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F.A.Z.-Hauptwache : Überzeugend, Ehrenamtlich, Rührend

Zukunftsmusik: viele Pläne für die Städtischen Bühnen Bild: dpa

Sanierung oder Neubau? Die Frankfurter Kulturdezernentin hat zu erkennen gegeben, welche Zukunftsvariante sie für die Städtischen Bühnen vorzieht. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.

          3 Min.

          Guten Morgen,

          Matthias Alexander
          (ale.), Feuilleton

          eine Frau positioniert sich: die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig hat am Donnerstag nicht nur vier Planungsvarianten für die Zukunft der Städtischen Bühnen präsentiert und die Kosten genannt. Sie hat auch klar formuliert, welches Modell sie präferiert. Eine Sanierung ist demnach vom Tisch, stattdessen sollen Oper und Schauspiel in getrennten Neubauten unterkommen. Eine Spielstätte soll am Willy-Brandt-Platz entstehen, die andere in unmittelbarer Nähe. Klingt nach einer überzeugenden Lösung. Was man vom Plan der CDU, den Traditionsstandort an den Wallanlagen komplett aufzugeben und mit den Spielstätten an den Osthafen zu ziehen, nicht sagen kann. Wir berichten ausführlich, befragen Hartwig nach den Details ihres Plans und kommentieren auch.

          Nach langer Zeit gibt es für die Awo Frankfurt einen Hoffnungsschimmer. Drei Frauen haben sich bereit erklärt, die ehrenamtliche Führung des krisengeschüttelten Verbands zu übernehmen. Zu ihnen zählt Petra Rossbrey, die für den Vorsitz des Awo-Präsidiums kandidieren will. Matthias Trautsch hat die Sechzigjährige, die zuletzt ein Fraport-Tochterunternehmen mit 700 Mitarbeitern geführt hat, getroffen. Die Sozialdemokratin könnte sich als ideale Wahl erweisen: Sie hatte mit der bisherigen Awo-Führung nichts zu tun, hat nach eigenen Angaben aber immer wieder Berührungspunkte mit Ehrenamtlichen des Sozialverbands gehabt, deren Arbeit sie sehr schätzt und deren Enttäuschung sie gut verstehen kann. Managementerfahrung und Einfühlungsvermögen sind in der Tat derzeit vorrangig gefragt, um eine neue Awo aufzubauen.

          Früher wäre in Offenbach für diesen Satz ein Amtsenthebungsverfahren in Gang gesetzt worden, heute ist vermutlich nur noch Gerhard Grandke verstimmt: dessen Nach-Nachfolger im Amt des Oberbürgermeisters, Felix Schwenke (SPD), hat auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos gesagt, Frankfurt und Offenbach seien so eng zusammengewachsen, dass er sich längst als Frankfurter fühle. Es ist doch immer wieder rührend, wie sich sonst eher fremdelnde Nachbarn nahe kommen, wenn sie gemeinsam in der Fremde sind.

          Und außerdem hat die Initiative, die einen Bürgerentscheid über die Miethöhe der Frankfurter Wohnungsgesellschaft ABG Holding anstrebt, die Stadt wegen Untätigkeit verklagt +++ muss das Land im Streit um eine unwirksame Rechtsverordnung zur Mietpreisbremse wohl keine Schadenersatzansprüche von Mietern befürchten.

          Einen angenehmen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Matthias Alexander

          Der Tipp zum Wochenende

          Franzosen gibt es in Frankfurt viele. Aber die wenigsten können so gut kochen wie Alexandre Sadowczyk. Der hat in der Stadt schon einige namhafte Stationen absolviert, darunter in den Sternerestaurants „Lafleur“ und „Weinsinn“. Jetzt kocht er in seinem ersten eigenen Lokal in den Räumen der früheren „Fetten Henne“ an der Friedberger Landstraße. Der Name „L’Ecume“ bedeutet „Der Schaum“ und bezieht sich auf die Champagne, in der Sadowczyk aufgewachsen ist und die auch in seinem kulinarischen Wirken eine wichtige Rolle spielt. Die Gäste erwartet eine moderne französische Küche mit klassischen Wurzeln, eine souveräne Weinbegleitung und ein junger Chef voller Elan.

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