https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/so-werden-ukraine-fluechtlingen-in-sicherheit-gebracht-17858055.html

Flucht aus der Ukraine : Stille Helfer im Hintergrund

Flüchtlinge aus der Ukraine, die in einer privaten Rettungsaktion aus Rumänien zum Flugplatz Egelsbach geflogen wurden, warten auf ihre Abholung durch einen Bekannten. Bild: Lucas Bäuml

Der eine fliegt kurzerhand persönlich Frauen und Kinder aus der Ukraine. Die andere organisiert die Flucht von 24 Kindern vom heimischen Sofa aus.

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          Sie haben nicht viel dabei, die vier Frauen und zwei Mädchen, die am Sonntagabend am Flugplatz Egelsbach, zwischen Frankfurt und Darmstadt, ankommen. Ein paar Rollkoffer, ein paar Taschen, Rucksäcke. Die kleine Marta, sieben Jahre alt, hält ein Zebra-Plüschtier im Arm, die Hand ihrer Mutter lässt sie nicht los. Mittags wurden sie abgeholt, am Flughafen Ștefan cel Mare bei Suceava in Rumänien, direkt an der Grenze zur Ukraine. Um viertel vor sieben sind sie in Egelsbach gelandet.

          Alexander Jürgs
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
          Marie Lisa Kehler
          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Tatjana und ihre hochschwangere Schwiegertochter gehören zu der Gruppe. Die junge Frau ist im achten Monat schwanger, das Kind könnte jeden Moment auf die Welt kommen. Der Vater wird bei der Geburt nicht dabei sein. Er musste in der Ukraine bleiben, darf das Land nicht verlassen, vermutlich wird er kämpfen müssen. „Gemischte Gefühle“ hätten sie, sagt Tatjana. Einerseits sind sie dankbar, dass sie dem Krieg entkommen konnten. Andererseits sind ihre Sorgen um das Heimatland riesig, ist die Zukunft ungewiss wie nie zuvor.

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