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FAZ.NET-Hauptwache : Richter gegen Richter, Katholiken für Katholiken, einer für wenige

Diesel-Urteil: Der Verwaltungsgerichtshof in Kassel geht mit den Kollegen in Wiesbaden ungewöhnlich deutlich ins Gericht (Symbolbild). Bild: dpa

Die hessische CDU kann sich schwarz ärgern und ein offener Brief beschäftigt Gläubige in Frankfurt. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main steht in der FAZ.NET-Hauptwache.

          Guten Morgen! Im Rückblick kann sich die hessische CDU schwarz ärgern. Ihr schlechtes Abschneiden bei der Landtagswahl lag schließlich nicht nur an den koalitionsinternen Streitigkeiten in Berlin, sondern auch am Wiesbadener Dieselurteil. Die Entscheidung der dortigen Verwaltungsrichter, für Frankfurt sehr konkret Fahrverbote anzudrohen, brachte eine große Zahl von Autofahrern in Wallung. Den Ärger bekam nicht zuletzt die CDU-geführte Landesregierung zu spüren, der Säumigkeit im Umgang mit den Luftreinhalteplänen vorgeworfen wurde. Nun aber deutet immer mehr darauf hin, dass vom Wiesbadener Urteil nicht viel übrig bleiben wird. Der Verwaltungsgerichtshof in Kassel geht mit der intellektuellen Leistung der Kollegen in der Landeshauptstadt nämlich ungewöhnlich deutlich ins Gericht, wie der Begründung von zwei Beschlüssen zu entnehmen ist. Unser Rechtsexperte Helmut Schwan schildert die Details und kommentiert.

          Matthias Alexander

          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Der offene Brief von neun Theologen und anderen Katholiken, über den zuerst die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtet hatte, beschäftigt die Gläubigen in Frankfurt. Eine Gruppe um Stadtdekan Johannes zu Eltz und Ansgar Wucherpfennig, Rektor von St. Georgen, hat in dem Schreiben an Kardinal Marx Missstände in der Kirche angeprangert und tiefgreifende Reformen angemahnt. Kirchenredakteur Tobias Rösmann hat sich umgehört, wie die Stimmung in den Gemeinden ist, und ist der Frage nachgegangen, warum die kritischen Stimmen in Frankfurt besonders laut sind. Er deutet er auch die wenigen vorhandenen Hinweise, was wohl Bischof Georg Bätzing von dem Brief hält.

          Das Ringen um bezahlbaren Wohnraum in den Städten ist schwierig und kompliziert. Das wird auch im Fall des geplanten Neubaugebiets Hilgenfeld im Frankfurter Norden deutlich. Der städtische Wohnungskonzern ABG Holding hält Monatsmieten von weniger als zwölf Euro für den Quadratmeter angesichts von Grundstücks- und Baukosten für nicht machbar. Planungsdezernent Mike Josef (SPD) wählt nun einen anderen Ansatz: Er will Baugenossenschaften und gemeinschaftliche Wohnprojekte in den Genuss von niedrigen Erbbauzinsen kommen lassen, damit sie im Hilgenfeld für günstigen Wohnraum sorgen. Klingt erst einmal gut. Läuft aber am Ende darauf hinaus, dass wenige auf Kosten aller bevorzugt werden. Josef ist das egal, Unterstützung für einzelne stellt er über Prinzipientreue.

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          So beginnt der Tag in Frankfurt und Rhein-Main: das Wichtigste in Kürze, mit Hinweisen auf mobile Blitzer, Straßensperrungen, Gaststätten.

          Und außerdem: hat das erste Geschäft in der Frankfurter Altstadt, ein Dessous-Laden, schon wieder aufgegeben +++ ist das regionale Konjunkturbarometer abermals gefallen +++ wird in Frankfurt ein elektrisch angetriebenes Müllfahrzeug probeweise eingesetzt.

          Einen angenehmen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Matthias Alexander

          Wetter

          Heute gibt es einen Wechsel aus meist dichten Wolken und ein wenig Sonnenschein bei Höchstwerten um 4 Grad. Es bleibt meist trocken. Nachts wechselnd bewölkt, örtlich Nebel bei rund -2 Grad.

          Verkehr

          Frankfurt: Wegen kurzfristig notwendig gewordener Arbeiten an einem Fahrleitungsmast fahren die Straßenbahnen der Linie 11 in der Nacht auf Mittwoch etwa von 2 bis 3.40 Uhr nicht zwischen Mönchhofstraße und Höchst Zuckschwerdtstraße. Es wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die Ersatzhaltestellen sind in der Nähe der Originalhaltestellen zu finden. Hiervon ausgenommen ist Haltestelle Nied Kirche in Fahrtrichtung Zuckschwerdtstraße – diese entfällt.

          Geburtstag haben heute Gerd Sandstede, Ehrenpräsident des Physikalischen Vereins, Frankfurt (90); Manfred Eibelshäuser, früherer Präsident des Hessischen Rechnungshofs, Darmstadt (65); Holger Pfeiffer, Geschäftsführer der Licher Privatbrauerei (55).

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