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F.A.Z.-Hauptwache : Muslimisches Bad, Fahrplanwechsel, „Loverboys“

Neue S-Bahn-Station: Die neue Haltestelle zwischen Frankfurt und Flughafen ist ab dem 15. Dezember am Netz. Bild: Michael Braunschädel

Ein Frankfurter möchte ein muslimisches Schwimmbad bauen. Der jährliche Fahrplanwechsel im Dezember bringt eine neue S-Bahn-Station. Die hessische Landesregierung beschäftigt sich mit „Loverboys“. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.

          3 Min.

          Guten Morgen!

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Wir hier im Gallus schreiben ja nur die Nachrichten auf – wie die verehrte Leserschaft darüber denkt, bleibt ihr selbst überlassen. Die Gewissheiten schwinden. Zum Beispiel steht heute im Blatt, dass es in Frankfurt erstmals mehr als 600.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gibt. Eigentlich eine gute Nachricht, schließlich war Massenarbeitslosigkeit lange eine Geißel der Gesellschaft. Mancher meint aber, die neue Geißel sei vielmehr der Druck auf den Wohnungsmarkt. Insofern kann es auch sein, dass gar nicht jeder glücklich ist, wenn immer mehr Arbeitsplätze entstehen. Schwer, es allen recht zu machen.

          Auch eine zweite Nachricht heute in der Rhein-Main-Zeitung werden die einen so, die anderen so sehen. Ein Frankfurter mit deutschem Pass und türkischer Abstammung möchte in Frankfurt ein Schwimmbad für Muslime bauen. Er meint, solch eine Einrichtung diene nicht der Abgrenzung, sondern der Integration von Zuwanderern. Wie der Achtunddreißigjährige argumentiert, was er genau plant, beschreibt Marie Lisa Kehler heute ausführlich.

          Wenig Streit wird es hingegen darüber geben, dass es vom 15. Dezember an eine S-Bahn-Station mehr in Frankfurt gibt, und zwar im Stadtteil Gateway Gardens. Dort sollen die Züge auf dem Weg von der Innenstadt zum Flughafen einen kurzen Stopp einlegen, so dass die Beschäftigten in diesem Viertel nicht mehr mit dem Autor anreisen müssen. Was sich noch alles am Tag des jährlichen Fahrplanwechsels ändert, schreibt Kollege Hans Riebsamen heute auf, und er kommentiert auch den Ausbau des Nahverkehrs.

          Stopp. Auch das mit der neuen S-Bahn-Station gefällt vielleicht nicht jedem … wenn man vielleicht gerade zu spät zum Flug aufgebrochen ist, auf heißen Kohlen sitzt, und dann stoppt der Zug noch einmal zusätzlich … na, egal.

          Und außerdem bitten wir unsere Leser wie in jedem Jahr um Spenden für gute Zwecke, unter anderem für Augenkliniken in Kenia, die dort von der Christoffel-Blindenmission aus Bensheim betrieben werden, Kollege Daniel Schleidt war dort (in Kenia! Nicht in Bensheim) und berichtet heute in der Zeitung über diese segensreiche Arbeit, empfehlen die Autoren des Newsletters nahezu täglich über unsere hervorragende Kulturseite, heute aber ganz besonders, denn es findet sich dort ein Beitrag mit der vielversprechenden Überschrift „Bauchtanz befragen“, nur leider hat der Autor dieser Zeilen im Moment selbst nicht die Zeit nachzulesen, was sich dahinter verbirgt, beschäftigt sich die hessische Landesregierung neuerdings mit „Loverboys“, und was es damit Trauriges auf sich hat, wüssten wir zwar, verraten wir hier aber nicht.

          Einen angenehmen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Manfred Köhler

          Der Tipp zum Wochenende

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