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FAZ.NET-Hauptwache : Hausbesuche, Herkunftsländer, Haggisessen

  • -Aktualisiert am

Überfüllte Wartezimmer: Könnte das neue Geschäftmodell dafür eine Lösung bieten? Bild: dpa

Ein Unternehmen entwickelt eine Alternative zum zeitintensiven Arztbesuch und im Kreisliga-Fußball bleibt eine Massenschlägerei ungeklärt. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main steht in der FAZ.NET-Hauptwache.

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          Guten Morgen!

          Der Stewardess, die neulich nur deswegen in der Wochenend-Notaufnahme eines Frankfurter Krankenhauses saß, weil sie wegen eines blauen Flecks am Arm eine Krankschreibung haben wollte, kann künftig anders geholfen werden. Ein junges Unternehmen bietet nämlich Hausbesuche oder Video-Sprechstunden von Ärzten an. Die meisten ihrer Patienten sind privat versichert. Doch die Zahl der Selbstzahler steigt, inzwischen ist jeder Fünfte, der bei den „Alpha-Ärzten“ anruft, eigentlich Kassenpatient. Was das kostet, ob es etwas taugt und was die Krankenkassen dazu sagen, das alles steht in Marie Lisa Kehlers Bericht heute in der Rhein-Main-Zeitung. Deren Abonnement ist besser als ein Arztbesuch: Kommt täglich ins Haus, kostet weniger als der Doktor und hilft garantiert.

          Dochdoch, es gibt durchaus Dissens in der schwarz-grünen hessischen Regierungskoalition. In der Migrationspolitik zum Beispiel. Während die CDU will, dass abgelehnte Asylbewerber bis zu zehn Tage in Abschiegewahrsam genommen werden können, wenn zu befürchten ist, dass sie untertauchen, fassen die Grünen das Thema Abschiebung an wie eine heiße Tajine. Durchgesetzt haben sie sich allerdings bei der Einstufung der Maghreb-Staaten als sichere Herkunftsländer. Hier muss sich Hessen laut Koalitionsvertrag im Bundesrat enthalten, was de facto eine Nein-Stimme ist. Helmut Schwan berichtet und kommentiert.

          „Stierkampf? Eine matte Sache. Simmering gegen Kapfenberg, das nenn‘ ich Brutalität!“ Helmut Qualtinger hätte auch sagen können: Niederrad gegen Ginnheim. Denn was sich im Kreisliga-Fußball inzwischen an Gewalt austobt, geht auf kein Spielfeld. Alles halb so wild, da fahren halt ein paar Hitzköpfe vorübergehend aus der Haut? Leider nicht. Es gibt Sportsfreunde, die vor einer Schlägerei die Trikots ausziehen, damit der Schiedsrichter sie nicht an den Rückennummern erkennt. Und es gibt junge Schiedsrichter, die vor Entsetzen keine Spiele mehr pfeifen wollen. Maximilian Hausmann hat Fälle zusammengetragen.

          Und außerdem entsteht auf der Wasserkuppe ein Feriendorf, ist beim traditionellen Burns Supper wieder der schottische Haggis serviert worden, den man sich vorstellen muss wie das nordhessische Weckewerk, will die AfD-Fraktion im Landtag abermals einen ihrer Abgeordneten als Vizepräsidenten zur Wahl stellen; ihr erster Kandidat war in der konstituierenden Sitzung in drei Wahlgängen durchgefallen.

          Einen sonnigen Januartag wünscht Ihnen

          Ihr Werner D‘Inka

          Wetter

          Heute wird es ein sehr schöner Wintertag mit viel Sonnenschein bei Temperaturen um 0 Grad. Die Nacht zu Dienstag bringt bei klarem Himmel Frost bis minus 7 Grad. Am Dienstag mehr Wolken.

          Verkehr in Frankfurt

          Wegen Brandschutzarbeiten in den Stationen Festhalle/Messe und Bockenheimer Warte fahren die Bahnen der Linien U4 und U5 von heute bis Donnerstag, etwa 3 Uhr, nicht wie gewohnt. Die U4 verkehrt nur zwischen Hauptbahnhof und Seckbacher Landstraße beziehungsweise Enkheim. Die U5 fährt zwischen Preungesheim und Konstablerwache. Fahrgäste der U5 können an der Konstablerwache in die U4 und am Hauptbahnhof in die Straßenbahnlinie 16 Richtung Bockenheimer Warte umsteigen. Sie fährt in den frühen Morgen- und den späten Abendstunden häufiger. Zwischen Hauptbahnhof und Messe verkehrt außerdem die Linie 17.

          Geburtstag haben heute Friedel Lutz, ehemaliger Fußballspieler bei Eintracht Frankfurt und früheres Mitglied der Nationalmannschaft (80); Clemens Reif (CDU), von 1982 bis 1983 sowie von 1987 bis Januar 2019 Mitglied des Landtags (Wahlkreis Lahn-Dill I) (70).

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