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F.A.Z.-Hauptwache : „Das Virus nervt!“

Die Deutschland-Zentrale von Nestlé soll auch nach dem Umzug weiterhin in Frankfurt sein. Bild: dpa

In Frankfurt gelten neue Corona-Regelungen. Das schweizerische Unternehmen Nestlé sucht eine neue Niederlassung für seine Deutschlandzentrale. Die Buchmesse findet trotz Corona statt, jedoch fast nur digital. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.

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          Guten Abend,
          Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) bringt es auf den Punkt: „Das Virus nervt.“ Und wie. Da Motzen und Meckern nicht dazu beigetragen wird, die Situation zu verbessern, machen wir es jetzt kurz und schmerzlos. Das sind die neuen (und zum Teil auch alten) Corona-Maßnahmen, die vorerst bis zum 31. Oktober in Frankfurt Gültigkeit haben.

          Marie Lisa Kehler

          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          1. Die Sperrstunde zwischen 23 Uhr und 6 Uhr wird um ein generelles Alkoholverkaufsverbot für den gleichen Zeitraum ergänzt.
          2. Nach den Ferien gilt an den weiterführenden Schulen einen Maskenpflicht – zumindest in den Situationen, in denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.
          3. Profi-Sportveranstaltungen finden ohne Zuschauer statt. Und ja, liebe Fußball-Fans, das gilt auch für das Spiel der Eintracht gegen Bremen am 31. Oktober.
          4. Öffentliche Veranstaltungen dürfen nur noch mit maximal 100 Teilnehmern durchgeführt werden. Ausnahmen sind möglich, müssen aber mit dem Gesundheitsamt abgestimmt werden
          5. Im öffentlichen Raum wird eine Kontaktbeschränkung von 10 Personen eingeführt. Analog gilt für private Feiern eine Höchstzahl von zehn Personen. Findet die Feier im privaten Bereich statt, dürfen die Teilnehmer aus höchstens zwei Hausständen stammen.
          6. Bei religiösen Feiern gilt eine Maskenpflicht, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.
          7. Erzieherinnen und Erzieher sollen im Kontakt untereinander eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

          So richtig überraschend kommen diese Einschränkungen nicht. Aber was kann überhaupt noch in einem Jahr wie diesem überraschen? Wir hätten da etwas. Die Nachricht, dass die Deutschlandzentrale des schweizerischen Lebensmittelkonzerns Nestlé eine neue Niederlassung sucht. Die rund 1000 Mitarbeiter sollen umziehen. Weg aus Niederrad. Hin nach… ja, wohin denn eigentlich? Das steht noch nicht fest. Fest steht nur, dass dem Unternehmen der Standort in Niederrad nicht mehr den Anforderungen „an ein modernes Arbeitsumfeld“ entspricht. Rainer Schulze hat sich umgehört, wohin es für die Nestlé-Mitarbeiter gehen könnte. Eines vorweg: das Unternehmen will im Stadtgebiet bleiben.

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          In der Stadt bleiben. Komme was wolle. Das scheint das Motto der Buchmesse 2020 zu sein. Viele Veranstaltungen finden zwar nur im Netz statt, bei manch einer Lesung dürfen aber trotzdem einige Zuhörer dabei sein. Blöd nur, wenn dann die Autorin die Angst packt, ein Risikogebiet zu bereisen. Aber auch dafür gibt es eine Lösung. Wie es ist, über eine Buchmesse zu schreiben, die so recht keine ist und doch zu begeistern weiß, berichten unsere Redakteure. Sie haben in den vergangenen Tagen erfahren, wieso Hollywood eigentlich eine schwäbische Erfindung ist und wie es sich anfühlt, zwei Stunden mit einem Mundschutz einer Lesung zu lauschen.

          Und außerdem plant der Autozulieferer Valeo 150 Stellen im Taunus abzubauen; wächst die Hochschule Geisenheim; hilft ein Projekt der Vitos-Klinik in Riedstadt Heranwachsenden mit psychischen Problemen.

          Viele Grüße aus der Redaktion

          Marie-Lisa Kehler

          Der Tipp zum Wochenende

          16. Oktober

          In Lorch müssen sich die Winzer immer etwas Außergewöhnliches einfallen lassen, damit Weinfreunde den weiten Weg in die westlichste Ecke Hessens auf sich nehmen. Im Weingut Mohr muss der Gast allerdings nicht lange nach dem Alleinstellungsmerkmal suchen: Dort trifft türkische Küche mineralischen Riesling. Die Erklärung ist einfach: Winzer Jochen Neher und seine türkischstämmige Frau Saynur vereinen Orient und Okzident unter einem Dach. Und nicht nur der aromatische Börek aus ihrer Küche harmoniert mit Rheingauer Riesling ganz ausgezeichnet.

          Weingut Mohr, Rheinstraße 21, Lorch, Telefon 06726/9484, Internet www.weingut-mohr.de.

          Das Wetter für Freitag

          Anfangs viele Wolken, es regnet gelegentlich. Zum Nachmittag wird es trockener. Dazu gibt es um 12 Grad. Nachts neblig bei fünf Grad.

          Geburtstag haben

          Freitag, 16. Oktober

          Karola Gramann, Filmwissenschaftlerin, langjährige Leiterin der Kinothek Asta Nielsen, Trägerin des Tony-Sender-Preises der Stadt Frankfurt (72); Günter Seidenschwann, Vorsitzender der Wetterauischen Gesellschaft, Hanau (71); Mirek Macke, Gründer und Vorsitzender des Frankfurter Kunstvereins Familie Montez (61); Karl von Rohr, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bank AG, Frankfurt (55); Armin Niedenthal, Vorstand der Bauverein AG, Darmstadt (51); Thomas Sobotzik, Geschäftsführer beim OFC Kickers Offenbach (46); Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen, Frankfurt (43);

          Samstag, 17. Oktober

          Klaus Kirchberger, Vorsitzender der Geschäftsführung der OFB Projektentwicklung GmbH, Frankfurt (63);

          Sonntag, 18. Oktober

          Recha Jungmann, Frankfurter Filmregisseurin und Drehbuchautorin (80); Ruth Wagner, Vorsitzende des Darmstädter Kunstvereins, Ehrenvorsitzende der FDP Hessen, ehemalige hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst (80); Ursula Fechter (SPD), ehrenamtliche Stadträtin, Fluglärmschutzbeauftragte der Stadt Frankfurt (75); Udo Münch, von 2010 bis Juli 2020 hessischer Landespolizeipräsident, Wiesbaden (64); Andreas Brockmeyer, Geschäftsführer der Infrasite Griesheim GmbH, Frankfurt (61); Michael Weber, Frankfurter Schauspieler und Bühnenbildner (58); Patrick Bittner, Küchenchef im Restaurant Français im Steigenberger Hotel Frankfurter Hof (49); Helge Braun (CDU), aus Gießen stammender Chef des Bundeskanzleramts und Bundesminister für besondere Aufgaben (48); Rouven Schröder, Sportvorstand beim 1. FSV Mainz 05 (45).

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