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Bistum Limburg : Das Warten auf eine Antwort aus Rom

  • Aktualisiert am

Muss Franz-Peter Tebartz-van Elst eine Wiedergutmachung zahlen? Diese Frage scheint noch nicht beantwortet. Bild: dpa

Erst hieß es nein, nun wartet man noch auf eine Antwort: Bei der Frage, ob der ehemalige Limburger Bischof Tebartz van-Elst Schadenersatz nach dem Finanzskandal zahlen soll, herrscht Verwirrung.

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          Das Bistum Limburg wartet nach eigenen Angaben weiterhin auf eine Antwort aus dem Vatikan, ob Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst nach dem Finanzskandal Schadenersatz zahlen muss. Es sei zugesagt worden, sich schriftlich in dieser Frage zu äußern, teilte die Diözese am Donnerstag mit. „Eine entsprechende Antwort liegt dem Bistum bislang nicht vor.“ Ein Papst-Sprecher erklärte, es sei noch keine Entscheidung gefallen und auch keine Vorhersage möglich, wann dies der Fall sein werde.

          Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf Vatikankreise berichtet, dass Tebartz-van Elst wegen der Kostenexplosion am neuen Limburger Bischofssitz keine Wiedergutmachung leisten müsse. Der Papst habe das bereits im Juli entschieden. Details sollen demnach Bistumsleiter Manfred Grothe im September in Rom erläutert werden.

          Grothe hatte bereits im April im Vatikan die Frage nach materieller Entschädigung vorgetragen, wie das Bistum am Donnerstag weiter mitteilte. Die Baukosten für die Residenz waren auf rund 31 Millionen Euro gestiegen. Das Bistums verlor durch das Projekt nach eigenen Angaben 3,9 Millionen Euro - diese Summe musste abgeschrieben werden. Wegen des Finanzskandals und Kritik an seinem Führungsstil hatte Tebartz-van Elst im März 2014 sein Amt als Limburger Bischof verloren. Er hat nun einen Posten im Vatikan.

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