https://www.faz.net/-gzg-86oj6

Bistum Limburg : Das Warten auf eine Antwort aus Rom

  • Aktualisiert am

Muss Franz-Peter Tebartz-van Elst eine Wiedergutmachung zahlen? Diese Frage scheint noch nicht beantwortet. Bild: dpa

Erst hieß es nein, nun wartet man noch auf eine Antwort: Bei der Frage, ob der ehemalige Limburger Bischof Tebartz van-Elst Schadenersatz nach dem Finanzskandal zahlen soll, herrscht Verwirrung.

          1 Min.

          Das Bistum Limburg wartet nach eigenen Angaben weiterhin auf eine Antwort aus dem Vatikan, ob Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst nach dem Finanzskandal Schadenersatz zahlen muss. Es sei zugesagt worden, sich schriftlich in dieser Frage zu äußern, teilte die Diözese am Donnerstag mit. „Eine entsprechende Antwort liegt dem Bistum bislang nicht vor.“ Ein Papst-Sprecher erklärte, es sei noch keine Entscheidung gefallen und auch keine Vorhersage möglich, wann dies der Fall sein werde.

          Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf Vatikankreise berichtet, dass Tebartz-van Elst wegen der Kostenexplosion am neuen Limburger Bischofssitz keine Wiedergutmachung leisten müsse. Der Papst habe das bereits im Juli entschieden. Details sollen demnach Bistumsleiter Manfred Grothe im September in Rom erläutert werden.

          Grothe hatte bereits im April im Vatikan die Frage nach materieller Entschädigung vorgetragen, wie das Bistum am Donnerstag weiter mitteilte. Die Baukosten für die Residenz waren auf rund 31 Millionen Euro gestiegen. Das Bistums verlor durch das Projekt nach eigenen Angaben 3,9 Millionen Euro - diese Summe musste abgeschrieben werden. Wegen des Finanzskandals und Kritik an seinem Führungsstil hatte Tebartz-van Elst im März 2014 sein Amt als Limburger Bischof verloren. Er hat nun einen Posten im Vatikan.

          Weitere Themen

          Eine Stadt zeigt Gesicht

          Nach Attentat von Hanau : Eine Stadt zeigt Gesicht

          Mehrere tausend Menschen versammeln sich mit dem Bundespräsidenten in Hanau zu einer Mahnwache. Sie legen Kerzen und Blumen nieder – und halten Plakate hoch, auf denen zum Widerstand gegen Rassismus aufgerufen wird.

          Nicht mehr davonkommen lassen

          Hasskriminalität im Internet : Nicht mehr davonkommen lassen

          So wahnsinnig das Weltbild des Attentäters von Hanau auch gewesen ist, es ist nicht fernab von Raum und Zeit nur in seinem Hirn entstanden. Der Mann suchte Bestätigung – und fand sie im Netz.

          Topmeldungen

          Nach dem Terrorakt in Hanau : Zeichen gegen das Gift

          Hanau steht unter Schock: Der Bundespräsident spricht von einer tiefen Wunde. Vertreter der Migranten-Community fordern von Innenminister Seehofer mehr Sicherheit. Und Hessens Ministerpräsident sagt, er könne die Angst verstehen.
          Beweissicherung am Tatort: Deutschland hat ein Problem mit Rechtsterror, das ist nicht mehr zu übersehen. Was jetzt?

          Morde in Hanau : Böser, als die Polizei erlaubt

          Statt zwischen Rechtsextremismus und Rechtsterror zu unterscheiden, sollte man beides bekämpfen. Der Staat und seine Organe müssen jetzt aufrüsten – technisch, aber auch mental.

          Gericht hebt Stopp auf : Tesla darf weiter roden

          Umweltschützer erwirkten im Eilverfahren einen Rodungsstopp auf dem Gelände der geplanten Tesla-Autofabrik. Doch nun hat ein Gericht beschlossen: Die Bäume dürfen gefällt werden. Der Beschluss ist nicht weiter anfechtbar.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.