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F.A.Z.-Hauptwache : Enttäuschend, entsperren, entvölkert

  • -Aktualisiert am

Notruf: Nicht alle eingehenden Anrufe sind Notfälle. Bild: dpa

Wie viele Notrufe wirkliche Notfälle sind, erzählt ein Feuerwehrmann. Das Ergebnis der Prüfung der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche ist ernüchternd. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.

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          Guten Morgen!

          Vor knapp einem Jahr haben die Bistümer Fulda, Limburg und Mainz hessischen Staatsanwälten lange Listen von Fällen sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche übergeben. Das Ergebnis der Prüfung ist ernüchternd: Bei einer allenfalls niedrigen zweistelligen Zahl von Delikten kann es zu einem Verfahren vor einem weltlichen Gericht kommen – wenn überhaupt. Warum das so ist, das hat Helmut Schwan recherchiert. Er berichtet heute in der Rhein-Main-Zeitung.

          Von der Bitte, die Handykarte zu entsperren, bis zu einer Geburt im Rettungswagen: Der Feuerwehr ist so gut wie nichts fremd. Warum die Handykarte entsperren? „Der Notruf geht immer“, sagt Tobias Pflüger, der die Leitstelle der Frankfurter Feuerwehr leitet. Im Interview erzählt er Katharina Iskandar, wie viele der 140.000 Einsätze im Jahr auf Brände entfallen und wie oft Personen aus steckengebliebenen Aufzügen befreit werden müssen.

          Über das Auto (und über die Landwirtschaft) denken Städter anders als Landbewohner. Wer es gewohnt ist, dass alle fünf Minuten eine S- oder U-Bahn kommt und alles andere als Verstoß gegen die Menschenrechte empfindet, kann leicht den Verzicht auf das Auto propagieren. Im Vogelsberg zum Beispiel kommt aber der Bus nicht alle fünf Minuten, sondern zweimal am Tag, und Bahnstrecken wie die von Schotten nach Nidda wurden stillgelegt. Ohne Auto sind die Leute buchstäblich vom Leben abgeschnitten. Deswegen lohnt es sich, über Bürgerbusse, über Autos auf Abruf, über autonome Fahrzeuge und über andere Transportvehikel nachzudenken. Hans Riebsamen stellt die Überlegungen vor und kommentiert sie.

          Und außerdem hat der Opel-Zoo im vergangenen Jahr mit knapp 558.000 Besuchern das Rekordergebnis von 2014 nur knapp verpasst; hat das Verwaltungsgericht Gießen das Aufstellen von Windrädern im Butzbacher Wald untersagt, weil das Projekt gegen die europäische Vogelschutzrichtlinie verstößt; hat der Bundesgerichtshof das Urteil gegen den früheren Bürgermeister von Eschborn, Mathias Geiger (FDP), zum Teil aufgehoben und den Fall an das Frankfurter Landgericht zurückverwiesen. Der Strafsenat rügte, die Verurteilung wegen des Verrats von Steuergeheimnissen sei rechtsfehlerhaft, hingegen bestätigte er den Schuldspruch wegen Geheimnisverrats.

          Einen tadellosen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Werner D‘Inka

          Wetter

          Es bleibt windig und leicht wechselhaft mit einzelnen Schauern, teils auch mit Graupel. Zwischendurch scheint aber auch die Sonne bei bis zu 7 Grad. Nachts meist trocken und wolkig, um 2 Grad.

          Geburtstag haben heute Wolfgang Schwarz (FDP), Stadtältester, ehemaliger ehrenamtlicher Stadtrat und Fraktionsvorsitzender in der Stadtverordnetenversammlung Wiesbaden (90); Rola Hinterbichler, alias „Rola“, Frankfurter Popsängerin (30); Hendrik Hollender (CDU), Stadtverordnetenvorsteher in Friedberg (71); Roland Desch (CDU), Fraktionsvorsitzender in der Stadtverordnetenversammlung Darmstadt (67); Stefan Seibold, Geschäftsführer der Pfungstädter Brauerei (55).

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