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FAZ.Net-Hauptwache : Die Haare zu Berge, die Kamera in der Hand, die Attraktivität Frankfurts

Datenschutz und Verkehr: Werden Autos, die in Diesel-Fahrverbotszonen verkehren, in Zukunft elektronisch gescannt? Bild: dpa

Autos in Diesel-Fahrverbotszonen sollen elektronisch gescannt werden. Der S-Bahn-Unfall in Frankfurt wurde von Gaffern gefilmt. Michelin begründet einen Standort am Frankfurter Flughafen. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main steht in der FAZ.NET-Hauptwache.

          2 Min.

          Guten Morgen!

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Der Diesel und das Stickoxid, ein unendliches Thema. Heute blickt alle Welt auf Darmstadt, weil es der nächste Ort ist, in dem nach dem Willen der Deutschen Umwelthilfe Fahrverbote gelten sollen. Es wird sich zeigen, ob sich die Richter davon beeindrucken lassen, dass die Zweifel wachsen: vor allem daran, ob der Grenzwert vernünftig ist oder die Schädigung der Menschen nicht erst bei viel höheren Werten beginnt, die Fahrverbote also vollkommen überflüssig sind. Als wäre das aber alles nicht verrückt genug, sollen jetzt auch noch alle Autos, die im nächsten Jahr in Fahrverbotszonen hineinfahren, elektronisch gescannt werden, um zu prüfen, ob unter den Karosserien nicht ein alter Dieselmotor steckt. „Jedem, für den Datenschutz nicht völlig bedeutungslos ist, dürften die Haare zu Berge stehen“, schreibt unser Verkehrsexperte Hans Riebsamen heute in seinem Kommentar.

          Nicht weniger stehen einem die Haare zu Berge, wenn man davon hört, dass bei dem Unfall vergangene Woche an der S-Bahn-Station Ostendstraße in Frankfurt tatsächlich gefilmt wurde und die Aufnahmen, auf denen die Leiche des 17 Jahre alten Jungen zu sehen sind, in seiner Schule in Hanau herumgezeigt wurden. Nun erwägt die Bundespolizei Ermittlungen dagegen.

          Zu den schönen Nachrichten zählte hingegen gestern, dass sich ein bekanntes Unternehmen in Frankfurt ansiedelt: In den Bürokomplex The Squaire über dem ICE-Bahnhof am Flughafen zieht die Nordeuropa-Zentrale von Michelin ein. Okay, dass Frankfurt zu Nordeuropa zählt, wusste man bisher gar nicht, aber darüber lässt sich hinwegsehen, wenn man hört, warum sich der Reifen- und Restaurantführerhersteller für die Mainmetropole entschieden hat: weil hier leichter Fachkräfte zu gewinnen sind als in Karlsruhe, wo Michelin auch einen großen Standort hat. Das geht den hiesigen Wirtschaftsförderern natürlich runter wie Sahne.

          Und außerdem lässt die Rhein-Main-Zeitung nicht locker und veröffentlicht eine Handreichung, wie sich bei der nächsten Wahl ein solches Chaos wie bei der für den hessischen Landtag verhindern lässt, für alle Beteiligten zum Ausschneiden; wird das Parken in Wiesbaden 25 Prozent teurer; hat der Mainzer Wirtschaftsdezernent Christopher Sitte kurz vor seiner Wiederwahl angekündigt, in die Privatwirtschaft zu wechseln.

          Einen angenehmen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Manfred Köhler

          Wetter

          Heute ist es recht grau am Himmel, teils gibt es auch etwas Nebel. Die Sonne zeigt sich allenfalls kurzzeitig bei Werten um 4 Grad. Nachts bilden sich neue Nebelfelder bei Werten um 2 Grad.

          Geburtstag haben heute

          Kasper König, ehemaliger Rektor der Städelschule, Frankfurt (75); Andreas Wellano, Schauspieler, Mitbegründer des Theaters Wu Wei, Frankfurt (70); Oliver Vins, Gründer und Vorstand der Vaamo Finanz AG, Frankfurt (42).

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