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F.A.Z.-Hauptwache : Schadsoftware, Uber, Feldmann

Hessische Stadtverwaltungen waren offline: Der Virus Emotet suchte Frankfurt und Bad Homburg heim. Bild: EPA

Fiese Computerviren verbreiteten sich in den Stadtverwaltungen von Frankfurt und Bad Homburg. Der Fahrdienst Uber darf laut dem Landgericht Frankfurt Fahrten nicht mehr per App vermitteln. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.

          3 Min.

          Guten Morgen!

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Da seien Sie mal froh, dass dieser Newsletter von einer vertrauenswürdigen und grundanständigen Adresse kommt! Es sind nämlich auch fiese Mails im Umlauf, die Viren verbreiten wie sonst nur einer, der in der S-Bahn niest und sich nicht die Hand vor den Mund hält. Schon am Mittwochabend war in Frankfurt Untergangsstimmung, und das nicht nur, weil die Eintracht im eigenen Stadion gegen Köln untergegangen ist. Untergegangen ist vielmehr auch die Frankfurter Stadtverwaltung, ihre IT musste nach Virenbefall heruntergefahren werden, so dass gestern, wer auf www.frankfurt.de gehen wollte, rein gar nichts zu sehen bekam. Mehrere Ämter konnten nicht arbeiten, keine Ausweise, keine Kfz-Kennzeichen wurden ausgegeben, gar nichts. Die Rhein-Main-Redaktion, froh, nicht derart heimgesucht worden zu sein, berichtet heute ausführlich, was gestern alles schiefging, übrigens auch in Bad Homburg, die Verwaltung der Kurstadt ist auch vom Netz gegangen.

          Dann muss eben alles analog funktionieren. Retro ist gerade in, auch das Frankfurter Landgericht leistete gestern seinen Beitrag dazu und griff dem amerikanischen Konzern Uber in die Speichen, der Taxi-Schreck darf mit seiner bisherigen App keine Fahrten mehr vermitteln. Große Freude bei den Taxifahrern. Schwer, neue Formen der Mobilität in Deutschland zu etablieren. Warum wird es nicht einfach den Kunden überlassen, ob sie lieber mit Uber oder mit einem Taxi fahren wollen? Die F.A.Z. berichtet und kommentiert.

          Kein Tag ohne Awo-Skandal. Jetzt hat Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) wissen lassen, dass die Arbeiterwohlfahrt doch bitte sagen solle, ob seine Frau zu viel verdient habe, dann werde das erstattet. „Von uns“, wie die Formulierung lautet. Der Mann hat einen weiten Weg zurückgelegt, vor kurzem behauptete er noch, mit dem Gehalt der verehrten Frau Gemahlin so gar nichts zu tun zu haben. Schon interessant, dabei zuzusehen, wie der Frankfurter Oberbürgermeister Schritt für Schritt zu einer realistischen Einschätzung kommt, in welch schwieriger Lage er steckt.

          Und außerdem betreiben die Frankfurter Volksbank und die Taunus-Sparkasse jetzt in Bad Soden-Neuenhain die erste gemeinsame Filiale, es sollen noch viel mehr werden; wurden für das inzwischen gescheiterte Wiesbadener Stadtmuseum vom Projektentwickler OFB fragwürdige Aufträge vergeben, meinen Revisoren; ist unsere Polizeireporterin Katharina Iskandar von der Zeitschrift „medium magazin“ als Journalistin des Jahres in einer der Kategorien ausgezeichnet worden, das macht die Redaktion sehr stolz.

          Einen angenehmen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Manfred Köhler

          Der Tipp zum Wochenende

          Steht Ihnen der Sinn nach etwas wirklich Außergewöhnlichem? Einem zwar zeitraubenden, aber mehr als lohnenswerten Ausflug in die Welt der japanischen Esskultur? Dann sollten Sie unbedingt einmal einen Tisch im „Nihonryori Ken“ reservieren. In dem Restaurant in Frankfurt-Sachsenhausen zelebriert Chefkoch Kentaro Fujita die Haute Cuisine seiner Heimat wie kein anderer in der Stadt. Das volle Programm umfasst bei ihm elf Gänge und begeistert durch die Authentizität, Präzision und Detailversessenheit, mit der der Meister zu Werke geht. Den Gast erwartet ursprünglicher, puristischer Geschmack – und große Kochkunst.

          „Nihonryori Ken“, Wallstraße 22, Frankfurt, Telefon 0 69/97 69 46 60, Internet www.ken-japan.de. Geöffnet dienstags bis samstags von 12 bis 14 Uhr und von 18 bis 22 Uhr, sonntags von 11.30 bis 15.30 Uhr.

          Wetter

          Heute im Tagesverlauf aus Westen Wolkenaufzug. Nachfolgend setzt Regen ein. Die Temperatur steigt auf 9 Grad. In der Nacht abziehende Wolken und Regen. Die Temperatur sinkt bis auf 5 Grad.

          Geburtstag haben

          heute

          Michael zu Löwenstein (CDU), von 2012 bis Juni 2019 Fraktionsvorsitzender im Frankfurter Stadtparlament (69); Volker Schmidt-Sköries, Geschäftsführer der Bio-Bäckerei Kaiser, Mainz-Kastel (65); Armin Klein, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Oberhessen, Friedberg (63);

          am Samstag

          Rainer Erd, früherer Künstlerischer Leiter des Frankfurter Kulturzentrums "Die Fabrik“ (75); Michael Keller (SPD), langjähriger Bürgermeister der Stadt Friedberg (70); Theodor Weimer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Börse AG, Frankfurt (60); Patricia Lips (CDU), Mitglied des Deutschen Bundestags (Wahlkreis Odenwald) (56); Arne Brüsch, Vorstandsvorsitzender der Datron AG, Mühltal (53); Oliver Conz, Staatssekretär im hessischen Umweltministerium, Vorsitzender der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (52); Laura Fünfstück, Golferin beim Dreieicher Golfclub Neuhof, deutsche Meisterin 2017 (25);

          am Sonntag

          Harald Strutz, Ehrenpräsident des 1. FSV Mainz 05, von 1998 bis Mai 2019 Mitglied der FDP-Fraktion im Mainzer Stadtrat (69); Roland Frischkorn, Vorsitzender des Sportkreises Frankfurt, Träger der Bürgermedaille (66); Detlef Hübner, Geschäftsführender Direktor des Logistik-Dienstleisters Deufol SE, Hofheim-Wallau (65); Gabriele Jörchel, von 2013 bis April 2019 Präsidentin des Hessischen Landesarbeitsgerichts, Frankfurt (64); Katrin Böhning-Gaese, Direktorin des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums, Frankfurt, Vizepräsidentin der Leibniz-Gemeinschaft (55); Evelyne Freitag, Geschäftsführerin Finanzen bei Sanofi-Aventis Deutschland, Frankfurt (53).

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