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F.A.Z.-Hauptwache : Straßenbahn, Auto, E-Scooter

E-Scooter: Auch bei umweltschonenden Transportmitteln sollte man auf die Verkehrsregeln achten (Symbolbild). Bild: dpa

In Wiesbaden soll ein neuer innovativer Stadtteil mit besonderes ökologischer Ausrichtung entstehen. Denn irgendwann kommt die Zeit, in der man sich vom Auto dann auch wirklich verabschieden muss.

          2 Min.

          Guten Morgen,

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          in Wiesbaden wollen sie einen neuen Stadtteil bauen. Das ist an sich schon gut, schließlich sind die Mieten in der Region so hoch, weil die Nachfrage höher ist als das Angebot. Sie wollen dort aber sogar einen besonders innovativen Stadtteil bauen, so innovativ, dass er der Rhein-Main-Zeitung heute einen Aufmacher wert ist. Denn das Ostfeld, wie er heißen wird, könnte mit seiner ökologischen Ausrichtung vielleicht ein Vorbild für weitere Wohngebiete in der Region werden, wie Kollegen Mechthild Harting schreibt. Zur Ökologie gehört, dass die Bewohner nicht den ganzen Tag mit dem Auto umherfahren sollen, sondern mit der Straßenbahn. Und das ist der Haken: Ob das Wiesbadener Jahrhundertprojekt City-Bahn jemals verwirklicht wird, steht noch keineswegs fest. Was bleibt dann noch ökologisch am ökologischen Stadtteil?

          Alternativen zum Auto sind schon deshalb willkommen, weil die Hessen immer älter werden. Und auch, wenn man es nicht hören mag als alter Mensch: Irgendwann sollte man nicht mehr selbst am Steuer sitzen. Für einen Artikel darüber auf unserer heutigen Verbraucherseite hat sich Petra Kirchhoff Zahlen besorgt: der Zahl der Autofahrer über 65 Jahre, die an Unfällen beteiligt waren, hat sich in Hessen binnen sieben Jahren um ein Drittel erhöht. „Bis zum Geht-nicht-mehr“ hat sie ihren Beitrag darüber überschrieben. Wie schön, wenn man dann in einem Viertel wohnt, in dem alle paar Minuten eine Straßenbahn hält, um einen in die Stadt zu bringen.

          Andererseits: Nichts gibt es umsonst. Wo Straßenbahnen fahren, müssen Straßenbahnschienen liegen, und in eine solche gerieten am frühen Samstagmorgen zwei Frauen mit ihrem E-Scooter, als sie in der Frankfurter Innenstadt unterwegs waren. Eine der beiden wurde bei dem Sturz schwer verletzt. Bevor jemand die Schiene verantwortlich macht: auf einem solchen Roller darf nur einer fahren, nicht zwei, und wie die Polizei wissen lässt, war die junge Frau wohl betrunken.

          Und außerdem  zeigt das Staatstheater Mainz die Musical-Farce „The Producers“ in einer gelungenen Inszenierung, wie unser Rezensent meint +++ sind für die Schnellfahrstrecke der Eisenbahn von Frankfurt nach Fulda die Unterlagen für das Raumordnungsverfahren eingereicht worden, das ist ein weiterer Schritt nach vorn +++ rät die Polizei zur Videoüberwachung des Allerheiligenviertels in Frankfurt.

          Einen angenehmen Start in die Woche wünscht Ihnen

          Ihr Manfred Köhler

          Wetter

          Heute zunächst einige Schauer und böiger West- bis Südwestwind, ab Mittag Auflockerungen und maximal 18 Grad. In der Nacht weitere Auflockerungen und Tiefstwerte um 10 Grad.

          Geburtstag haben heute

          Jörg Jordan (SPD), ehemaliger hessischer Landwirtschaftsminister, Ehrenbürger der Stadt Wiesbaden (80); Michael Mager, Mitglied im Vorstand der Rheingauer Volksbank (54); Christian Sossenheimer, Volleyballtrainer des 1. VC Wiesbaden (48); Christian Barth, Geschäftsführender Gesellschafter des Favorite Parkhotels, Mainz, ausgezeichnet als „Hotelier des Jahres 2019“ (47); Thorsten Mühl, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mainz (46); Oliver Hoppe, Geschäftsführer der Konzertagentur Wizard Promotions, Frankfurt (36).

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