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F.A.Z.-Hauptwache : Proteste mit dem falschen Ergebnis

Einsatzkräfte bei der Räumung des Herrenwalds: Die Proteste von Aktivisten gegen den Weiterbau der A49 zu einem folgenschweren Unfall auf der A3 geführt. Bild: dpa

Eine Demonstration gegen den Weiterbau der A49 hat einen schweren Unfall zur Folge, die Bundeswehr hilft in Frankfurt aus, und die Buchmesse startet. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.

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          Guten Abend,

          manchmal gibt es Nachrichtentage, an denen es kaum möglich ist, das Geschehen in einem Moment einzufrieren, schon ist irgendwo wieder etwas Neues passiert. Der Tag, der heute zu Ende geht, ist so einer: Da sind die Proteste rund um den Weiterbau der Autobahn 49, die zu einem langen Stau auf der Autobahn 3 geführt haben, weil an einer Brücke ein Transparent entrollt wurde – am Stauende aber ist es dann zu einem Verkehrsunfall mit einem Schwerverletzten gekommen. Dazu kann man eine klare Meinung haben, oder aber Ursache und Wirkung umdrehen und dem Autofahrer die Schuld in die Schuhe schieben. Ich denke, es ist klar, wie die Dinge richtig betrachtet werden müssen.

          Weil die Infektionszahlen in Frankfurt weiter steigen, sollen 60 Soldaten der Bundeswehr dabei helfen, Kontakte von Infizierten zu ermitteln. Die ersten Soldaten werden noch in dieser Woche die Mitarbeiter des Frankfurter Gesundheitsamts bei ihrer Arbeit unterstützen. Das wiederum klingt vielleicht spektakulärer als es ist – und doch: Bestimmte Regelungen mögen übertrieben sein, die Politik sucht den richtigen Weg, wie wir alle. Aber hinreichend klar dürfte allen schon sein, in welchen Situationen es geboten ist, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Es ist einfach, man gewöhnt sich daran. Und es ist auch nicht mehr heiß. Also: Bitte die Regeln einhalten. Und ja, es ist auch legitim Übertreibungen anzuprangern. Bestimmt steuern die Politiker in der Frage der unausgewogenen Reiseverbote nach. Wir haben die wichtigsten Fragen zu den derzeit gültigen Corona-Beschränkungen einmal zusammengefasst und bemühen uns, hilfreiche Antworten darauf zu geben. Zudem hat sich Marie Lisa Kehler angeschaut, wie die Lage am Frankfurter Flughafen und im dortigen Testzentrum derzeit aussieht.

          Außerdem geht heute in Frankfurt die Buchmesse los, oder jedenfalls das, was von ihr übrig geblieben ist. Die Kulturredaktion der Rhein-Main-Zeitung berichtet über das, was es noch gibt – und so wenig ist es gar nicht. Florian Balke hat selbstverständlich ein Gespräch mit der Buchpreisträgerin Anne Weber geführt, und wir haben von heute an bis zum Ende der Woche eine Sonderseite im Blatt, die ganz allein dem vielleicht schönsten virtuellen Termin im Herbst gewidmet ist. Viel Spaß beim Lesen – in der Zeitung und dann im Buch Ihrer Wahl.

          Und außerdem sind zwei Tage nach dem Fund einer Leiche in Sachsenhausen die Hintergründe der Tat weiter unklar. Bislang steht nur der mutmaßliche Täter fest +++ ist ein 23 Jahre alter Mann in einer Bankfiliale gewalttätig geworden, weil es Schwierigkeiten beim Einlösen eines Schecks gab +++ will die Stadtpolizei des Ordnungsamtes mit mehr Personal die verschärften Corona-Regeln kontrollieren.

          Viele Grüße aus der Redaktion

          Ihr Carsten Knop

          Das Wetter für morgen

          Zuerst locker bewölkt, mittags zieht leichter Regen auf. Höchstwerte um 12 Grad. Nachts Regen bei 7 Grad.

          Geburtstag haben am Mittwoch, 14. Oktober

          Detlef Maltzahn, Geschäftsführer und Eigentümer des Auktionshauses Rippon Boswell & Co., Wiesbaden (69); Burkhard Bastuck, Vorsitzender der Frankfurter Museums-Gesellschaft (67); Heinrich Riethmüller, von 2013 bis Oktober 2019 Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Frankfurt (65); Armin von Falkenhayn, Deutschland-Chef der Bank of America, Frankfurt (52); Susanne Simmler (SPD), Erste Kreisbeigeordnete des Main-Kinzig-Kreises (44); Sönke Rothenberger, in Bad Homburg lebender Dressurreiter, Olympiasieger sowie Welt- und Europameister mit dem deutschen Dressur-Team (26).

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