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F.A.Z.-Hauptwache : Feiern, Fälle, Flughafen

Nur noch bis Mitternacht: Nach der Sperrstunde darf der Opernplatz nicht mehr betreten werden. Bild: Aders, Hannah

Nach Mitternacht darf der Frankfurter Opernplatz nicht mehr betreten werden. Eltern kritisieren die Maskenpflicht auf Schulhöfen. Das und was heute sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.

          3 Min.

          Guten Morgen!
          Das ist nun die Folge der nächtlichen Krawalle am vergangenen Wochenende auf dem Frankfurter Opernplatz: An diesem Wochenende wird überall die Polizei stehen, und um Mitternacht wird der Platz geräumt. Es ist dann nicht einmal mehr erlaubt, quer über den Platz zu gehen, wenn man etwa zu später Stunde von der Hauptwache zu seiner Wohnung im Westend möchte. Ob es überhaupt noch Spaß macht, dort zu feiern, wird man sehen. Wenn nicht, dann können sich die friedlichen jungen Leute, die dort am frühen Abend gerne zusammenstehen würden, bei denjenigen bedanken, die weit nach Mitternacht Polizisten angriffen. Das Thema wird uns noch länger beschäftigen.

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Das gilt natürlich generell für alle Themen, die direkt oder indirekt mit der Corona-Pandemie zusammenhängen. Sie ist keineswegs vorbei, gestern hieß es, dass in Hessen 76 neue Fälle gemeldet wurden, aber die Frage, wo in Zukunft noch Masken getragen werden müssen, bewegt die Leute. Bei den Mainspielen am Fluss beklagen Eltern, dass selbst Kleinkinder einen Mundschutz tragen müssen, und die Initiative „Eltern in der Krise“ kritisiert die Maskenpflicht auf Schulhöfen.

          Ob sich die Corona-Pandemie besser in einer Villa ertragen lässt als in einem Plattenbau, wissen wir mangels Villa leider nicht, aber falls es so sein sollte, muss sich das Leben in Königstein erträglicher anfühlen als im Odenwaldkreis. Womit wir etwas mühsam den Übergang von der Pandemie-Berichterstattung zur Finanzberichterstattung hinbekommen haben, denn nach einer neuen Statistik herrscht in Königstein die größte Millionärsdichte in der Region, während sie im Odenwaldkreis besonders klein ist. In ganz Hessen gibt es nach der neuesten Statistik 2000 Frauen und Männer mit einem Jahreseinkommen von mehr als einer Million, mehr als 100.000 Euro im Jahr verdienen gut 200.000 Hessen. Wie schön, dass diese kleine Gruppe mehr als die Hälfte des gesamten Einkommensteuer-Aufkommens zahlt. Die Umverteilung klappt also.

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          Und außerdem wird am Terminal 3 des Frankfurter Flughafens weitergebaut, unser Flughafen-Experte Jochen Remmert hat gestern die Baustelle besichtigt;  befasst sich Kollege Florian Balke auf unserer Kulturseite heute mit dem Buchstaben „J“, und ihm fällt viel dazu ein; befürchtet der Hotel- und Gaststättenverband ein Sterben seiner Mitgliedsbetriebe, Jacqueline Vogt hat mit den Funktionären über die betrübliche Lage der Branche gesprochen.

          Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen

          Ihr Manfred Köhler

          Der Tipp zum Wochenende

          Im Mainzer Traditionshaus „Steins Traube“ ist eine neue Generation am Ruder. Philipp Stein, der zuletzt Küchenchef im Gourmetrestaurant des Favorite Parkhotels in Mainz war, hat vor einigen Monaten das Restaurant im Stadtteil Finthen übernommen. Es ist seit 111 Jahren im Besitz seiner Familie. Der junge Stein steht für große handwerkliche Sorgfalt, er hat einen Fokus auf die Produkte und einen Stil, der immer größtmögliche Harmonie zum Ziel hat. Ebenso anspruchsvoll und durchdacht wie seine Kreationen sind ist die Weinkarte.

          „Steins Traube“, Poststraße 4, Mainz, Telefon 0 61 31/4 02 49, Internet www.steins-traube.de.

          Wetter

          Heute ziehen einige Quellwolken durch, zeitweise ist es sonnig. Höchstwerte um 30 Grad. Nachts teils klar bei 15 Grad.

          Geburtstag haben

          heute

          Gerd Reinschmidt (SPD), Stadtältester, ehemaliger Stadtverordneter und Richter am

          Oberlandesgericht Frankfurt (85); Roland Gerschermann, von 2015 bis Januar 2020 Vorsitzender des Kuratoriums des Historischen Museums, Frankfurt, ehemaliger Geschäftsführer der Frankfurter Allgemeinen Zeitung GmbH (72); Dieter Bingen, von 1999 bis September 2019 Direktor des Deutschen Polen-Instituts, Darmstadt, Träger der Wilhelm-Leuschner-Medaille (68); Frank Woitaschek, Präsident des Hessischen Landesarbeitsgerichts, Frankfurt (60); Annette Ludwig, Direktorin des Gutenberg-Museums, Mainz (57); Javier González, Mitgründer und Geschäftsführer des Kosmetikunternehmens Cosnova, Sulzbach (56); Katrin Hechler, hauptamtliche Kreisbeigeordnete im Hochtaunuskreis, Schatzmeisterin der SPD Hessen (51); Gregor Maria Schubert, Gründer und Leiter des Lichter Filmfests Frankfurt International (50);

          am Samstag

          Jutta Ebeling (Die Grünen), Vorstandsvorsitzende der Hessischen Kulturstiftung, Wiesbaden, Stadtälteste, ehemalige Bürgermeisterin und Dezernentin der Stadt Frankfurt (74); Stefan Oschmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Merck KGaA, Darmstadt (63); Martin Kemper, Geschäftsführer des Bonbonherstellers Dallmann, Hofheim-Wallau (40);

          am Sonntag

          Berthold Gall (CDU), früherer Landrat des Main-Taunus-Kreises (73); Paula Macedo Weiß, Präsidentin der Stiftung Museum Angewandte Kunst, Frankfurt (51).

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