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FAZ.NET-Hauptwache : 1,70 Euro runter, 6.000 rauf, 30 im Sinn

Niedrigere Preise: Vom Frankfurter Stadtteil Oberrad aus etwa kostet die Reise nach Downtown Offenbach noch nur 3,25 statt 4,95 Euro. Bild: Vogl, Daniel

Ein Ausflug mit Bus und Bahn in das schöne Offenbach ist seit Sonntag deutlich günstiger. Und weil Frankfurt weiter wächst, könnten die Bahnen demnächst noch voller sein. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main steht in der FAZ.NET-Hauptwache.

          Guten Morgen! Das Weihnachtsgeschäft kommt nicht in Fahrt, der Blick auf den Dax macht nur traurig, das Wetter ist nicht nach Ihm und nicht nach Ihr. Ja, gibt es denn gar keine guten Nachrichten in der Welt? Aber ja! Ein Frankfurter, der sich mal richtig was gönnen will, einen Ausflug ins schöne Offenbach zum Beispiel, muss dafür seit Sonntag viel weniger Geld ausgeben. Vom Stadtteil Oberrad aus etwa kostet die Reise nach Downtown Offenbach noch nur 3,25 statt 4,95 Euro. Das wird einem doch gleich ganz warm ums Herz. Leider meinte man in den neunziger Jahren, die Straßenbahn an der Stadtgrenze kappen zu müssen, Kirchturmdenken in Reinkultur. Ums Umsteigen also kommt man auch künftig nicht herum. Aber jetzt eben: ein billiges Vergnügen!

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          So, jetzt Schluss mit lustig. Natürlich ist es gut, dass der RMV die hohen Mauern zwischen Frankfurt und seinen Nachbarorten schleift. Auch von und nach Bad Homburg und Neu-Isenburg zum Beispiel ist das Fahren mit Bahnen und Bussen jetzt günstiger. Ein Schritt in die richtige Richtung, wie Hans Riebsamen heute in der Rhein-Main-Zeitung in seinem Kommentar schreibt.

          Gestern half allerdings auch das schönste Ticket nichts, wenn man mit dem Zug fahren wollte: Die Eisenbahnergewerkschaft hatte im morgendlichen Berufsverkehr zum Streik aufgerufen, und für mehrere Stunden ging praktisch gar nichts mehr. Wie es in der Tarifauseinandersetzung weitergeht, ist vorerst unklar. Heißt aber umgekehrt auch: Am heutigen Dienstag werden wieder alle Züge fahren, auch die S-Bahnen.

          Dass sie voll sind, ist ja bekannt, aber sie werden demnächst noch voller werden. Nicht nur die Bahnen Richtung Offenbach (s.o.), sondern auch die anderen, zumindest soweit sie in Frankfurt unterwegs sind: Die Einwohnerzahl der Mainmetropole wächst nämlich weiter, zuletzt wurden im Sommer 744.000 von den Statistikern ausgewiesen, und so dürften es in einigen Wochen schon 750.000 sein. Das ist natürlich an sich wunderbar. Hätte man nur nicht immer das Gefühl, dass ein nicht ganz kleiner Teil davon gerade vor einem an der Supermarktkasse steht. Aber künftig ja eher an einer in Offenbach, um die eingesparten einssiebzig dort für etwas Schönes auszugeben.

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          So beginnt der Tag in Frankfurt und Rhein-Main: das Wichtigste in Kürze, mit Hinweisen auf mobile Blitzer, Straßensperrungen, Gaststätten.

          Und außerdem investiert nach einer neuen Studie jeder Tagestourist in Frankfurt im Schnitt 30 Euro +++ empfiehlt Kollegin Eva-Maria Magel aus dem Kulturressort die satirische Komödie „Ich bin wie Ihr, ich liebe Äpfel“ von Theresia Walser, die das Staatstheater Darmstadt gerade zeigt, und zwar vor allem wegen der vielen Pointen +++ ist das Freizeitbad Tournesol in Idstein von der Gerichtsvollzieherin geschlossen worden, die ganze Geschichte heute von Oliver Bock in der Rhein-Main-Zeitung.

          Einen streikfreien Tag wünscht Ihnen

          Ihr Manfred Köhler

          Wetter

          Heute wechseln sich Sonnenschein und Quellwolken ab. Dazu gibt es noch einzelne Regen- und Schneeregenschauer. Um 6 Grad. In der Nacht teils klar bei 0 Grad.

          Geburtstag haben heute Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden (58); Thomas Gutberlet, Geschäftsführer des Lebensmittelunternehmens Tegut, Fulda (49).

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