https://www.faz.net/-gzg-9j00t

FAZ.NET-Hauptwache : Gebohrt, Geschlagen, Beschleunigt

Fehlbohrung: Statt drei Fahrspuren stehen auf der Salzbachtalbrücke vorübergehend nur drei zur Verfügung. Bild: dpa

Bauarbeiter beschädigten die Salzbachtalbrücke - schwierige Zeiten für Pendler auf der A 66. Nino Haase wird Oberbürgermeisterkandidat in Mainz. Frankfurt setzt auf Elektroautos im Taxibetrieb. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main steht in der FAZ.NET-Hauptwache.

          Guten Morgen!

          Matthias Alexander

          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Pendler, die auf der A 66 zwischen dem Rheingau und Frankfurt (und umgekehrt) unterwegs sind, brauchen in den nächsten Wochen, wenn nicht Monaten gute Nerven. Und die Baufirma, deren Mitarbeiter sich fehlerhaft an der Salzbachtalbrücke zu schaffen gemacht haben, hat hoffentlich eine gute Versicherung. Die Bauarbeiter haben acht Spannglieder der Brückenkonstruktion beschädigt, als sie Bohrlöcher für eine Transportschiene setzten. Sie sollte eigentlich dafür genutzt werden, den Nordteil der Brücke, der in den nächsten Jahren durch einen Neubau ersetzt werden soll, für eine höhere Belastung zu ertüchtigen. Jetzt ist das Gegenteil  der Fall: Auf der Brücke stehen vorerst statt drei nur zwei Fahrspuren zur Verfügung, je eine für beide Fahrtrichtungen. Der Abbruch des südlichen Brückenteils ist aufgeschoben worden, weil es sonst überhaupt nur noch eine Spur gäbe. Kurzum: Das kann alles noch unerfreulicher werden.

          Auch sonst sorgt der Westen des Rhein-Main-Gebiets zuverlässig für Schlagzeilen. Die Mainzer CDU hat einen unabhängigen Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl gefunden, den man in mehr als einer Hinsicht als schlagkräftig bezeichnen darf. Der Mann heißt Nino Haase, war einst Rugby-Spieler, hat Stefan Raab in dessen Fernsehsendung „Schlag den Raab“ bezwungen (und dafür drei Millionen Euro kassiert) und als Sprecher der Bürgerinitiative gegen den „Bibelturm“ dieselbe zum Erfolg geführt. Klingt so, als hätte Amtsinhaber Michael Ebling (SPD), falls die CDU-Basis dem Vorschlag ihrer Führung zustimmt, einen ernstzunehmenden Herausforderer. Mainz-Korrespondent Markus Schug analysiert in seinem Kommentar, welche Unwägbarkeiten für die CDU mit der Personalie verbunden sind.

          Frank Benner schlägt nicht nur den Diesel, sondern auch den Porsche. Der Mann ist Taxiunternehmer in Frankfurt, in seinem Fuhrpark hat er einen Tesla S. Und der beschleunigt von Null auf 100 in drei Sekunden, was Benner als Kaufargument durchaus ins Feld führt, ganz abgesehen von der Vermeidung von Emissionen. Die Stadt möchte gern, dass mehr Fuhrunternehmen dem Beispiel Benners folgen, natürlich nur aus ökologischen Gründen. Gespräche mit der Taxi-Vereinigung laufen, doch viele Fragen sind noch zu klären, wie Wirtschaftsredakteur Falk Heunemann berichtet. Auch Benner setzt noch nicht ganz auf E-Autos. „Vielleicht setzt sich auch Wasserstoff oder Erdgas durch.“

          Und außerdem wird die Wirtschaft in Hessen nach Ansicht der IHK Frankfurt, die gestern zu ihrem Neujahrsempfang geladen hatte, weniger wachsen als in den vergangenen Jahren; nimmt der Bestand an Sozialwohnungen in Frankfurt weiter ab; warnt der Hessische Philologenverband vor der Vernachlässigung der Handschrift in den Schulen.

          Einen angenehmen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Matthias Alexander

          Wetter

          Am Vormittag sind noch ein paar sonnige Abschnitte möglich, später zieht die Bewölkung bei maximal 0 Grad komplett zu. Auch nachts bleibt es bedeckt und die Temperaturen sinken auf -4 Grad.

          Geburtstag haben heute

          Gerhard Pieschl, emeritierter Weihbischof des Bistums Limburg (85); Ernst Padberg, Herausgeber der „Börsen-Zeitung“, von 1993 bis Januar 2018 Vorsitzender der Geschäftsführung der WM-Gruppe, Frankfurt (68); Esther Schapira, Frankfurter Journalistin, Leiterin der Programmgruppe „Politik und Gesellschaft“ beim Hessischen Rundfunk (58); Kai Ostermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leasing AG, Bad Homburg (51); Nicola Beer (FDP), Mitglied des Deutschen Bundestags, Frankfurt, Generalsekretärin ihrer Partei (49); Marion Klomfass, Mitbegründerin und Leiterin des Filmfestivals Nippon Connection, Frankfurt (49).

          Weitere Themen

          Nackte Haut stört niemanden mehr

          70 Jahre FSK : Nackte Haut stört niemanden mehr

          Seit 70 Jahren gibt es in Wiesbaden die FSK, die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Sie legt fest, ab welchem Alter Filme für Kinder und Jugendliche freigegeben werden. Die Institution muss mit dem Wandel der Zeit umgehen.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.