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FAZ.NET-Hauptwache : Eine Art Staatsbesuch, der Film zum Finale, eine heikle Forderung

Eine Art Staatsbesuch: Frank-Walter Steinmeier und sein Frau Elke Büdenbender zu Besuch in Frankfurt Bild: dpa

Steinmeier hat einen „Staatsbesuch“ in Frankfurt gehalten und die Eintracht hat etliche Kinosäle gefüllt. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main steht in der FAZ.NET-Hauptwache.

          Guten Morgen!

          Matthias Alexander

          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Der Bundespräsident hat sich die Ehre gegeben und Frankfurt besucht. Frank-Walter Steinmeier wollte sich ein Bild machen, wie es in der größten hessischen Stadt um Sicherheit, Integration und Zuwanderung bestellt ist. Das Staatsoberhaupt war im Polizeipräsidium, im Mädchenbüro Milena in Rödelheim und nahm an einer bunt gemischten Gesprächsrunde mit Bürgern teil. Dieses Format des Staatsbesuchs im Innern kannte man von Steinmeiers Vorgängern nicht. Es ist wohl Ausdruck einer Zeit, in der die gesellschaftlichen Fliehkräfte zunehmen. Steinmeier will dem entgegenwirken, indem er sich informiert und zuhört. Zum Abschluss hat sich der Bundespräsident passenderweise durch die Altstadt führen lassen, die ja manchen Zeitgenossen als Sinnbild eines kollektiven Fluchtversuchs in die heile Welt gilt. Diesen Vorwurf kann man Steinmeier nicht machen.

          Für die Frankfurter Eintracht ist die Welt derzeit rundum in Ordnung. Anders als in früheren Zeiten ist der Kater nach dem Triumph bisher ausgeblieben. Da ist es nur zu verständlich, dass der Verein sich bemüht, den Pokalsieg vom vergangenen Jahr zum Mythos zu erheben. Zwei Bücher zum Coup von Berlin gibt es schon, gestern hatte der Film zum Sieg über die Bayern Frankfurt-Premiere. Wegen der hohen Nachfrage mussten gleich vier Säle für 1500 Zuschauer im „Metropolis“ reserviert werden. 89 Minuten ist der Streifen übrigens lang geworden, was zu der Frage führt, warum die Macher nicht noch eine Minute drangehängt haben oder sogar sieben, schließlich fiel der letzte Treffer in der sechsten Minuten der Nachspielzeit.

          Kaum ein Tag vergeht, in dem die Rhein-Main-Zeitung nicht über den Mangel an Wohnraum berichtet. So auch heute: Wiesbaden-Korrespondent Oliver Bock berichtet, dass Bauvorhaben in der Landeshauptstadt langsamer vorankommen, als es die Politik möchte. Was auch bedeutet, dass der Bedarf an Sozialwohnungen nur schwer zu decken ist. Und in Frankfurt beklagen sich die Erzieher darüber, dass sich vor allem Berufsanfänger eine Bleibe in der Stadt nicht leisten könnten. Sie weisen zurecht darauf hin, dass die Bemühungen der Stadt, die Kinderbetreuung auszubauen, dadurch erschwert wird. Zu fordern, dass öffentlichen Wohnungsgesellschaften Erzieher bei der Vergabe von Wohnraum bevorzugt behandeln sollen, ist jedoch heikel. Es gibt schließlich noch etliche andere Berufsgruppen, die für das Funktionieren der Gesellschaft von elementarer Bedeutung sind.

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          So beginnt der Tag in Frankfurt und Rhein-Main: das Wichtigste in Kürze, mit Hinweisen auf mobile Blitzer, Straßensperrungen, Gaststätten.

          Und außerdem bereitet sich Frankfurt auf drei Großdemonstrationen am 23. März vor, sollen zunächst nur 1,4 Prozent der Fläche in Südhessen als Windvorrangflächen ausgewiesen werden, entbindet der Einsatz für den Klimaschutz nach Ansicht von Kultusminister Alexander Lorz nicht von der Schulpflicht.

          Einen angenehmen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Matthias Alexander

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