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F.A.Z.-Hauptwache : Fastnacht, Hanau, Wohnungsbrand

Struwwelpeter dadebei: Frankfurter Narren beim Umzug Bild: dpa

Wie kommen Privatversicherte im Alter wieder in die gesetzliche Krankenkasse zurück? Was ist nach dem Massenmord von Hanau zu tun? Und ziemt sich ein „Helau!“ in diesen Tagen? Die F.A.Z.-Hauptwache gibt Antworten.

          2 Min.

          Guten Morgen!

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Das schmetternde „Helau“ zum Rosenmontag bleibt einem in diesem Jahr im Halse stecken, angesichts der Bluttat in Hanau in der vergangenen Woche ist ungebremste Fröhlichkeit gerade nicht angesagt. Trotzdem lockt heute natürlich der große Umzug in Mainz, waren gestern in Frankfurt, Wiesbaden und Flörsheim Zehntausende beim Straßenkarneval auf den Beinen. Natürlich haben wir auch in der Redaktion Ende vergangener Woche darüber diskutiert, ob Fastnachtsumzüge nicht abgesagt werden sollten. Unser Fastnachtsfachmann Markus Schug hat dazu in der Samstagsausgabe einen klugen Kommentar veröffentlicht.

          Dass man den Umzug in Hanau gestrichen habe, sei ebenso richtig wie die Tatsache, dass er andernorts stattfinde, schreibt er. Schließlich sei die Fastnacht stets in schwierigen Zeiten auch ein Mut- und Muntermacher gewesen. Und er zitiert den Präsidenten des Mainzer Carneval-Vereins, Reinhard Urban, der sagt, dass Herz und Toleranz zur Fastnacht gehörten, bei der es auch eine Gemeinschaft gehe, in der alle gleich seien. Insofern wenigstens ein leises „Helau“ an diesem Tag.

          Das Verbrechen in Hanau dominiert aber doch weiterhin die öffentliche Debatte. Was ist zu tun? Es lässt sich über eine Verschärfung der Waffengesetze reden und darüber, wie sich potentielle Gewalttäter leichter aufspüren lassen. Doch während man Gesetze leicht ändern kann, gilt für die zweite Herausforderung: nichts schwerer als das. Zunächst einmal befassen sich alle daher um Naheliegendes: Die Polizei warnt vor Spekulationen, es stünden weitere Gewalttaten bevor. Aber: „Aus Sicht der hessischen Polizei gibt es zur Zeit keinen Grund, von einer akuten weiteren Gefahr auszugehen“, teilte das Landeskriminalamt mit. Die Rhein-Main-Zeitung gibt einen Überblick über den Stand der Dinge und geht außerdem der Frage nach, wie sich Bewohner der Region mit Migrationshintergrund derzeit fühlen und was sie sich erhoffen.

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          So beginnt der Tag in Frankfurt und Rhein-Main: das Wichtigste in Kürze, mit Hinweisen auf mobile Blitzer, Straßensperrungen, Gaststätten.

          Und außerdem sind zwei Menschen am Samstagabend beim Brand eines Wohnhauses in Heidenrod im Rheingau-Taunus-Kreis ums Leben gekommen +++ berichtet Kollegin Petra Kirchhoff heute auf der Verbraucherseite der Rhein-Main-Zeitung, wie man als Privatversicherter im Alter wieder in die gesetzliche Krankenkasse zurückkommt +++ führen sie in den Frankfurter Kammerspielen Eduard von Keyserlings Stück „Am Südhang“ auf, und unser Rezensent Michael Hierholzer ist ganz entzückt.

          Einen angenehmen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Manfred Köhler

          Wetter

          Heute dominieren dichte Wolken, anfangs regnet es bei milden 13 Grad. Nachmittags dann trockener. In der Nacht stark bewölkt bei 7 Grad.

          Geburtstag haben heute

          Thomas Willms, Vorstandssprecher der Steigenberger Hotels AG, Frankfurt (59); Thilo Söhngen, von 2005 bis Dezember 2019 Vorsitzender des Regionalbereichs Wiesbaden im Handelsverband Hessen-Süd (57); Moses Pelham, Rapper und Musikproduzent, Träger der Goetheplakette der Stadt Frankfurt (49).

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