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F.A.Z.-Hauptwache : Zuhörer, Feinschmecker, Hysteriker

Rainer Forst ist lehrt Politische Theorie und Philosophie an der Frankfurter Universität. Bild: Helmut Fricke

Was sagt ein Philosoph zum Corona-Virus? Wer hat im Rhein-Main-Gebiet die Michelin-Sterne abgesahnt? Was bedeutet die Wahl des Limburger Bischofs Georg Bätzing zum Vorsitzenden der Bischofskonferenz? Die F.A.Z.-Hauptwache kümmert sich um die Fragen des Tages.

          2 Min.

          Guten Morgen,

          Matthias Alexander

          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          „Wir sind Vorsitzender der Bischofskonferenz“ hätte die Schlagzeile der Rhein-Main-Zeitung lauten können, in Anlehnung an die legendäre Headline der Kollegen von der „Bild“-Zeitung, die nach der Wahl von Kardinal Joseph Ratzinger zu Papst Benedikt XVI. titelte: „Wir sind Papst.“ Denn der Limburger Bischof Georg Bätzing ist am Dienstag von seinen deutschen Amtskollegen zum Vorsitzenden gewählt worden, er folgt damit Kardinal Reinhard Marx nach. Ein wenig überraschend ist die Wahl schon, aber es ist eine gute Entscheidung, kommentiert unser Kirchenredakteur Tobais Rösmann. Und er porträtiert Bätzing unter der Überschrift „Zupackender Zuhörer“.

          „Wir sind Feinschmeckerland“ dürfen die Hessen leider nicht von sich sagen. Dafür strahlen im Vergleich zu Baden-Württemberg, Bayern, NRW und Berlin zu wenige Sterne über der hiesigen Restaurantlandschaft. Ihre Zahl ist in der neuesten Ausgabe des Guide Michelin gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben, mit einer kleinen Verschiebung von Norden nach Süden. Während das Restaurant „Voit“ in Kassel seinen Stern verloren hat, kann sich das „Gustav“ in Frankfurt über einen zweiten freuen . Küchenchef ist der junge Jochim Busch, dem „enorme Sicherheit und Tiefgründigkeit“ zugesprochen werden. Außer dem „Gustav“ dürfen sich das „Lafleur“ in Frankfurt und das Gourmetrestaurant auf der Burg Schwarzenstein im Rheingau mit einem Doppelstern schmücken.

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          „Sind wir verrückt geworden?“ lautet die Frage, die sich angesichts der allgemeinen Aufregung um den Coronavirus stellt. Kulturchef Michael Hierholzer hat sie dem Frankfurter Philosophen Rainer Forst gestellt . Die Antwort fällt erwartungsgemäß differenziert aus. Forst stellt eine wachsende Irrationalität fest, die differenzierte Gesellschaften mit sich bringen: „Solche Gesellschaften leben einerseits zu einem hohen Maß von Stabilitätserwartungen, stellen aber andererseits entfremdete Lebensformen dar, die von System abhängen, die man nicht überschaut.“ Dem Thema Corona nähern wir uns auch von der medizinischen Seite. Marie Lisa Kehler und Bernhard Biener haben niedergelassene Ärzten gefragt, welche Erfahrungen sie mit Patienten und Gesundheitsbehörden machen. Kurz zusammengefasst: Die Behauptung, Deutschland sei gut vorbereitet, lässt sich nicht aufrechterhalten.

          Und außerdem hat die Wiesbadener Stadtverwaltung ihre Dienstwagenflotte auf E-Mobilität umgestellt +++ hat sich erstmals seit dem 19. Jahrhundert wieder eine Wölfin in Hessen dauerhaft niedergelassen +++ treten auf dem Frankfurter E-Scooter-Markt zwei Neulinge gegen drei etablierte Anbieter an.

          Einen angenehmen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Matthias Alexander

          Wetter

          Heute ist es wechselnd bewölkt und besonders anfangs gibt es einige Graupelschauer, bei maximal 9 Grad wird es später trockener. In der Nacht lockert es auf und es kühlt auf 2 Grad ab.

          Geburtstag haben heute

          Gerd Geißlinger, Direktor des Instituts für Klinische Pharmakologie am Universitätsklinikum Frankfurt, Initiator des House of Pharma and Healthcare (59); Sabine Bächle-Scholz (CDU), Mitglied des Hessischen Landtags (Wahlkreis Groß-Gerau I) (55).

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