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F.A.Z.-Hauptwache : Maskenpflicht für Autofahrer in Frankfurt – unter bestimmten Umständen

„Schmuckstück“ im Auto: Die Maske muss in Frankfurt jetzt auch beim Fahren aufgesetzt werden – wenn mehr als zwei Haushalte zusammen kommen. Bild: dpa

In Frankfurt gilt ab mehr als zwei Haushalten eine Maskenpflicht im Auto, A-49-Gegner kommen in Untersuchungshaft und Opel setzt auf Elektroantrieb. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.

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          Guten Abend,

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          auch wer es grundsätzlich gutheißt, wie in Deutschland mit der Corona-Pandemie umgegangen wird, muss sich immer öfter die Augen reiben. In Frankfurt zum Beispiel müssen jetzt auch Autofahrer eine Maske tragen, sofern in ihrem Fahrzeug Menschen aus mehr als zwei Haushalten sitzen. Also zum Beispiel: drei junge Leute unterwegs auf dem Weg zur Berufsschule, alle mit eigener Wohnung. Bisher durfte sich der Fahrer nicht vermummen, und die landläufige Erklärung lautete: Dann ist er ja nicht zu erkennen, wenn er geblitzt wird. Jetzt sagt das Rechtsamt der Mainmetropole: Die obere Gesichtshälfte reicht, wir kriegen die Raser schon. Das gilt aber nur in Frankfurt! Sagten wir schon, dass man sich immer öfter die Augen reiben muss wegen der vielen verwirrenden Regeln? Aber nur mit desinfizierten Fingern bitte.

          Und besser nicht während der Fahrt. Da ist ein klarer Blick nach vorne immer hilfreich. Zuletzt haben Gegner des Lückenschlusses der A 49 in Mittelhessen mehrfach Autobahnen blockiert, indem sie sich von Brücken abseilten, was unschöne Staus ausgelöst hat, in einem Fall auch mit einem schweren Unfall als Folge. Nun kommen vier Gegner des A-49-Weiterbaus in Untersuchungshaft. Insgesamt elf Personen, die am Montag eine solche Blockade verursacht haben, sind am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt worden, die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Nötigung vor. Wie es mit den anderen Aktivisten weiter geht, war noch nicht bekannt.

          Die Kritik am Auto bricht sich immer mehr Bahn, dabei ist die Autoindustrie nach Kräften dabei, ihre Produkte sauberer zu machen; ohnedies sinken die Stickoxid-Werte seit Jahren. Im Interview mit der Rhein-Main-Zeitung berichtet Opel-Chef Michael Lohscheller, wie sein Unternehmen auf den Elektroantrieb und die Brennstoffzelle setzt. „Rüsselsheim wird ein grüner Campus“, verspricht er, und man wird ihn beim Wort nehmen.

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          Und außerdem wird das kleine Frankfurter Theater „Schmiere“ 70 Jahre alt, das würdigen am Dienstag die Kollegen aus dem Kultur-Ressort in der Rhein-Main-Zeitung +++ fällt der Weihnachtsmarkt in Frankfurt zwar aus, aber noch hoffen die Schausteller auf Ersatz, ein Überblick über die Lage in der F.A.Z. +++ hat der Bund der Steuerzahler viele Fälle von Steuerverschwendung gefunden und öffentlich gemacht.

          Einen angenehmen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Manfred Köhler

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