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F.A.Z.-Hauptwache : Awo-Affäre, Abstandhalter, Alterssparer

Noch kann man ihn sehen: Peter Feldmann (SPD) will der erste „gläserne Bürgermeister“ werden. Bild: Lando Hass

Peter Feldmann (SPD) möchte ein „gläserner Bürgermeister“ werden. Die Corona-Regeln an hessischen Schulen sind noch nicht endgültig geklärt. Das und was heute sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.

          3 Min.

          Guten Morgen,
          die Mail aus dem Büro des Frankfurter Oberbürgermeisters kommt unerwartet. Kurzfristig wolle Peter Feldmann (SPD) ein Pressestatement abgeben, steht da geschrieben. Und so haben gestern zahlreiche Journalisten ihre Arbeit unterbrochen, um zu hören, was der Oberbürgermeister zu sagen hat. Nicht viel, wie sich vor Ort herausstellt. Feldmann, der wegen der Awo-Affäre in Kritik geraten ist, kündigt an, Deutschlands erster „gläserner Bürgermeister“ zu werden. Und weil er weiß, dass Worten auch Taten folgen müssen, hat er gleich noch seinen Steuerbescheid aus dem Jahr 2018 mitgebracht. Die Steuererklärung soll von diesem Freitag an über das Stadtportal abrufbar sein.

          Marie Lisa Kehler

          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Wieso diese neue Offenheit ein strategischer Schachzug sein könnte, darauf geht F.A.Z.-Herausgeber Carsten Knop in einem Kommentar ein. Feldmann selbst dürfte gestern keinen leichten Tag gehabt haben. Er musste in der Stadtverordnetenversammlung Fragen zur Awo-Affäre beantworten. Wie er sich dabei geschlagen hat, darüber schreibt Redakteur Martin Ochmann.

          F.A.Z.-Newsletter „Hauptwache“

          So beginnt der Tag in Frankfurt und Rhein-Main: das Wichtigste in Kürze, mit Hinweisen auf mobile Blitzer, Straßensperrungen, Gaststätten.

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          In der Stadtverordnetenversammlung ging es übrigens auch, wen wundert es, um das andere große Thema des Jahres: Corona. Darüber, wie die Regeln und Maßnahmen umgesetzt und angenommen werden. Unsere Redakteurin Florentine Fritzen hat sich in einigen Schulen umgehört. Denn heute endet für viele Schüler der höheren Klassen die Maskenpflicht im Unterricht. Mehrere Schulleiter haben aber schon angekündigt, die Schüler auch weiterhin zu bitten, die Masken im Klassenraum zu tragen. Wem das nicht gefalle, so hat unsere Redakteurin im Gespräch mit einem Schulleiter erfahren, der müsse sich eben nach ganz hinten setzen. Weit weg von den anderen Schülern. Auch eine Lösung.

          Steuererklärungen, Verordnungen – fehlt nur noch, dass das dritte Thema dieses Newsletters sich mit so etwas aufregendem wie der Altersvorsorge beschäftigt. Und dreimal dürfen Sie raten: so soll es sein! Wohl wissend, dass manch einer lieber Staub putzt oder die Briefmarkensammlung neu sortiert, als sich mit Verträgen, den Möglichkeiten und Versäumnissen zum Thema Altersvorsorge auseinanderzusetzen. Aber, das zeigt eine neue Studie, die der F.A.Z. vorliegt, besonders Bewohner wirtschaftlich starker Regionen müssen mehr sparen als jene in Gegenden, in denen die Einkommen im Durchschnitt niedriger liegen. Wieso ein Großstädter unter Umständen zwar eine höhere Rente kassiert, trotzdem aber mehr zur Seite legen oder in den Odenwald ziehen sollte, erklärt Wirtschaftsredakteur Daniel Schleidt.

          Und außerdem erinnern wir an den Werbeslogan: „Wo ist der Deinhard“. Kleiner Tipp: Nicht länger in Wiesbanden; geht es um die Frage, wie viel Geld die Kommunikationsagentur RCC von der Stadt Wiesbaden wirklich erhalten hat; will Frankfurt endlich auch als Riesling-Stadt bekannter werden. Dabei helfen soll die amtierende Weinkönigin.

          Beste Grüße,

          Marie Lisa Kehler

          Der Tipp zum Wochenende

          4. September

          In einer Stadt, die nicht das Dorado der kulinarischen und gastronomischen Vielfalt ist, fallen Lokale mit Anspruch besonders auf. In Hanau zum Beispiel das "Deins", ein kleines, urban-gemütlich gestaltetes Restaurant in einem der großen Klinkerbauten am Ulanenplatz. Vieles, was dort auf den Tisch kommt, hat einen asiatischen Einschlag wie zum Beispiel die Fischbällchen „Thai Style“. Manches hat Witz, etwa das sogenannte Dosenfutter: Sardinen, Tintenfisch und Miesmuscheln, Bauchfleisch vom Yellowfin-Thunfisch und eine Thunfisch-Anchovis-Mousse aus der Dose. Außerdem auf der Karte: originelle Süßspeisen.

          „Deins“, Ulanenplatz 2, Hanau, Telefon 06181/3046075, Internet www.deins-hanau.de.

          Wetter

          Heute beginnt der Tag mit dichten Wolken, die im Tagesverlauf auflockern und Platz für die Sonne machen. Werte bis 27 Grad.

          Geburtstag haben heute, 4. September

          Helmut Schlesinger, ehemaliger Präsident der Deutschen Bundesbank, Frankfurt (96); Wolf Matthias Mang, Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände sowie Vorsitzender des Verbands der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen, Frankfurt (63); Thomas Morlock (FDP), hauptamtlicher Stadtrat in Hanau (60); Thomas Metz (CDU), Staatssekretär im hessischen Justizministerium (52).

          Samstag, 5. September

          Hartmut Holzapfel (SPD), Vorsitzender des Hessischen Literaturrats, Wiesbaden, früherer hessischer Kultusminister (76).

          Sonntag, 6. September

          Bernd Wittkowski (CDU), Fraktionsvorsitzender in der Stadtverordnetenversammlung Wiesbaden (70); Ulrike Alex (SPD), Mitglied des Hessischen Landtags, Dietzenbach (64); Joachim Ruppert (SPD), Bürgermeister von Groß-Umstadt (58); Erdmann Rauer, Vorstandsvorsitzender der LSG Lufthansa Service Holding AG, Neu-Isenburg (54); Franziska Nori, Direktorin des Frankfurter Kunstvereins (52).

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