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F.A.Z.-Hauptwache : Warum die Sirenen nicht mehr heulen

Soll alarmieren: eine Sirene auf einem Dach Bild: Picture-Alliance

Die Bevölkerung kann nicht mehr vernünftig gewarnt werden. Ein mutmaßlicher Mörder ist nach fast 30 Jahren festgenommen worden. Das und was heute sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.

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          Guten Morgen!
          Früher war alles anders. Da heulten noch regelmäßig die Sirenen, zum Test, denn man hatte tatsächlich Sorge vor einer ernsten kriegerischen Bedrohung. Und deshalb war früher auch nicht alles besser, denn dass es die Sirenen noch gab, hatte eben einen deprimierenden Grund. Den Eltern ging das Geräusch wegen der Erinnerung an die Fliegerangriffe von einst durch Mark und Bein. Jetzt geht es dem Land in der Hinsicht besser, aber der letzte Sirenen-Test hat gezeigt, dass inzwischen ein Zustand erreicht ist, in dem die Bevölkerung gar nicht mehr vernünftig gewarnt werden kann. Handy-Apps konnten das Problem nicht auffangen. Und das Sirenenprojekt in Frankfurt stockt seit drei Jahren – obwohl das Konzept der Feuerwehr samt Finanzierung schon seit Herbst 2017 fertig in der Schublade liegt. In Bad Homburg hingegen hat man sich schon vor vier Jahren entschieden, ein modernes Sirenennetz aufzubauen. Allerdings setzt die Stadt nicht auf motorgetriebene oder pneumatische Sirenen, sondern auf Lautsprecher. Wir haben uns die Lage in der Region einmal genauer angeschaut. Es könnten Leben davon abhängen.

          Apropos: Fast 30 Jahre nach der Tat hat die Bundespolizei am Flughafen einen 59 Jahre alten mutmaßlichen Mörder festgenommen. Dem montenegrinischen Staatsangehörigen vorgeworfen, im Jahr 1991 einen Mann in Duisburg erschlagen zu haben, um mit dessen Bankkarte 8000 Mark abzuheben. Als er am Wochenende aus Tirana nach Deutschland einreiste, hatte der Beschuldigte offenbar nicht damit gerechnet, dass der Haftbefehl gegen ihn noch im System gespeichert sei, so ein Sprecher. Der Mann wurde unmittelbar nach Landung des Fluges festgenommen. Nach derzeitigen Erkenntnissen wollte er in die Vereinigten Staaten weiterreisen. Nun wurde er in Frankfurt dem Haftrichter vorgeführt. Gut so!

          Und alle, die in Freiheit leben, fragen sich derzeit, wie es mit dem Feiern und der Gastronomie im Winter weitergehen könnte. Dabei kommen die umstrittenen Heizpilze ins Spiel. Eine abermalige Debatte über die Geräte wird es diesen Winter vielleicht geben, ein Verbot aber nicht. Die sogenannten Heizpilze, mit Gas betriebene und Wärme abstrahlende Geräte, die bei Kälte vor allem Restaurants und Cafés draußen aufstellen, bleiben in Frankfurt nach Auskunft des Ordnungsamtes erlaubt. Als Grund wird unter anderem die Notwendigkeit angeführt, im Zuge der Pandemie-Bekämpfung so viel wie möglich dazu beizutragen, dass Leute sich im Freien aufhalten.

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          Und außerdem ist die Multifunktionsarena am Kaiserlei gescheitert, denn auch der zweite Investor wird nicht zum Zug kommen; gibt es das Leben der Stadtverordneten jetzt auch als Pixibuch; sind die Klagen über allzu volle Schulbusse jetzt auch in der hessischen Landesregierung angekommen.

          Viele Grüße aus der Redaktion,

          Ihr Carsten Knop

          Wetter

          In den Frühstunden vereinzelt Nebel, tagsüber scheint aber oft die Sonne, bis zu 32 Grad. Nachts teils klar und mild.

          Geburtstag haben heute

          Klaus Kottmeier, von 2003 bis Dezember 2019 Aufsichtsratsvorsitzender der dfv Mediengruppe, Frankfurt (87); Klaus-Peter Müller, Vorsitzender des Stiftungsrats der Commerzbank-Stiftung, Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der Commerzbank AG, Träger des Hessischen Verdienstordens (76); Gernot Grumbach (SPD), Mitglied des Hessischen Landtags, Frankfurt (68); Hans Jürgen Prömel, von 2007 bis September 2019 Präsident der Technischen Universität Darmstadt (67); Gerhard Adrian, Präsident des Deutschen Wetterdienstes, Offenbach (64); Klaus Peter Schellhaas (SPD), Landrat des Kreises Darmstadt-Dieburg (60); Kristina Sinemus (CDU), hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung (57); Ralf Möller (SPD), Bürgermeister von Weiterstadt (52); Richard Mark Engelhard, Geschäftsführer der Engelhard Arzneimittel, Niederdorfelden (47).

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