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F.A.Z.-Hauptwache : Hoch hinaus, breit gestreut, nicht zugelassen

Rückstau: Wegen der Pandemie hat es bei den Zulassungsstellen Verzögerungen gegeben. Bild: dpa

Der Bau des höchsten Turms in Frankfurt wird vorbereitet. Zulassungsstellen hatten wegen Corona-Krise Schwierigkeiten. Das und was heute sonst noch wichtig ist in Rhein Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.

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          Guten Morgen!
          In Frankfurt geht es trotz Corona weiter hoch hinaus. Der Bau des „Millennium Tower“, für den sich einst Donald Trump interessierte, wird jetzt vorbereitet. Er soll er höchste Turm der Stadt werden. Im Bebauungsplan ist das Grundstück an der Hohenstaufenstraße im Europaviertel sogar für einen Turm mit 365 Metern vorgesehen. Ganz so hoch wollen die Stadt und der Bauherr CA Immo an dieser Stelle nun zwar nicht hinaus, aber nach Informationen des Kollegen Rainer Schulze wird immer noch groß gedacht. Die Baumasse soll auf zwei Türme verteilt werden. Einer der beiden wird rund 150 Meter hoch, der andere soll mindestens so hoch werden wie der Messeturm. Das Frankfurter Wahrzeichen steht nicht weit entfernt und misst 257 Meter.

          Gebaut wird also noch, aber sonst? Zu was führt Corona? Der Chef des Bad Vilbeler Pharmaherstellers Stada berichtet, dass die Umsätze steigen. Die Karstadt-Mitarbeiterin aus Frankfurt sagt, sie verliere nach 27 Jahren im Unternehmen ihre Stelle. Die Krise fühlt sich für viele Menschen in der Region vollkommen unterschiedlich an. Vor genau sechs Monaten, am 28. Februar, wurde der erste Corona-Fall im Hochtaunus entdeckt. Und seit sechs Monaten bekommen wir auf unseren Recherchen Antworten, die zeigen: Für jeden ist die Krise anders. Falk Heunemann hat Zahlen und Antworten ausgewertet – sicher ist: Wir sind noch lange nicht durch das Tal hindurch.

          Corona hat auch die Frankfurter Zulassungsstelle für Kraftfahrzeuge fest im Griff gehabt. Jetzt endlich soll es wieder aufwärts gehen: Vom 1. September an können Termine grundsätzlich nur noch online beantragt werden. Dadurch werde sich die Leistungsfähigkeit der Behörde um etwa zehn Prozent erhöhen, hofft Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU). Letztlich könne so auch der durch die Corona-Schließung entstandene Rückstau abgearbeitet werden. Derzeit müssen Privatkunden noch etwa zwei Wochen auf einen Termin für die An-, Um- oder Abmeldung ihrer Fahrzeuge warten. Die Tendenz sei fallend. Hoffen wir es, denn in den vergangenen Wochen war die Lage einer Stadt wie Frankfurt nicht würdig; angrenzende Städte haben ähnliche Schwierigkeiten, was wir auch kommentieren.

          Und außerdem haben sich in dem Fall des 35 Jahre alten Mannes, der über Jahre hinweg Dutzende Frauen belästigt und ihnen nachgestellt haben soll, weitere Opfer gemeldet; ist die Liste der Sehenswürdigkeiten auf der Route der Industriekultur Rhein-Main ist um zwei Objekte gewachsen; machen Jule Heidmann und Paula Stenger als Frankfurter Duo Romie Furore, auch wenn derzeit das Konzertleben nur eingeschränkt möglich ist.

          Viele Grüße aus der Redaktion,

          Ihr Carsten Knop

          Bis zum 15. August hatten alle Sprachinteressierten die Möglichkeit, am „Deutschland schreibt!“-Sommerquiz teilzunehmen. Das Quiz ist auf großes Interesse gestoßen. Unter den besten Einsendungen wurde der Gewinner ausgelost: Andreas Klik aus Hamburg hat das Buchpaket gewonnen. Nun hat die neue Auflage des Duden die Macher zu einem  kleinen, zweiteiligen Quiz inspiriert. Der erste Teil ist seit dieser Woche online: https://www.deutschland-schreibt.de/training/quiz/. Zu gewinnen gibt es wieder ein Buchpaket.

          Der Tipp zum Wochenende

          „Riesling-Pier“ heißt die Schänke des Weinguts Keßler in Hallgarten, dessen Lage und Architektur in der Region bis heute nicht unumstritten ist. Wer aber erst auf der Terrasse steht, der vergisst jeden Zank. Der Blick über die Weinberge und den Rheingau ist atemberaubend. Die Rieslinge aus Hallgarten sind markante Rheingauer mit einer belebenden Säure und den typischen Aromen wie Zitrus und Pfirsich. Die Schänke offeriert eine teils deftige, regionale Küche, zu der bisweilen auch Forellen aus dem Wisperbach gehören.

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