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FAZ.NET-Hauptwache : Auf dem Fahrrad, Auf den Barrikaden, Auf nach Offenbach

Sieger des Rennens: Pascal Ackermann (Mitte) hat den Radklassiker Eschborn-Frankfurt gewonnen. Bild: dpa

Tausende feiern in Frankfurt die Radprofis von Eschborn-Frankfurt und Tausende demonstrieren auf dem Römer gegen den Kapitalismus. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main steht in der FAZ.NET-Hauptwache.

          Guten Morgen!

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Am Tag der Arbeit ringen in Frankfurt stets zwei Ereignisse miteinander um Aufmerksamkeit: das Radrennen und die Maikundgebung. Den Sieg hat gestern wohl abermals das Radrennen davongetragen, es ist ja immer schön, anderen Leuten bei dieser riesigen Schinderei zuzusehen. Gesiegt hat Pascal Ackermann vor John Degenkolb, aber eigentlich hat natürlich jeder gewonnen, der die 187,5 Kilometer lange Strecke durch Frankfurt und über Taunushöhen hinter sich gebracht hat. Details heute in der Rhein-Main-Zeitung.

          Dort lässt sich auch nachlesen, welche Eindrücke Falk Heunemann aus dem Wirtschaftsressort von der Maikundgebung auf dem Römerberg mitgebracht hat. Eigentlich hatte der DGB als Devise ausgegeben, in diesem Jahr solle für die Europawahl geworben werden, aber dann gingen die Redner doch lieber auf die Barrikaden und ergingen sich in Kapitalismuskritik. Das ist eben das Schöne an der Marktwirtschaft: Sie ist das einzige Wirtschaftssystem, das beständige Kritik hervorruft und doch zugleich allen Kritikern gegenüber standhält. Kann natürlich daran liegen, dass diese Wirtschaftsordnung so schlecht dann doch wieder nicht ist.

          Marktwirtschaft bedeutet unter anderem, dass der Staat zwar die Regeln setzt, sich sonst aber schön raushält. So argumentierte am Dienstagabend auch Jörg Kukies, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, als er beim Verband der Familienunternehmer in Frankfurt zu Gast war und zur gescheiterten Bankenfusion befragt wurde: Das müssten die Banken schon allein wissen, ob sie fusionieren wollten oder nicht, sagte er. Nun pfeifen die Spatzen seit längerem von den Berliner und Frankfurter Dächern, dass es dem Herrn Bundesfinanzminister und seinem Staatsekretär so unrecht nicht gewesen wäre, hätten Deutsche Bank und Commerzbank zueinander gefunden. Aber gut, was soll Kukies jetzt auch anderes sagen?

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          F.A.Z.-Newsletter „Hauptwache“

          So beginnt der Tag in Frankfurt und Rhein-Main: das Wichtigste in Kürze, mit Hinweisen auf mobile Blitzer, Straßensperrungen, Gaststätten.

          Und außerdem wird der Teilchenbeschleuniger namens Fair, der in Darmstadt gebaut wird, gleich um 850 Millionen Euro teurer, was bei zunächst geplanten Kosten von 1,4 Milliarden ganz schön happig ist, haben im Frankfurter Günthersburgpark am Dienstagabend mindestens fünf junge Erwachsene Naziparolen gebrüllt, später kam es noch zu einem Streit mit Einsatz eines Messers, wird neuerdings diskutiert, die Straßenbahn von der Frankfurter Stadtgrenze nach Offenbach zu verlängern, wohin sie schon bis 1996 fuhr, die Rhein-Main-Zeitung berichtet und kommentiert.

          Einen angenehmen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Manfred Köhler

          Heute in „Leben in Rhein-Main“

          Über die Internationalen Maifestspiele in Wiesbaden und alles andere, was sich in den nächsten sieben Tagen im Rhein-Main-Gebiet ereignet, berichtet heute „Leben in Rhein-Main“, die Veranstaltungsübersicht der Rhein-Main-Zeitung.

          Wetter

          Heute werden die Wolken von Westen her immer dichter, und gegen Abend gibt es Schauer, vorher maximal 19 Grad.

          Geburtstag haben heute

          Stefan Majer (Die Grünen), Dezernent der Stadt Frankfurt, Präsident des Kommunalen Arbeitgeberverbands Hessen (61); Christof Riess, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main (56); Sascha Karabey, Turnierleiter der Tanzsportgala "Bad Homburg International" (41).

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