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Im Funkhaus: Stefanie Taschinski liest in Bad Vilbel. Bild: Rosa Burczyk

Autorin Stefanie Taschinski : Ein magischer Klassenlehrer

  • -Aktualisiert am

Lukas Kreideweiß ist der neue Lehrer der Klasse 3d an der Lilienthal-Schule. Und er hat plötzlich viele magische Tricks auf Lager, wie Autorin Stefanie Taschinski für die F.A.Z.-Sonntagsgeschichten erzählte.

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          Kinder rasen auf Socken über die Gänge, pantomimisch stellen sie ihren Lieblingssport dar, Papierflieger segeln durch die Luft: Im Funkhaus von Radio FFH in Bad Vilbel geht es am Sonntagnachmittag temperamentvoll zu. Zu Gast ist Kinderbuchautorin Stefanie Taschinski. Im Rahmen der F.A.Z.-Sonntagsgeschichten liest sie aus ihrem neuen Buch „Der geniale Herr Kreideweiß“.

          Doch bei einer reinen Lesung bleibt es nicht lange. Die Autorin aus der Nähe von Hamburg, bekannt vor allem für ihre „Die kleine Dame“-Reihe, animiert die Kinder auch immer wieder zum Mitmachen. Mitgebracht hat sie etwa Quizfragen zu den Kapiteln, die sie aus dem Buch vorliest. Geduldig beantwort sie die Fragen der Kinder.

          In „Der geniale Herr Kreideweiß“ nimmt Stefanie Taschinski ihre jungen Leser mit zum Schloss Krötenfels. Dort beginnt das Abenteuer von Lukas Kreideweiß, dem neuen Lehrer der Klasse 3d an der Lilienthal-Schule. Und dieser Herr Kreideweiß hat nun plötzlich ziemlich viele magische Tricks auf Lager, an die er sich allerdings selbst erst noch gewöhnen muss. Denn dass auf einmal Bücher durch die Luft fliegen oder sogar Kinder im Sportunterricht abheben, hängt mit der sagenhaften Erbschaft seines Großonkels Ludwig L. Kreideweiß zusammen.

          Mit dem Lehrer stimmt was nicht

          Dieser Onkel, von dem der junge Lehrer bislang nichts wusste, hat einst selbst auf Schloss Krötenfels gelebt. Von ihm übernimmt Lukas Kreideweiß nicht nur ein Rennrad mit dem rätselhaften Namen „Levitatus QX100“, mit dem er fliegen kann, sondern auch das „wuulige Glücksschaf“ Rüdiger, das ziemlich vorwitzig ist und immer mal wieder lebendig wird, sowie einen kichernden Koffer.

          Für einige Schüler seiner Klasse ist schnell klar, dass mit dem neuen Lehrer etwas nicht stimmen kann. Schließlich landete er einige Tage vor Schulbeginn – von grünen, gelben und regenbogenfarbenen Blitzen begleitet – sehr unsanft vor Matti, die mit ihrer Mutter und ihrer Hündin Zora spazieren geht. Zu diesem Zeitpunkt weiß Kreideweiß noch nichts über die wunderbaren Flugkräfte seines neuen Rades.

          Und auch über das sprechende Minischaf weiß er da noch nicht viel. Rüdiger wird schnell zum Maskottchen der Klasse, das jeden Tag von einem anderen Kind mit nach Hause genommen werden darf. Als Erste steckt Matti das Schaf in ihren Rucksack. Zu Hause angekommen, setzt sie sich an ihre Hausarbeiten, als sie plötzlich von dem Schaf angesprochen wird. „Das Verfassen von Texten gehört ja wohl nicht zu deinen Stärken“, meint das Tier – und Matti ist baff. Doch Rüdiger, der schon mehrere Mathe-Wettbewerbe gewonnen hat, wie er stolz verrät, lässt dem Mädchen nicht viel Zeit zum Staunen, schließlich kämpft das Minischaf mit einem furchtbaren Hunger. Am liebsten möchte es Ananas oder auch Mirabellen. Aber an diesem Tag gibt es sich auch mit einem runzeligen Apfel zufrieden.

          Feuer und Flamme

          Eines ist klar: Wenn die strenge Schulleiterin Frau Rosien gewusst hätte, welches Durcheinander ihr neuer Lehrer an der Schule verursachen würde, hätte sie sich vermutlich mit Händen und Füßen gegen Herrn Kreideweiß und seine seltsamen Lehrmethoden gewehrt. Aber die Direktorin beschäftigt sich ohnehin lieber mit den Blumen in den Beeten der Schule.

          Die Kinder sind an diesem Nachmittag auf jeden Fall Feuer und Flamme für die Geschichte. Sie recken bei jeder Frage der Autorin ihre Hände in die Höhe oder zeigen ihre Pantomime-Künste. Außerdem haben sie jede Menge Fragen. Ein Kind will wissen, wann die Autorin ihr erstes Kinderbuch geschrieben hat (vor zwölf Jahren), ein anderes fragt, wie viele Seiten ihr neues Buch hat (207).

          Marie-Lisa Kehler, stellvertretende Ressortleiterin der Rhein-Main-Zeitung, die die Lesung am Sonntagnachmittag moderiert, kann sich recht entspannt zurücklehnen. Schließlich hat Autorin Stefanie Taschinski das Geschehen gekonnt im Griff. „Ein Fahrrad, das fliegen kann“, bekennt Kehler, würde sie allerdings auch gerne besitzen. Vielleicht kann Herr Kreideweiß ihr ja eins besorgen.

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