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Gegen Bahnlärm : Millionen für Schallschutz am Mittelrhein

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Ohrenweh: Von Güterzuglärm sind die Anlieger in Assmannshausen besonders geplagt Bild: dpa

Tag für Tag rattern Züge durch das Mittelrheintal. Vor allem unter Güterzügen leiden die Anwohner. Nun aber soll es Abhilfe geben.

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          Mehr Lärmschutzwände und leisere Schienen: Im Kampf gegen den Bahnlärm im Mittelrheintal sollen neue Millionen fließen. Vertreter der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen, der Deutschen Bahn und des Bundesverkehrsministeriums haben am Mittwoch eine Absichtserklärung für Investitionen in Höhe von fast 63 Millionen Euro unterzeichnet.

          Von 2017 bis 2021 soll der Bahnlärm im Welterbe Oberes Mittelrhein mit rund 50 weiteren Maßnahmen verringert werden, wie die Bahn und das rheinland-pfälzische Verkehrsministerium mitteilten. Den Löwenanteil der Kosten trage der Bund.

          Das Mittelrheintal gehört laut der Bahn zu Europas meistbefahrener Güterzugstrecke. Es verliert daher Touristen und Einwohner. Die neue finanzielle Vereinbarung dient laut der Bahn auch als Modell für mehr Lärmschutz in anderen Regionen wie beispielsweise dem Inn- und dem Elbtal. Sie wurde bei einer Sitzung des Beirates „Leiseres Mittelrheintal“ in Lahnstein nahe Koblenz unterzeichnet.

          Parallel zu dem zusätzlichen Schallschutz am Mittelrhein werden bundesweit immer mehr Güterzugwaggons mit Flüsterbremsen ausgerüstet. Eine Gesetzesinitiative des Bundesverkehrsministeriums sieht laut der Deutschen Bahn vor, laute Güterwagen vom Fahrplanwechsel 2020/21 an zu verbieten.

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