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F.A.Z.-Hauptwache : Grün gewinnt, Zentrum rechnet, Frankfurt dauert

Rechenzentrum: Auf dem ehemaligen Neckermann-Areal sollen bald Daten verarbeitet werden. Bild: dpa

Die hessischen Grünen legen bei einer Telefonumfrage in der Gunst der Wähler zu. Auf dem Neckermann-Gelände in Frankfurt wird in Zukunft gerechnet. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.

          2 Min.

          Guten Morgen!

          Matthias Alexander

          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Sie bedeutet für den politischen Lauf der Dinge erst einmal wenig, so eine Umfrage, interessant sind die Ergebnisse gleichwohl. Das Institut Infratest Dimap hat ermittelt, dass die Grünen in der Gunst der hessischen Wähler inzwischen praktisch gleichauf mit der CDU liegen. Die Union würden demnach auf 26 Prozent der Stimmen kommen, wenn am Sonntag Wahl wäre – das ist ein Tiefstwert. Die Grünen kämen auf 25 Prozent – ein Plus von vier Punkten gegenüber dem April 2019. Für die Umfrage wurden vom 7. bis 13. Februar 1000 Hessen telefonisch befragt, also nach der umstrittenen Ministerpräsidentenwahl in Thüringen. Die hessische SPD hat von dem Debakel von CDU und FDP in Erfurt offenbar nicht profitiert, sie rangiert bei 16 Prozent. Landtagskorrespondent Ewald Hetrodt interpretiert, was die Zahlen vier Jahre vor der nächsten Hessenwahl bedeuten könnten.

          Neckermann war einmal ein großer Name im Versandhandel. Seinen Sitz hatte das Unternehmen tief im Frankfurter Osten. Jetzt ist das Gelände zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre verkauft worden. Erwerber ist das Unternehmen Interxion, das Rechenzentren betreibt und zwar im großen Stil. Auf dem 107.000 Quadratmeter großen Grundstück in Fechenheim soll ein ganzer Campus für Rechenzentren und ergänzende Nutzungen entstehen, wie Rainer Schulze exklusiv recherchiert hat. Auch den Denkmalschutz, der für das vom bedeutenden Architekten Egon Eiermann entworfene frühere Neckermann-Hauptgebäude gilt, soll weitgehend gewahrt werden.

          In Deutschland dauern die Dinge inzwischen ja allgemein etwas länger als, zum Beispiel, in China, wo man bei Bedarf innerhalb von wenigen Tagen ganze Krankenhäuser errichtet. Die neue Langsamkeit herrscht nicht nur in der physischen Welt. Sage und schreibe acht Jahre hat es gedauert, bis die neue Internetseite der Stadt Frankfurt online gehen konnte. Heute ist es soweit. Der neue Online-Auftritt soll übersichtlicher sein und zwar gerade auch für Nutzer, die über ihr Smartphone auf „Frankfurt.de“ zugreifen. Außerdem werden die Informationen auf der Seite nicht mehr nach Behörden, sondern nach Themen sortiert. Hört sich doch gut an.

          Und außerdem fordert die AfD-Fraktion im Frankfurter Römer, dass die zuständigen Magistratsmitglieder an den Sitzungen der Fachausschüsse der Stadtverordnetenversammlung teilnehmen; ist die Zahl der Verbrechen in Hessen gesunken und gleichzeitig die Aufklärungsquote gestiegen; macht man sich in Offenbach Sorgen, dass eine Neuordnung des Flugverkehrs beim Westwind für mehr Lärm über der Stadt sorgen könnte.

          Einen angenehmen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Matthias Alexander

          Wetter

          Heute ist es teils bewölkt, teils recht schön und meist trocken. Die Temperaturen klettern bis auf 8 Grad. Nachts verdichten sich die Wolken und gegen Mittwochmorgen regnet es bei 3 Grad wieder.

          Geburtstag haben heute

          Michael Siebert (Die Grünen), ehemaliger Bürgermeister in Darmstadt (70); Cornelius Prittwitz, Vorsitzender des Vorstands der Frankfurter Juristischen Gesellschaft (67); Matthias Drexelius, Direktor des Hessischen Landkreistags, Wiesbaden (54); Daniel Cohen, Generalmusikdirektor des Staatstheaters Darmstadt (36).

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