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F.A.Z.-Leser helfen : Das Aschenputtel von Salcajá

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Viele Anlaufstellen für die Schützlinge

Umso wichtiger ist es, dass sich nicht nur die Hausmütter um die Kinder kümmern. Im Dorf erhalten die Kinder von allen Mitarbeitern Zuwendung, Wärme und Geborgenheit: Umarmungen und freundliche Worte von Lehrern, der Schuldirektorin, der Personalchefin und Projektleitern gehören ganz selbstverständlich zum Alltag. Auch die Förderung ist vielfältig und nicht auf die sechsstufige Grundschule beschränkt, zu der ein Kindergarten und eine Vorschule gehören, die auch von armen Kindern aus umliegenden Dörfern besucht werden.

Ältere Schüler werden zudem mit einem Schulbus zu weiterführenden Schulen in die nächste Stadt gefahren. Außerdem gibt es Werkstätten, in denen die Jugendlichen praktische Dinge lernen und auf eine Berufsausbildung vorbereitet werden. Um das Wohl der Schützlinge kümmern sich eine Sozialarbeiterin, Psychologinnen und Ärztinnen.

Bescheidene, aber gut ausgestattete Zimmer

Die Kinder wachsen zwar im geschützten Raum auf, aber nicht im Luxus. Wie in einer normalen Familie müssen die jungen Bewohner im Haushalt helfen und Tätigkeiten wie Waschen, Putzen und Kochen übernehmen. Die Unterkünfte selbst sind schlicht, aber besser ausgestattet als die meisten Hütten in den umliegenden Bergdörfern. Die gefliesten Bungalows verfügen über jeweils eine Küche und zwei Bäder, in der Regel drei Schlafzimmer für die Kinder und zwei für Betreuer sowie ein gemeinsames Wohnzimmer mit einem langen Esstisch und einer Sitzgarnitur.

Auch das Zimmer, in dem Silvia zusammen mit ihrer ein Jahr älteren Schwester Adelaida Yoselin, der fünf Jahre alten Dayana und der elf Jahre alten Merari lebt, ist bescheiden eingerichtet: Es gibt zwei Stockbetten, einen Tisch und ein Einbauregal. An den Wänden hängen kaum Bilder, Spielsachen sind nur wenige zu sehen. Nur die bunten Bettdecken machen den Raum ein wenig gemütlich. Da stechen das elegante goldfarbene Abendkleid und die silbernen, strassbesetzten Schuhe besonders hervor, die Silvia bei ihren königlichen Auftritten trägt.

Frieden und Freiheit

Zur Begrüßung der deutschen Gäste hat sie die Festgarderobe allerdings im Regal gelassen. Ihrer Rede folgt nämlich ein weiterer Auftritt: Mit Klassenkameraden führt sie einen Folkloretanz vor, bei dem Jungen und Mädchen im Kreis laufen und sich an langen Umhängen festhalten. Dafür trägt Silvia eine landestypische Tracht: eine pinkfarbene, mit Blumen bestickte Bluse und einen Wickelrock aus einem bunten Webstoff, dazu einfache Riemchensandalen.

Auch im Schulchor singt die Neunjährige mit. Unter den sechs Königinnen der Schule ist sie die kleinste. Zum Lied vom Frieden, „Canto de la Paz“, schwenkt die bunte Schar der Kinder schließlich selbstgebastelte weiße Papiertauben und singt mit Inbrunst „Wir wollen Frieden und Freiheit“. Im Kinderdorf haben sie beides.

 

Spenden für das Projekt „F.A.Z.-Leser helfen“

Spenden für das Projekt „F.A.Z.-Leser helfen“ Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und die Frankfurter Allgemeine / Rhein-Main-Zeitung bitten um Spenden für die Sprach- und Berufsförderung von Flüchtlingen in Frankfurt und eine Schule für notleidende Kinder in Guatemala. Spenden für das Projekt „F.A.Z.- Leser helfen“ bitte auf die Konten: - Nummer 11 57 11 bei der Frankfurter Volksbank (BLZ 501 900 00) IBAN: DE94 5019 0000 0000 1157 11 - Nummer 97 80 00 bei der Frankfurter Sparkasse (BLZ 500 502 01) IBAN: DE43 5005 0201 0000 9780 00 Die Namen der Spender werden in der Zeitung veröffentlicht. Selbstverständlich wird auch der Wunsch respektiert, auf eine Namensnennung zu verzichten. Spenden können steuerlich abgesetzt werden. Sofern die vollständige Adresse angegeben ist, kann eine Spendenquittung zugeschickt werden Weitere Informationen zur Spendenaktion im Internet unter der Adresse www.faz-leser-helfen.de.

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