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Fall Tristan : Klarinette soll Manfred Seel als Serienmörder überführen

  • Aktualisiert am

Die Polizei sucht mit einem älteren Foto des verstorbenen Manfred Seel nach möglichen Zeugen seiner Taten. Bild: Polizei Hessen/dpa

Eine Klarinette des mutmaßlichen Serienkillers aus Schwalbach ist aufgetaucht. Sie könnte eine heiße Spur sein und helfen, den Mordfall Tristan nach 18 Jahren aufzuklären.

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          Eine Klarinette des mutmaßlichen Serienmörders Manfred Seel soll den Ermittlern im Fall des getöteten Schülers Tristan weiterhelfen. Nach Medienberichten wird derzeit das Instrument des vor zwei Jahren gestorbenen Hobbymusikers aus Schwalbach auf Fingerabdrücke untersucht. Dies sei die bislang vielversprechendste Spur unter den 130 eingegangenen Hinweisen, sagt der Leiter der Soko „Alaska“. Ein Bekannter von Seel habe der Polizei die Klarinette gebracht.

          Das Landeskriminalamt (LKA) verwies am Freitag auf die Staatsanwaltschaft Frankfurt, die dies zunächst aber nicht bestätigen konnte.

          Von Seel nur sechs Fingerabdrücke genommen

          Das Blasinstrument ist aber nicht die einzig mögliche Spur: „Bei einer Handvoll Hinweise könnte etwas dran sein, aber es bedarf noch weiterer Ermittlungen“, sagte LKA-Sprecher Christoph Schulte.

          Der 2014 verstorbene Manfred Seel steht unter dem Verdacht, bis zu zehn Menschen aus sadistischen Motiven ermordet zu haben. Darunter könnte auch der 1998 getötete Schüler Tristan sein.

          An der Leiche von Manfred Seel konnten die Ermittler nur noch von sechs Fingern Abdrücke nehmen. Der Finger, von dem sich ein blutiger Abdruck auf einem Schulheft von Tristan fand, war nicht darunter. Jetzt könnte die Klarinette Gewissheit in diesem und möglicherweise auch in den anderen Fällen bringen.

          Tote Britta D. wohl seit zehn Jahren in Seels Haus

          Als recht sicher gilt, dass der mutmaßliche Mörder die Prostituierte Britta D. tötete. Ihre zerstückelte Leiche hatte die Tochter von Manfred Seel in einem Fass entdeckt, als sie nach dessen Tod eine angemietete Garage in Schwalbach entrümpeln wollte. Die Prostituierte war vermutlich seit zehn Jahren tot.

          Die Ermittlungen, welche Morde mit Manfred Seel in Verbindung gebracht werden können, konzentrieren sich weiterhin auf Hessen und sind nicht auf das Bundesgebiet ausgedehnt worden, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Nadja Niesen. Es seien auch keine neuen Verdachtsfälle hinzugekommen.

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