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FAZ.NET-Hauptwache : Erkenntnis, Erinnerung, Empörung

  • -Aktualisiert am

Sanierungskosten überschätzt: Auf der Darmstädter Mathildenhöhe wird gebaut und erneuert. Bild: dpa

Der „Erkenntnisgewinn“ ist für die Kostenexplosion städtischer Bauvorhaben in Darmstadt verantwortlich. Das Institut der Stadtgeschichte huldigt die Pianistin Clara Schumann zum 200. Geburtstag. Das und was sonst noch wichtig ist in der Region, steht in unserem Newsletter FAZ.NET-Hauptwache.

          Guten Morgen!

          Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Die Grünen) hat die Finanzpolitik um eine Kategorie bereichert. Nicht Fehlplanungen hätten dazu geführt, dass in der Wissenschaftsstadt so gut wie alle städtischen Bauvorhaben erheblich teurer werden als veranschlagt, sondern „Erkenntnisgewinn“. Das merken wir uns für die Heimkehr vom  nächsten Stammtisch: „Frau, die genehmigten zwanzig Euro haben leider nicht gereicht. Erst im Lauf des Abends dämmerte die Erkenntnis, wie gut das Bier schmeckt.“ Die Opposition in Darmstadt findet das allerdings nicht mehr lustig, wie unser Korrespondent Rainer Hein berichtet und kommentiert. Der Kämmerer macht sich ebenfalls Sorgen, und das an einem runden Geburtstag.

          Wer ist auf dem neuen 100-Euro-Schein abgebildet, der von Mai an gilt? Niemand, denn das Leitmotiv bleibt „Zeitalter und Stile“, auf dem neuen Hunderter sind es Barock und Rokoko. Und wer war auf der 100-D-Mark-Note seligen Angedenkens zu sehen? Da hören wir buchstäblich Ihre Antwort wie aus der Pistole geschossen: „Clara Schumann natürlich!“ Stimmt. In diesem Jahr wird der 200. Geburtstag der Piano-Virtuosin und Komponistin gefeiert, die nach dem Tod ihres Mannes Robert die Familie allein durchbrachte – mit Konzertauftritten in ganz Europa und später mit ihrer Lehrtätigkeit in Frankfurt. „Clara Schumann: Eine moderne Frau im Frankfurt des 19. Jahrhunderts“ heißt die Ausstellung im Institut für Stadtgeschichte, Hans Riebsamen stellt sie vor.

          Auf „unbewohnten Inseln“ und in „entlegenen Gegenden“ möchte der Frankfurter Friedensforscher Egbert Jahn Flüchtlinge untergebracht sehen. So äußerte er sich jedenfalls auf einer CDU-Veranstaltung. Die Empörung war groß. Der Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität löschte Jahns Homepage – angeblich, weil seine Ausführungen der Universität geschadet hätten. Im Interview, das Sascha Zoske mit ihm geführt hat, spricht Jahn über den Ausgang der Angelegenheit und über seine Thesen zur Flüchtlingspolitik.

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          So beginnt der Tag in Frankfurt und Rhein-Main: das Wichtigste in Kürze, mit Hinweisen auf mobile Blitzer, Straßensperrungen, Gaststätten.

          Und außerdem bringen wir zum 100. Geburtstag von Liesel Christ eine Bilderseite, sind Kosenamen wie Bärchen, Hasi oder Schnuffel genderneutral, wie Forscher der Uni Mainz wissenschaftlich untermauert haben, zählt der Frankfurter Hauptbahnhof zu den 15 größten Bahnhöfen in Deutschland, die neuerdings zu 100 Prozent mit Ökostrom versorgt werden.

          Nennen Sie einen lieben Menschen wieder einmal Bärchen, Hasi oder Schnuffel und lassen Sie es sich gutgehen, das wünscht Ihnen

          Ihr Werner D‘Inka

          Wetter

          Machen wir es kurz: viel Sonne, blauer Himmel. Später ziehen von Südwesten einige Wolken durch, es bleibt aber trocken bei bis zu 18 Grad. Nachts örtlich Regen bei 8 Grad.

          Geburtstag haben heute André Schellenberg (CDU), Kämmerer der Stadt Darmstadt (50); Corrado Di Benedetto (SPD), von 2014 bis Januar 2019 Mitglied des Hessischen Landtags, Mühlheim (60); Stefan Thurn, Geschäftsführender Gesellschafter der Baustoffhandelsgruppe Köbig, Mainz (56); Hans-Jörg Friese, Präsident der Handwerkskammer Rheinhessen, Mainz (52).

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