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F.A.Z.-Hauptwache : Frankfurter Drogenabhängige suchen sich neue Plätze

Drogensüchtige scheinen sich auf dem Spielplatz am Elsa-Brändström-Platz aufzuhalten. Bild: Lucas Bäuml

Ein Spielplatz in Frankfurt sorgt für Aufsehen, die Skyline soll wachsen, und die Corona-Verordnungen bleiben zunächst unverändert. Das und was sonst noch wichtig ist heute in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.

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          Guten Abend,
          für die Eltern, die vor einigen Tagen mit ihren Kindern den Spielplatz am Elsa-Brändström-Platz besuchten, war es ein kleiner Schock: Spritzen und andere Drogenutensilien lagen offen herum, in einer Ecke des Platzes saß ein Abhängiger. Anwohner befürchten, der Drogenkonsum könne aus dem Bahnhofsviertel nun auf angrenzende Stadtteile übergreifen. Schon im Sommer hatten sich Bewohner des Gutleutviertels beschwert. Nun sind es Anwohner des südlichen Westends. Ausschlaggebend aus Sicht der Drogenhilfe: Wenn es zu verschärften Kontrollen komme, wie sie derzeit im Bahnhofsviertel stattfänden, ohne dass zugleich mehr Hilfsangebote geschaffen würden, transferiere man die Probleme einfach nur. Wir haben uns die Situation genauer angeschaut.

          An anderer Stelle gibt es keinen Verdrängungswettbewerb: Die Stadt hat noch genügend unbebaute Hochhausgrundstücke im Köcher, um mittelfristig den Bedarf an Büroflächen zu decken. Doch mit der Planung von Hochhäusern lässt sich die Entwicklung der Skyline langfristig gestalten. Daher haben sich die städtischen Planer nun entschieden, den Hochhausrahmenplan fortzuschreiben, wie Rainer Schulze exklusiv berichtet. In drei Gebieten wird untersucht, wo neue Türme entstehen können. Zwei Büros sollen nun mit der Entwicklung des Rahmenplans beauftragt werden. Um ein Zerfasern der Skyline zu verhindern, sollen die Hochhäuser wie bisher in „Pulks“ angeordnet werden.

          Und was das ganz normale Alltagsleben betrifft, kann ein Überblick über die aktuellen Corona-Regeln in Hessen nicht schaden. Ganz kurz: Die Verordnungen zum Umgang mit der Corona-Pandemie bleiben bis Ende Oktober unverändert. Allerdings soll das Eskalationskonzept der Landesregierung, das auf lokale Beschränkungen jeweils nach Infektionslage setzt, stärker als bisher beachtet werden. Die Gesundheitsämter an Ort und Stelle müssen daher über entsprechende Auflagen entscheiden. Die Landesregierung empfiehlt mit Erreichen einer Inzidenz von 35 „dringend“, die Zahl der Teilnehmer auf 25 zu begrenzen; wird bei der Inzidenz die Alarmstufe 50 erreicht, sollen es nicht mehr als 10 Teilnehmer sein. Allerdings hat das Land aufgrund der Verordnungen durchaus die Möglichkeit, solche Beschränkungen auch anzuweisen, wenn die lokalen Behörden diese nicht für nötig erachten. Ähnliches gilt für Auflagen wie eine erweiterte Maskenpflicht. Im Aufmacher der Rhein-Main-Zeitung steht genauer, was im Lichte der jüngsten Zahlen und Regeln zu beachten ist.

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          Und außerdem greift der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Die Grünen) ins oberste Fach, wenn er eine Ansammlung von Förderprogrammen für die Wirtschaft des Bundeslands als „Neuen Hessenplan“ bezeichnet, findet Manfred Köhler in seinem Kommentar +++ hat sich der Arbeitsmarkt in Hessen im Vergleich zum Vormonat etwas erholt. Die Arbeitslosenquote sank von sechs auf 5,8 Prozent. Im September vergangenen Jahres hatte die Quote bei 4,3 Prozent gelegen +++ ist im Frankfurter Stadtteil Bornheim am frühen Mittwochmorgen ein 32 Jahre alter Mann verhaftet worden, gegen den wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Betrug in zahlreichen Fällen ermittelt wird. Dem Vernehmen nach handelt es sich um ein Mitglied der Rocker-Szene.

          Viele Grüße aus der Redaktion

          Ihr Carsten Knop

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          Zunächst lokal Nebel, dann oft sonnig. Nachmittags etwas Regen. Temperaturen zwischen 12 und 19 Grad.

          Geburtstag

          haben am Donnerstag, 1. Oktober Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Frankfurt (51); Thorsten Schäfer-Gümbel, Vorstand der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Eschborn, ehemaliger SPD-Fraktionsvorsitzender im Hessischen Landtag sowie früherer Landesvorsitzender seiner Partei (51); Christian Engelhardt (CDU), Landrat des Kreises Bergstraße (48).

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