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F.A.Z.-Hauptwache : Eine der schönsten Kindheitserinnerungen

Jährlich mehr als tausend Grundschulkinder lernten im Verkehrsgarten an der Siesmayerstraße in Frankfurt, welche Regeln auf den Straßen zu beachten sind. (Archivbild) Bild: Kien Hoang Le

Frankfurt will den Jugendverkehrsgarten neu anlegen, Kliniken verbieten abermals Besuche und über Volker Bouffiers Nachfolger wird diskutiert. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.

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          Guten Abend,
          zugegeben, meine Erinnerung an den Jugendverkehrsgarten stammt nicht aus Frankfurt. Aber es ist mir eine der liebsten Kindheitserinnerungen. Und insofern glaube ich gerne, dass eine bunte Liliput-Straßenbahn auch für Generationen von Frankfurtern zu den Kindheitserinnerungen schlechthin gehört. Denn vor ziemlich genau sechs Jahrzehnten wurde der Jugendverkehrsgarten am Grüneburgpark eröffnet. Die Verkehrswacht hatte die Anregung dazu gegeben und unter anderem die legendäre Mini-Tram gestiftet, die später zum „Apfelsaft-Express“ umfirmiert wurde. Jährlich mehr als tausend Grundschulkinder lernten im Verkehrsgarten von eigens geschulten Polizisten, welche Regeln auf den Straßen zu beachten sind und wie sie sich sicher bewegen können. Doch inzwischen sind die Holzbaracken an der Siesmayerstraße baufällig, und auch dem dahinterliegenden Parcours sind die Jahre anzusehen. Deshalb will die Stadt den Jugendverkehrsgarten abreißen und mit modernen Holzmodulen neu anlegen. Zwei Millionen Euro sind dafür insgesamt vorgesehen.

          So viel zur Vergangenheit, kommen wir zur nicht ganz so erfreulichen Gegenwart. Angesichts der steigenden Corona-Infektionen im Rhein-Main-Gebiet haben sich das Klinikum Frankfurt Höchst, das Krankenhaus Bad Soden sowie das Krankenhaus Hofheim abermals entschieden, von Donnerstag an ein Besuchsverbot zu verhängen. Und die Pandemie schwappt auch schon ins nächste Jahr: Reihenweise werden Neujahrsempfänge abgesagt, mit hoher Wahrscheinlichkeit auch der im Frankfurter Rathaus. Aber der Wegfall persönlicher Begegnungen bei solchen Gelegenheiten ist nichts gegen eine weitaus größere Prüfung, die im ersten Quartal bevorsteht: Der Wahlkampf, der den Kommunalwahlen am 14. März vorausgehen wird, wird ganz anders als alle vorherigen. Manfred Köhler kommentiert die Situation.

          Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) wiederum steht im Zenit seines öffentlichen Ansehens, muss keine Wahl mehr fürchten. Aber in seiner Partei wird darüber diskutiert, wer seine Nachfolge antritt. Was auf den ersten Blick paradox anmutet, erklärt sich aus der überragenden Bedeutung des Regierungschefs für den Ausgang von Landtagswahlen. Sogar in den einzelnen Stimmbezirken kommt es vor allem auf ihn an und weniger auf die relativ unbekannten Direktkandidaten. Die wollen darum rechtzeitig geklärt wissen, wer die Partei ins nächste Rennen führt. Ihre Bastion ist die Landtagsfraktion, die sich vor allem dadurch auszeichnet, dass sie nach einer gewonnenen Wahl den Ministerpräsidenten zu stellen hat. Sie wird allmählich ungeduldig. Dass Bouffier der Führungsfrage keine Silbe widmete, als er sich Ende September auf dem Parteitag in Willingen zur Wiederwahl stellte, kostete ihn denn auch etliche Stimmen. Ewald Hetrodt, unser Korrespondent in Wiesbaden, analysiert, wen Bouffier hätte erwähnen können.

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          Und außerdem ist die Fotografin Anna Meuer durch ein stillstehendes Frankfurt gezogen und hat ihre Eindrücke festgehalten. Ihre Serie „Ohne Worte“ ist nun mit Texten hessischer Autoren als Buch erschienen +++ sprechen sich SPD und FDP dafür aus, in den Frankfurter Schulen flächendeckend Luftreiniger einzusetzen +++ ist am Dienstagmorgen ein Mann in einem Rollstuhl im Bahnhofsviertel mutmaßlich von einem Drogenkonsumenten angegriffen und beraubt worden.

          Viele Grüße aus der Redaktion

          Ihr Carsten Knop

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