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FAZ.NET-Hauptwache : Haft, Hörer, Hohe Löhne

Ali Bashar hinter seinem Verteidiger Martin Reineke. Bild: AFP

In Wiesbaden hat es ein Urteil für Ali Bashar gegeben und in Rüsselsheim sorgte ein misslungener Bankraub für ein unruhiges Erwachen bei einer Familie. Das und was sonst noch wichtig ist in der Region, steht in der FAZ.NET-Hauptwache.

          Guten Morgen!

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Der Iraker Ali Bashar ist gestern in Wiesbaden zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil es das Gericht als erwiesen ansah, dass er im vergangenen Jahr die 14 Jahre alte Susanna ermordet hat, das Gericht stellte überdies die besondere Schwere der Schuld fest. Man will gar nicht wissen, was die Neunmalklugen jetzt alles mit Schnappatmung im Internet über diesen Fall zu schreiben wissen. Dabei hilft nur ein nüchterner Blick auf den Prozess. In seinem Kommentar schreibt Helmut Schwan heute in der Rhein-Main-Zeitung: „Das Verbrechen hat nicht Ali Bashar, der Flüchtling, begangen. Er wollte eigentlich gar nicht weg aus seiner Heimat Irak, er floh sogar dorthin, als die deutsche Polizei nach ihm fahndete. Das Verbrechen hat auch nicht Ali Bashar, der Muslim, verübt. Nein, besonders religiös sei er nicht gewesen, sagte er in der Verhandlung. Ali Bashar hat das Verbrechen, wie das Gericht feststellte und darin der Gutachterin folgte, aus einer übersteigerten, pathologischen Ichbezogenheit völlig empathielos verübt. Der Fall taugt daher nicht als Beleg für Gefahren, die von einem Teil der jungen, männlichen Migranten ausgehen sollen.“

          Kein Glück hatten zwei Geldautomaten-Knacker gestern in Rüsselsheim. Sie versuchten, gegen vier Uhr in der Früh einen Automaten mit Gas zu sprengen, doch gelang ihnen nicht, an das Geld zu kommen. Weil der Gasgeruch ins Haus zog, wurde eine Familie vorübergehend in Sicherheit gebracht. Im Landeskriminalamt gibt es inzwischen eine eigene Ermittlungsgruppe für solche Delikte, weil sie derzeit Konjunktur haben: In der ersten Jahreshälfte wurden schon 31 Fälle von Geldautomaten-Sprengungen registriert, so viele wie im ganzen Jahr 2018.

          Was hören die Hessen? In erster Linie weiterhin Hit Radio FFH. Der private Sender hat auf dem hessischen Radiomarkt trotz Verlusten weiter die mit Abstand höchste Hörerzahl, wie gestern gemeldet wurde. Auf Platz zwei folgt HR 3, dahinter folgt mit deutlichem Abstand HR 4. Für die Statistik waren 70.000 Frauen und Männer befragt worden.

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          So beginnt der Tag in Frankfurt und Rhein-Main: das Wichtigste in Kürze, mit Hinweisen auf mobile Blitzer, Straßensperrungen, Gaststätten.

          Und außerdem sind die Löhne in Frankfurt in den vergangenen Jahrzehnten stärker gestiegen als in anderen Teilen der Rhein-Main-Region, hat die Frankfurter FDP ein detailliertes Verkehrskonzept mit allerhand originellen Ideen entwickelt, Einzelheiten stehen heute in der Zeitung, leitet Christian Kaufmann künftig die Frankfurter Heussenstamm-Stiftung.

          Einen angenehmen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Manfred Köhler

          Heute in „Leben in Rhein-Main“

          Was bringt der Sommer außer Hitze? Die große Übersicht über die Programme der Museen und die Freizeitmöglichkeiten am Main liefert heute „Leben in Rhein-Main“, das Veranstaltungsprogramm der F.A.Z. für den Ballungsraum Frankfurt.

          Wetter

          Heute ist der Himmel überwiegend bewölkt, zeitweise fällt Regen. Später kommt es zu gewittrigen Schauern. Dazu warme 27 Grad. In der Nacht weitere Schauer bei 15 Grad.

          Geburtstag haben heute

          Ekkehardt Sättele, Vorstandsvorsitzender der Alfons-und-Gertrud-Kassel-Stiftung, Ehrensenator der Goethe-Universität Frankfurt (75); Norbert Schmitt (SPD), 1995 bis Januar 2019 Mitglied des Hessischen Landtags, Heppenheim (64); Jan Gerchow, Direktor des Historischen Museums, Frankfurt, Träger des Kairos-Preises der Alfred-Toepfer-Stiftung (61); Ina Hartwig (SPD), Dezernentin der Stadt Frankfurt (56); Andreas Rödder, Professor für Neueste Geschichte an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (52).

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