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Schwalbach : Fässer mit Leichenteilen in Garage entdeckt

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Fundort: Hessische Kriminalbeamte in Schwalbach am Taunus, wo Leichenteile in zwei Fässern entdeckt wurden Bild: dpa

In Schwalbach am Taunus sind Leichenteile beim Entrümpeln einer Garage entdeckt worden. Ein Polizeisprecher sprach von „Torso, Kopf, Fuß, Unterschenkel“.

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          Zwei Fässer mit Leichenteilen sind beim Entrümpeln einer Garage in Schwalbach bei Frankfurt entdeckt worden. Den Inhalt der blauen Plastikfässer beschrieb Polizeisprecher Andreas Beese mit „Torso, Kopf, Fuß, Unterschenkel“. Den Angaben zufolge hatte ein Mann, der im August gestorben war, die Garage gemietet. Seine Familie wollte am Mittwochabend den Raum entrümpeln und machte den grausigen Fund.

          Die verwesten Leichenteile würden gerichtsmedizinisch untersucht, sagte Beese. Noch lasse sich nichts zu Alter, Geschlecht oder Todeszeit sagen, ob es eine Leiche sei oder mehrere. „Wir stehen noch ganz am Anfang unserer Ermittlungen“, sagte der Polizeisprecher im Main-Taunus-Kreis.

          Schaulustige am Fundort

          An der gemauerten weißen Garage in der Schwalbacher Altstadt standen am Donnerstag noch einige Schaulustige. Seit neun Uhr abends am Mittwoch hätten die ganze Zeit über Kriminalpolizisten in weißen Schutzanzügen den Fundort untersucht, berichteten Nachbarn. Die Angehörigen seien völlig geschockt gewesen.

          Der 1946 geborene Mieter der Garage habe zwar in Schwalbach, aber nicht auf dem Anwesen gelebt, teilte die Polizei mit. Der Vermieter sagte der dpa, der knapp 70 Jahre alte Rentner habe die Garage seit Jahren gemietet. Er sei ein unauffälliger Mann gewesen, ein Gartenbauer, der in der Garage Geräte lagerte.

          Am Donnerstagnachmittag ließ ein Hundeführer den Leichenspürhund Katinka das Gelände absuchen. Die braune Mischlingshündin fand auf dem Hof aber keine Spuren. Wann die Gerichtsmediziner Ergebnisse nennen können, steht nach Beeses Angaben noch nicht fest. Die Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft in Frankfurt geleitet.

          Leichenteilfunde in Südhessen

          Grausige „Torso“-Fälle haben auch in Südhessen für Aufregung gesorgt. Nahe der Burg Frankenstein bei Mühltal entdeckten Pilzsammler im September 2012 eine männliche Leiche ohne Kopf und Beine. Sie war an Brust und Armen auffällig tätowiert. Knapp ein Jahr später schickte das Landgericht Darmstadt einen 56 Jahre alten Mannes wegen Totschlags für zehn Jahre ins Gefängnis. Der Tote sei ein acht Jahre jüngerer Mitbewohner des Angeklagten gewesen. Sie seien in Streit geraten.

          2003 war auf einem Parkplatz unterhalb der Burg Frankenstein schon einmal eine Leiche mit abgetrenntem Kopf gefunden worden. Auch in diesem Fall wurde der Täter ermittelt, er erhielt acht Jahre Haft.

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