Die schönsten Brauhäuser an Rhein und Main“ von Peter Badenhop, erschienen im Societäts-Verlag Frankfurt.

          Wetter

          Nach lokalem Frühnebel setzt sich heute freundliches Wetter durch. Meist wechseln sich viel Sonne und ein paar lockere Wolken ab. Dazu wird es bis 17 Grad mild. Nachts klar, aber frisch.

          Geburtstag haben heute: Mathias Wagner (Die Grünen), Fraktionsvorsitzender im Hessischen Landtag, Wiesbaden (45); Werner Schaefer, Leiter des Olympiastützpunktes Hessen, Frankfurt (65); Alan Timothy Pearson, Geschäftsführer der Resopal GmbH, Groß-Umstadt (50); Andreas Lukic, Vorstandsvorsitzender der Investorenvereinigung Business Angels Frankfurt/Rhein-Main (49);

          …am Samstag: Dietrich Ratzke, ehemaliger Generalbevollmächtigter der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH (80); Claus Netuschil, Galerist und Kunsthistoriker, Vorsitzender des Kunst-Archivs Darmstadt (68); Ingo Diehl, Präsident der Hessischen Theaterakademie, Frankfurt (53); Martin Michel, Geschäftsführer des Kurhauses und des Rhein-Main-Congress-Centers Wiesbaden (42);

          …am Sonntag: Volker Schlöndorff, aus Wiesbaden stammender Filmregisseur (80);Hans Wilhelm Gäb, Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der Deutschen Sporthilfe, Frankfurt, Ehrenpräsident des Deutschen Tischtennis-Bundes, ehemaliger Vorsitzender des Aufsichtsrats der Adam Opel AG, Rüsselsheim (83); Beatrix Tappeser (Die Grünen), Staatssekretärin im hessischen Umweltministerium (65); Rolf Frodl (CDU), ehemaliger Schul- und Kulturdezernent der Stadt Hanau (75); Georg Mahr (SPD), Fraktionsvorsitzender im Kreistag des Rheingau-Taunus-Kreises (50); Christopher Oster, Geschäftsführer und Mitgründer des Insurtech-Unternehmens Clark, Frankfurt (36).

          Topmeldungen

          Aktuell gibt es in Deutschland nur einen Bruchteil der bis 2020 anvisierten 100.000 Ladestellen.

          Elektromobilität : Strom-Tankstellen auf Staatskosten

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          FAZ Plus Artikel: CDU und AfD : Noch nicht mal zum Kaffeeplausch

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          Spuren der Vergangenheit: Im Garten seines Hauses bei Potsdam blickt Joost Siedhoff auf eine der Wurfpuppen, die seine Mutter Alma Siedhoff-Buscher am Bauhaus gestaltete.

          Joost Siedhoff im Porträt : Mutter am Bauhaus

          Alma Siedhoff-Buscher hat Spielzeug für Kinder entworfen. Ihr Sohn, der 92 Jahre alte Schauspieler Joost Siedhoff, hält ihr Werk lebendig.

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