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F.A.Z.-Hauptwache : Zukunftsvisionen, Zahlen, Zeichnungen

Viel zu tun: der neue Vorstand der Frankfurter Awo Bild: Lucas Bäuml

Der neue Awo-Vorstand verspricht, dass alles besser wird. Die Suche nach dem „Corona-Patienten 0“ erweist sich in Offenbach als schwierig. Das – und was sonst noch wichtig ist – in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.

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          Guten Morgen!
          Die Awo Frankfurt ist noch so sehr noch mit der Vergangenheitsbewältigung beschäftigt, dass bei der Vorstellung des neuen Vorstands das Thema „Zukunftspläne“ eher kurz abgehandelt wird. Bloß keine Ankündigungen machen, die dann nicht eingehalten werden können. Schließlich geht es nach der Affäre um Ex-Geschäftsführer Jürgen Richter, gegen den der Verdacht der Untreue und des Betrugs besteht,  darum, das Vertrauen der 11.000 Mitarbeiter und den Ruf des Wohlfahrtsverbands wiederherzustellen. Der neue Vorstand hat also viel zu tun – und kündigt das in nur wenigen Worten an. Kernaussage: alles wird besser. Steffen Krollmann, schon seit März im Interimsvorstand, und Axel Dornis wissen, dass hohe Erwartungen an sie gestellt werden. Sie blicken positiv in die Zukunft, wollen für Transparenz, Sicherheit und Klarheit einstehen. Krollmann wird als Vorstandsvorsitzender eingesetzt, Dornis als Finanzvorstand den unternehmerischen Teil des Geschäfts führen.

          Marie Lisa Kehler

          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Mangelnde Transparenz kann man dem Land Hessen indes nicht vorwerfen. Jeden Tag, mehr oder minder pünktlich um 14 Uhr, veröffentlicht das Sozialministerium auf seiner Internetseite die neuesten Corona-Fallzahlen. Und wer sich die Pandemie im Kurvenverlauf anschaut, der sieht schnell: die Fallzahlen steigen wieder an. Noch lassen sich die Infektionsketten meist gut nachverfolgen und somit auch schnell unterbrechen. Aber eben nicht in allen Fällen. So hat sich besonders in Offenbach die Suche nach einem „Patienten 0“ als kompliziert erwiesen. Ohnehin weist die Stadt derzeit den höchsten Inzidenzwert in ganz Hessen auf. Dieser gibt an, wie viele Menschen sich pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen angesteckt haben. In Offenbach liegt dieser Wert bei 36. Ab einem Wert von 35 schaltet sich der Corona-Planungsstab des Landes mit ein. Mit welchen Maßnahmen die Offenbacher nun rechnen müssen und wie versucht wird, die Zahl der Neuinfektionen zu reduzieren, darüber schreibt unser Kollege Jochen Remmert.

          Dass Corona und Kreativität manchmal zusammenhängen, beweist die Mainzer Kommunikationsstudentin Lucie Langston. Sie hat ihre Isolationserfahrungen in einem Comic verarbeitet. Und der hat es jetzt bis in die New York Times geschafft. Dort gibt es die Rubrik „Art In Isolation“ – und Langston hat ihre Art der Art eingeschickt. Zwei Monate hat sie an den Zeichnungen gearbeitet. Entstanden ist ein sechzehnseitiger Comic, der den Corona-Frühling der 35 Jahre alten Künstlerin in Zeichnungen festgehalten hat. Wieso die Zeichnungen nun auch von Therapeuten genutzt werden sollen, um mit Menschen über ihre Ängste zu sprechen, schreibt Sascha Zoske. Und ja, einen Blick auf die Zeichnungen können Sie auch erhaschen.

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          Und außerdem hat sich Florentine Fritzen in Frankfurter Schulen umgehört, wie die gelockerten Corona-Regeln bei den Schulleitern ankommen, hat die Ärztin Christine Preißmann Autisten befragt, was sie aus der Corona-Zeit gelernt haben, hoffen Angestellte der Conti-Tochter Vitesco darauf, einer Kündigungswelle doch noch zu entgehen.

          Ihre Marie Lisa Kehler

          Wetter

          Heute wechseln Sonne und Wolken einander ab. Höchstwerte bei 25 Grad. In den nächsten Tagen wieder Temperaturen um 30 Grad.

          Geburtstag haben heute Walter Astheimer (Die Grünen), Erster Kreisbeigeordneter des Kreises Groß-Gerau (70); Dieter Schenk, Vorsitzender des Stiftungsrats der Else-Kröner-Fresenius-Stiftung, Bad Homburg (68); Michael Emmerich, Geschäftsführer des Medienverlags VRM Wetzlar GmbH, Vorsitzender des Verbands Hessischer Zeitungsverleger (60); Jens Nixdorf, Geschäftsführer der Gas-Union GmbH, Frankfurt (57); Susanne Johna, Bundesvorsitzende und hessische Landesvorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Oberärztin für Krankenhaushygiene am St.-Josefs-Hospital Rheingau, Rüdesheim (55).

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