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F.A.Z.-Hauptwache : Dumm, diszipliniert, diffizil

Wieder erlaubt: Personen aus zwei verschiedenen Haushalten dürfen sich wieder draußen treffen. Bild: Frank Röth

Die gelockerten Corona-Regeln erfordern Vernunft der Bürger. Im Frankfurter Ordnungsamt gibt es viel Arbeit, intern und extern. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.

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          Guten Morgen!

          Für Hessen gibt es einen Plan, wie es mit den Corona-Lockerungen und den fortbestehenden Beschränkungen weitergehen soll. Helmut Schwan hat für Sie aufbereitet, wo die Ampel schon auf grün steht, wo noch auf rot – und woran es in einzelnen Fällen hakt. Vielen Menschen gehen die Lockerungen nicht weit genug, anderen geht alles zu schnell. Besonders gefährlich aber sind diejenigen, die ohne Mundschutz und Mindestabstand demonstrierend durch die Straßen ziehen. Unangemeldet, natürlich: Und die Polizei ist trotzdem nicht eingeschritten, jedenfalls nicht in Frankfurt. Darüber kann man als Bürger nur noch stauen, wenn am nächsten Tag wieder die Ordnungspolizei für geringere Verstöße Bußgelder verhängen will. Ganz gewiss wird der zunächst bis zum 5. Juni begrenzte Feldversuch mit mehr Liberalität und weniger staatlicher Restriktion nur funktionieren, wenn möglichst viele Vernunft walten lassen.

          In Zeiten wie diesen ist manche ordnende Hand gefragt, zum Beispiel an der Spitze des Frankfurter Ordnungsamts. Dort ist Karin Müller neu im Amt, unsere Kollegin Katharina Iskandar hat sie besucht. Müller ist erfahren, diszipliniert, willensstark. Das muss sie auch sein, leitet sie in der Kleyerstraße doch eine Behörde, in der nicht alle Prozesse so optimal organisiert sind, wie sie es sein müssten und auch könnten. Viel Arbeit, intern wie extern: In Corona-Zeiten sowieso, aber auch im Bahnhofsviertel oder im Umgang mit Beschwerden von Bürgern. Zum Glück kennt Müller sich in Frankfurt gut aus.

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          Bestürzt, aber auch verärgert haben Vertreter des für Nied zuständigen Ortsbeirats 6 auf das Unglück am Bahnübergang in dem westlichen Frankfurter Stadtteil reagiert. Der Umbau der ebenerdigen Gleisquerung an der Oeserstraße steht seit Jahrzehnten auf der Agenda, ohne dass sich etwas getan hat. Am Donnerstagabend hatte ein Regionalzug eine Fußgängerin, einen Radfahrer und eine Autofahrerin erfasst, als diese die Gleise überquerten. Die Fußgängerin starb, die anderen beiden wurden schwer verletzt. Angesichts diverser planerischer Herausforderungen ist schon von einem „undurchführbaren Projekt“ die Rede. Wenn dem so ist, stellt sich die Frage immer lauter, warum es hier nicht längst wenigstens eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer gibt.

          Und außerdem haben sich fast 40 Wiesbadener Wirte an Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) gewandt und mehr Unterstützung gefordert, um die Corona-Pandemie wirtschaftlich überleben zu können;  verlässt der mit zwei Michelin-Sternen dekorierte ausgezeichnete Koch Nils Henkel das Hotel Burg Schwarzenstein und dessen nach ihm benanntes Gourmetrestaurant in Johannisberg im Rheingau; gibt es inmitten der Corona-Pandemie viele stille Helden. Fotograf Wonge Bergmann hat sie porträtiert.

          Viele Grüße aus der Redaktion und einen guten Start in die Woche,

          Ihr Carsten Knop

          Wetter

          Heute wird es regnerisch und windig. Höchsttemperaturen um 10 Grad. Nachts lockert es auf, Tiefstwerte um 1 Grad.

          Geburtstag haben heute

          Joachim Blaeschke, Präsident des Landgerichts Wiesbaden (66); Klaus Kobberger, Inhaber der gleichnamigen Frankfurter Parfümerie (62); Alexander von Erdély, Vorsitzender der Geschäftsführung des Immobiliendienstleisters CBRE Deutschland, Frankfurt (51); Thomas Brendel, Sportlicher Leiter und Cheftrainer des FSV Frankfurt (44); Hartmut Honka (CDU), Mitglied des Hessischen Landtags (Wahlkreis Offenbach-Land I), Fraktionsvorsitzender der Stadtverordnetenversammlung Dreieich (42).

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