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F.A.Z.-Leser helfen : Anna ist immer auf Hilfe angewiesen

Zuflucht in Kelsterbach: Die zwölf Jahre alte Anna und ihre Eltern Yevhen und Tetiana Kolybelnikov in der eigenen Wohnung Bild: Frank Röth

Die zwölf Jahre alte Ukrainerin Anna, die seit ihrer frühen Geburt schwer behindert ist, hat nicht erst die Flucht in der Entwicklung zurückgeworfen. Der Kinderhospizdienst Löwenzahn hilft, Förderung zu organisieren.

          6 Min.

          Anna ist ein absolutes Wunschkind. Für sie und ihren Mann sei sie „Glück und Freude“, sagt Tetiana Kolybelnikova strahlend. Ihren Beruf als Englischlehrerin hat die heute 43 Jahre alte Mutter nach der Frühgeburt ihrer Tochter vor zwölf Jahren aufgegeben. Rund um die Uhr kümmert sie sich um das Mädchen, das nicht sprechen, kaum hören, nicht laufen, nicht alleine essen und trinken kann. Sie muss getragen, gefüttert und gewickelt werden.

          Ingrid Karb
          Blattmacherin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Anna war auch der Grund, warum die Familie Ende März die Ukraine verlassen hat und mithilfe der Klitschko Foundation zusammen mit anderen Familien mit schwerst kranken Kindern nach Kelsterbach gekommen ist. Ursprünglich hatten sie das nicht vor, berichten die Eltern. Sie waren in ihrer Kiewer Wohnung geblieben, selbst als alle Nachbarn das Hochhaus schon verlassen hatten. Doch als es dann Bombenalarm gab, erkannten sie, dass es fast unmöglich war, die spastisch gelähmte Tochter schnell aus der Wohnung im zwölften Stock in einen Luftschutzbunker in Sicherheit zu bringen. Nicht zuletzt aufgrund des Schrecks und der Angst sei sie auf seinem Arm völlig steif geworden, berichtet ihr Vater ­Yevhen Kolybelnikov. Er kann bis heute nicht begreifen, was in seiner Heimat passiert. Dass Russland die Ukraine tatsächlich angreife, das hätte er nie gedacht, sagt der Achtundvierzigjährige und ist ein Dreivierteljahr nach Ausbruch des Krieges immer noch fassungslos, schüttelt den Kopf.

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